Kunst und Kultur

Aus dem Rahmen: Heeresgeschichtliches Museum Wien

In einem historischen Gebäude aus der Zeit der Monarchie ist das älteste Museum Wiens untergebracht. Karl Hohenlohe macht eine Zeitreise in Österreichs kriegerische Auseinandersetzungen der vergangenen 400 Jahre.

Als Reaktion auf die blutige Revolution, die 1848 fast zum Sturz der Habsburger-Monarchie geführt hätte, ließ der neu inthronisierte Kaiser Franz Joseph I. neben dem Südbahnhof das Arsenal errichten. Die Kasernen und Waffenlager in Schussweite der Stadt sollten gewährleisten, dass weitere Aufstände rasch bekämpft werden können. Mitten im Arsenal wurde damals ein Militär-Museum gebaut, um die kaiserliche Waffensammlung zu zeigen und die Armee zu glorifizieren: Das Heeresgeschichtliche Museum.

Karl Hohenlohe und der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums Hofrat Dr. Christian Ortner

ORF III / Litscher Manfred

Karl Hohenlohe und den Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums Hofrat Dr. Christian Ortner vor dem Prunkstück des Museums: Der offene Wagen, in dem am 28. Juni 1914 Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie, Herzogin von Hohenberg, in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo erschossen wurden. Das Attentat löste den Ersten Weltkrieg und damit die „Urkatastrophe des blutigen 20. Jahrhunderts“ aus.

Karl Hohenlohe begibt sich in Wiens ältestem Museum auf einen historischen Rundgang durch die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 400 Jahre und davon hatte Österreich wahrlich genug: Vom 30-jährigen Krieg über die Türkenkriege und Napoleons Feldzüge bis zu den verheerenden Weltkriegen. Dabei entdeckt Karl Hohenlohe nicht nur einmalige Exponate von weltpolitischer Bedeutung, sondern auch einen Teil seiner Familiengeschichte wieder.

Moderation: Karl Hohenlohe
Museumsmagazin, 2012


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