Artist in Residence am Dienstag

Sorry that I asked

Im Rahmen des Künstlerprojektes „Artist in Residence“ präsentiert ORF III einmal im Monat Fernsehkunst zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen. Heute zeigt der deutsche Künstler Thomas Taube seine Videoarbeit.

Der Film:

In Thomas Taubes Film ist das Fernsehen angekommen - in einer Metapher der Suche, des Zweifels und der Leere. Sieben Kernbereiche des Mediums - von der Redaktion bis zur Post-Produktion - reflektieren sich selbst auf ihrer Suche und ihrem schizophrenen, einsamen Weg durch die verlassene Hülle des Fernsehens. Die Geschichte spielt in einer unklaren, nicht weiter definierten Zukunft. Ob es in dieser Zukunft das Medium noch gibt, ist dabei völlig offen.

“Sorry that I asked” basiert auf Interviews mit Vertreter/innen aus jedem Bereich der Fernsehproduktion, in denen thematisiert wird, was das Medium in der Vergangenheit ausmachte, in der Gegenwart ist und zukünftig sein könnte. Thomas Taube extrahiert Aussagen aus diesen Interviews und stellt sie in einen neuen visuellen und inhaltlichen Zusammenhang. Dabei bleibt unklar, in wessen Psyche oder Realität die fiktional-dokumentarische Handlung spielt, da die Protagonisten mit fremden Stimmen sprechen, jedoch gleich erscheinen und dieselben Orte der Metapher passieren.

Sorry that I asked

ORF III

Thomas Taube „Sorry that I asked“

Homepage des Künstlers: www.thomastaube.de

Videoarbeit, 2013


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Inseln der Ordnung

    ORF III startet die neue Staffel „Pixel, Bytes & Film - Artist in Residence“ mit dem Filmemacher und Medienkünstler Benedict Reinhold und seinem Projekt, in dem er Gegenstände sortiert, um dem Chaos der Welt etwas entgegenzustellen.

  • Anna Vasof „Hitting my head on the world“

    Die aus Griechenland stammende Künstlerin Anna Vasof begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Ausgestattet mit einem Richtmikrophon auf dem Kopf, besuchte die Künstlerin 8 Großstädte.

  • A Film about the desire to make it work

    In ihrem Kurzfilm beschäftigen sich die beiden Medienkünstlerinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch mit dem Stimmverlust. Wie damit umgehen, wenn einem die Stimme versagt? Wie die eigene Stimme finden?

  • Wilma Calisir „(in)visible audience 1+1000“

    Die Filmemacherin und Künstlerin Wilma Calisir beleuchtet in ihrem crossmedialen Kunstprojekt das Medium Fernsehen am Schnittpunkt zum Publikum.