zeit.geschichte

Österreich I (7/12) Die Heimsuchung Österreichs

Folge sieben beschäftigt sich mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich und den ersten Monaten ihrer Herrschaft.

Samstag, 11.8.2018, 21.50 Uhr
Wh. So 10.15 Uhr, Mo 01.05 Uhr

Im Morgengrauen des 12. März 1938 überschreiten deutsche Truppen die österreichische Grenze. Menschenmassen jubeln Adolf Hitler (1889-1945) bei seinem Einzug in Wien zu, für viele scheint sich die Hoffnung auf ein besseres Leben zu erfüllen. Doch mit der Wehrmacht kommen auch viele Sonderkommandos, die Juden und Intellektuelle festnehmen. Abgesehen von vereinzelten Protesten nimmt das Ausland den Anschluss mit geringem Interesse hin. In Österreich kommt es schnell zu ersten Übergriffen auf Juden, viele Geschäfte und Betriebe werden arisiert, Juden aus dem Lehrbetrieb und der Beamtenschaft gedrängt.

Österreich I

ORF/Iinstitut für Zeitgeschichte

Großkundgebung der Wiener Beamtenschaft: Reichsbeamtenführer Hermann Neef bei seiner Ansprache vor dem Rathaus.

Durch die KdF-Aktivitäten versuchen die Nationalsozialisten, die Arbeiter für sich zu gewinnen. Im April des Jahres 1938 findet die Volksabstimmung über den Anschluss Österreichs statt, der eine gewaltige Propagandaschlacht der Nationalsozialisten vorausgeht. Das Abstimmungsverfahren widerspricht sämtlichen heute gültigen Regeln, so wurden Leute gezwungen, öffentlich mit Ja zu stimmen. Erwartungsgemäß ging Hitler als klarer Sieger aus der Volksabstimmung hervor.

Im Bild: Arbeitsmänner aus Österreich nach langer Bahnfahrt.

ORF/Portisch-Riff GmbH

Arbeitsmänner aus Österreich nach langer Bahnfahrt.

Dokumentation, 2012


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Baumeister der Republik: Michael und Marianne Hainisch

    Mutter und Sohn Hainisch haben die österreichische Republik maßgeblich geprägt. Marianne Hainisch gilt als eine der ersten und wichtigsten Frauenrechtlerinnen Österreichs, Michael Hainisch trug maßgeblich dazu bei, das fragile Konstrukt der Ersten Republik zusammen zu halten.

  • Baumeister der Republik: Karl Seitz

    „Was wir als Vertreter des Volkes von den Ämtern wünschen, ist einfach gesagt: Der Bürger will nicht als Akt, sondern als Mensch behandelt werden.“ Alfred Schwarz folgt dem Leben eines Politikers, der kämpferisch und stets korrekt und bescheiden war.

  • Baumeister der Republik: Wilhelm Miklas

    Die ORF-III-Dokumentation von Alfred Schwarz portraitiert jenen Kandidaten, der 1928 als christlich-sozialer Politiker vom Parlament zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt wurde und als einziger österreichischer Amtsträger Hitler Widerstand leistete.

  • Baumeisterinnen der Republik: Adelheid Popp

    Sie war eine der ersten weiblichen Nationalratsabgeordneten und forderte schon Anfang des 20. Jahrhunderts die Gleichstellung der Frau in der Ehe und im Beruf, den legalen und kostenlosen Schwangerschaftsabbruch, die Einführung der Karenzzeit u.ä.m. ORF III portraitiert eine der wichtigsten Politikerinnen der Ersten Republik.