40 Denkmäler

Donaulimes Wallsee

Als Österreich noch Noricum hieß, schützte eine über 5000 km lange Grenzanlage die Einwohner des römischen Reiches vor einfallenden Germanen oder Mauren.

Gerhard Tötschinger besuchte - in friedlicher Absicht - das niederösterreichische Wallsee bei Amstetten, um dem „Welterbe Donaulimes“ anlässlich einer besonderen Ausgrabung (und unserer Serie über Denkmäler), näherzukommen.

Der Film:

Viel sieht man nicht mehr von den, ganz Europa prägenden Grenzanlagen des römischen Reiches – lateinisch “Limes” genannt. Als Donaulimes bezeichnet man den Teil der römischen Militärgrenze entlang der Donau, befestigt durch zahlreiche Wachtürme und Kastelle. Im niederösterreichischen Wallsee wurde bei der Errichtung eines Heimes ein sehr gut erhaltener Teil des Kastells Locus Felix gefunden.

Unter Einhaltung des Denkmalschutzes wurde eine Überbauung und Klimatisierung der Fundstätte errichtet. Bei der Erbauung des Kastells bewiesen die Römer Recycling Qualitäten - wurde doch der Großteil der Steine von bestehenden Bauten verwendet. Die Wehranlagen waren im Abstand von einem Tagesmarsch angelegt und bildeten alleine in Österreich eine Strecke von ca. 360 km.

Entlang des österreichischen Grenzabschnitts überwachten 4 Legionslager, 16 Kastelle und 16 bekannte Wachttürme den Grenzverkehr. Auf deren Verbindungsstraße wurde der Nachschub geliefert, Waren verhandelt, Truppen verschoben, reisten Kaiser von einer Provinz in die andere. Eine Lebensader für zahlreiche europäische Städte.

ORF III Doku-Reihe, 2013