zeit.geschichte

Invasion in der Normandie. Zeitzeugen über den D-Day im Juni 1944.

Regisseur Karo Wolm lässt Zeitzeugen erzählen und stellt anhand der sehr persönlichen Erinnerungen die Vorgänge rund um den D-Day nach - von der anfänglichen Begeisterung für den Kampf, der Angst als es ernst wurde bis zu den erbitterten Gefechten.

zeit.geschichte: Invasion in der Normandie. Zeitzeugen über den D-Day im Juni 1944

Regie: Karo Wolm↲
Dokumentation, 2004

Samstag, 8.6.2019, 20.15 Uhr
Wh. So 14.35 Uhr und 23.10 Uhr

Der Krieg bis zur bedingungslosen Kapitulation Nazi-Deutschlands war von den Alliierten bereits 1943 beschlossen worden. An deutschem Stahl, Beton und an schwerer Artillerie sollte die Invasion scheitern. Hitler ließ den so genannten Atlantikwall an der rund 1.400 km langen französischen Atlantikküste errichten. Es war, wie sich später herausstellte, eher ein aus Durchhalteparolen zurecht gezimmertes Bollwerk der NS Propaganda. Auf den alles entscheidenden Schlag, den so genannten D-Day (Decision Day), musste das besetzte Europa bis zum Juni 1944 warten.

Am 6. Juni 1944 um 6:30 Uhr begann die Invasion unter dem Decknamen „Operation Overlord“. Aus dem morgendlichen Küstennebel sahen die deutschen Soldaten in ihren Küstenbunkern die größte Armada der Kriegsgeschichte auftauchen. Rund 50.000 Mann samt Fahrzeugen und Ausrüstung wurden von Südengland über den Ärmelkanal transportiert, gesichert von 1.500 Kriegsschiffen und den alliierten Luftstreitkräften. 4.607 Kilometer Strand in Frankreich, Belgien und Holland werden von den Deutschen noch gehalten und verteidigt. „Als wir aus der Deckung unseren Untergang vor Augen hatten, haben auch die größten Nazifanatiker gesagt: Der Krieg ist verloren!“

Steilküste bei Point-du-Hoc. Amerikanische Ranger erstürmten mit Eisenleitern die normannische Steilküste.

ORF/Silvia Braun

Küste bei Point-du-Hoc. Amerikanische Ranger erstürmten mit Eisenleitern die normannische Steilküste.

Zeitzeugen:

Fritz Prause, Österreicher und damals jung verheiratet, lag an der Calvadosküste: „Die Amis sind schutzlos über den Strand gelaufen, direkt in das MG-Feuer.“ Genevieve Denizot half verwundeten Soldaten. Klemens Sattmann war ziemlich schnell klar, dass dieser Krieg nicht mehr zu gewinnen war.

Zu Wort kommen auch Haymo Schmid, Robert Gieler, Willi Kulmer, Julius Dunst, Karl Auer, Wilhelm Schramek, Franz Achathaller, Harold Baumgarten, Kurt Fräser, Paul Kramer und Viktor Bauer.

Friedhof "La Cambe" , Grab des gefallenen österreichischen Soldaten Josef Rauchberger.

ORF/Silvia Braun

Friedhof „La Cambe“ , Grab des gefallenen österreichischen Soldaten Josef Rauchberger

Im Verlauf der Invasion, die 78 Tage dauerte, kamen täglich rund 3.000 Soldaten ums Leben. 450.000 Gefallene, Verwundete und Vermisste zählt man auf deutscher Seite, 210.000 bei den Alliierten.

Regie: Karo Wolm
Dokumentation, 2004


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