40 Denkmäler

Stift Altenburg

Das niederösterreichische Stift Altenburg konnte dieser Tage seine 10-jährige Generalsanierung abschließen.

Anlässlich unserer Denkmalserie besuchte Heinz Sichrovsky (noch im Sommer) das Barockjuwel des Waldviertels und konnte dabei sogar ein mittelalterliches „Kloster unter dem Koster“ entdecken.

Der Film:

Das niederösterreichische Stift Altenburg ist heute architektonischer Schnittpunkt dreier Epochen: In unmittelbarer Nähe zum barocken Hauptschiff wurden 2001 beinahe die gesamten Fundamente einer mittelalterlichen Vorgängerkirche freigelegt. Diese sollte modern überbaut werden. Das Bauvorhaben hatte jedoch mit erheblichen statischen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Das Ergebnis ist ein Kloster unter dem Kloster, geschützt und zusammengehalten von einer mächtigen Altane des 21. Jahrhunderts. In den zehn Jahren der Generalsanierung mussten die zwölf Mönche des Benediktinerstiftes - welches auch ein florierender Landwirtschaftsbetrieb ist - beinahe 13 Millionen Euro investieren, um dieses geistige Zentrum für seine sinnsuchenden Besucher und Touristen noch attraktiver zu gestalten.

Die barocke Stiftskirche von Altenburg verdankt ihre Berühmtheit vor allem den Deckenfresken von Paul Troger. Dieser war beinahe sein ganzes Schaffen hindurch mit dem Stift und seinem Abt Placidus Much verbunden. An der Schwelle zur Aufklärung handeln seine Bilderrätsel bereits von Glauben und Wissenschaft, die als zwei gleichwertige Erklärungsmodelle zur Wahrheit führen können. Im Zuge dieser Restaurationen kommt das Stift nun auch einer der Forderungen des vatikanischen Konzils nach. Um der feiernden Gemeinde nicht mehr den Rücken zukehren zu müssen, wird für die Priester ein „Volksaltar“ mit Blick nach vorne errichtet. Dieser wurde in einem Wettbewerb unter sieben Künstler ermittelt und (der neue Altarraum) wird durch äußerste Schlichtheit bestechen.

ORF III Doku-Reihe, 2013