Erlebnis Bühne

Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung

Oper von Richard Wagner

Sonntag, 13. Mai 20:15 Uhr
Wh Sa, 19. Mai 11:00 Uhr

Barbara Rett präsentiert „Der Ring des Nibelungen“. Die legendäre Tetralogie - auch Jahrhundertring - wurde im Jahr 1976 zum 100jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez aufgeführt. Regie führte Patrice Chéreau, das Bühnenbild entwarf Richard Peduzzi und die Kostüme schuf Jacques Schmidt.

Die Premiere schockierte große Teile des Publikums und führte zu Protestaktionen im Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Es kam zu Schlägereien, Unterschriftenlisten gegen die Inszenierung wurden ausgelegt und Flugblätter verteilt. Chéreaus Verlegung der Handlung mithilfe des Bühnenbildners Richard Peduzzi in die Zeit der Frühindustrialisierung wurde damals von vielen Altwagnerianern abgelehnt.

Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung, Inszenierung Bayreuth 1976

ORF/Unitel

Handlung:

Der dritte Teil des Jahrhundertrings führt an den Gibichungenhof des Fürsten Gunther und seiner Schwester Gutrune. Deren Halbbruder Hagen, ein Spross des Alberich, schmiedet finstere Pläne, um in den Besitz des begehrten Rings zu gelangen, den Brünnhilde als Siegfrieds Liebespfand hütet. Durch Hagens Zaubertrank vergisst Siegfried die Walküre, entbrennt in Liebe zu Gutrune und bezwingt in Gunthers Gestalt Brünnhilde, die er dem Gibichungenfürsten als Eheweib zuführt, nicht ohne ihr zuvor den Ring entwunden zu haben. Brünnhilde durchschaut das Rollenspiel und sinnt auf Rache, indem sie Hagen Siegfrieds verwundbarste Stelle verrät.

Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung, Inszenierung Bayreuth 1976

ORF/Unitel

Bild: Brünnhilde geleitet den Leichnam Siegfrieds.

Der Held wird zur Strecke gebracht und erkennt im Todeskampf seine wahre Geliebte. Brünnhilde, nun wissend geworden, entzündet den Scheiterhaufen mit Siegfrieds Leiche. Die Flammen greifen auf die Götterburg Walhall über, und der Rhein tritt über die Ufer, um sich den Ring zurückzuholen. Der Fluch ist gelöst. Siegfried, das Werkzeug Wotans, der die Welt vom Fluch des Rings erlösen sollte, bedurfte selbst der Erlösung durch die eigentliche Hauptfigur der Tetralogie – Brünnhilde. Und so endet alles im menschlichen Feuer der Liebe, das Brünnhilde dem göttlichen Feuer Loges entgegensetzt.

Dirigent: Pierre Boulez
Regie: Patrice Chéreau

Besetzung:
Manfred Jung (Siegfried)
Franz Mazura (Gunther)
Fritz Hübner (Hagen)
Hermann Becht (Alberich)
Gwyneth Jones (Brünnhilde)
Jeannine Altmeiyer (Gutrune)
Gwendolyn Killebrew (Waltraute)
Norma Sharp (Woglinde)
Ilse Gramatzki (Wellgunde)
Marga Schiml (Flosshilde)

Die Nornen:
Ortrun Wenkel (1. Norn)
Gabriele Schnaut (2. Norn)
Katie Clarke (3. Norn)

Orchester: Bayreuther Festspiele, 1976