ORF III Spezial zu Fronleichnam

Schloss Schönbrunn - Das neue Imperium

Nur zwei von insgesamt 961 UNESCO-Stätten finanzieren sich ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand - das Wiener Schloss Schönbrunn gehört dazu. Die Dokumentation schildert den Weg der Restaurierung zu einem neuen, modernen Imperium.

Donnerstag, 30. Mai, 21.10 Uhr
Wh. Fr 01.20 Uhr und 14.20 Uhr

Derzeit gibt es 961 Denkmäler in 157 Ländern, die das UNESCO-Prädikat tragen, ein „Weltkulturerbe“ zu sein. Nur zwei Stätten finanzieren sich, ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand, selbst: der „Tower of London“ und das Schloss Schönbrunn in Wien.

In Wien wurde der barocke Sommersitz von Kaiserin Maria Theresia vor 20 Jahren einer privaten Kultur- und Betriebsgesellschaft übertragen. Das Projekt ist eine Erfolgsstory: 162 Millionen Euro wurden inzwischen in Restaurierungen investiert, möglich dank immer höherer Einnahmen und Besucherzahlen.

Schloss Schönbrunn: Das neue Imperium

ORF/kultek medien gmbh/Schloß Schönbrunn Kultur- u. Betriebsges.m.b.H./Alexander Eugen Koller

Gloriette nach der Restaurierung

1992 besuchten 1,2 Millionen Menschen Schönbrunn, 2012 waren es knapp 2,7 Millionen. Der Auftrag Denkmalpflege als „cooperate mission“ wurde dank effizienter Marketing-Maßnahmen erfüllt: Aus einem abgewirtschafteten Areal wurde ein Herzeigeobjekt: 6,7 Kilometer restaurierte Fassaden, wieder sprudelnde Brunnen, ein instandgesetztes Interieur.

Im Laufe der Jahre kamen auf die Gesellschaft neue Aufgaben zu: die Schauräume in der Hofburg wie zum Beispiel das Sisi-Museum, das Hofmobiliendepot, ab Herbst 2012 Schlosshof, der „Jagdsitz“ von Prinz Eugen, später Witwenrefugium von Maria Theresia.

Schloss Schönbrunn: Das neue Imperium

ORF/kultek medien gmbh/Schloß Schönbrunn Kultur u. Betriebsges.m.H./Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Große Galerie im Schloss Schönbrunn nach der Renovierung

Die Dokumentation schildert den oftmals sehr weiten, mühsamen Weg der Restaurierung, gelungen bei der „Großen Galerie“, aber auch Flops, die - trotz aller Ambitionen - auch passieren, wie das Beispiel „Römische Ruine“ zeigt.

Gestaltung: Eva Klimek
Dokumentation, 2012