Mythos Geschichte

Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

Fritz Orters Film beleuchtet, wie Sarajevo zur Schicksalsstadt für Österreich-Ungarn wurde. Lange Zeit beliebter Urlaubsort des Adels, war die bosnische Hauptstadt 1914 Schauplatz des folgenschweren Mordes an dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand.

Mythos Geschichte: Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

Dokumentation, 2016

Dienstag, 10.4.2018, 21.55 Uhr
Wh. Mi. 00.35 Uhr, Do. 00.25 Uhr, Sa. 13.25 Uhr

Der Balkan - Schicksalsregion der Habsburger. Die Hauptstadt Bosniens ist nach der Annexion des Landes durch Habsburgertruppen 1878 eine „k.u.k.-Enklave“, von der heute noch einiges zu spüren ist, denn es gibt hier ein k.u.k.-Museum, Cafés im Wiener Stil und auch ausrangierte, von den Wiener Verkehrsbetrieben nach Sarajevo verkaufte, rote Straßenbahnen.

Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

ORF/Friedrich Orter

Friedrich Orter mit bosnischem Fiaker auf den Spuren der k. u. k. Monarchie.

„Es war ein Land, das nicht lange gedauert hat“, sagt die heute 87-jährige Enkelin jenes k.u.k.-Lokomotivführers, der im Juni 1914 den Thronfolger Franz Ferdinand im Zug nach Sarajevo fuhr - wo er am 28. Juni von dem Serben Gavrilo Princip erschossen wurde. Das Attentat, bei dem auch seine Frau, Sophie Herzogin von Hohenberg starb, gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs und es läutet das Ende der Habsburgermonarchie ein.

Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

ORF/Friedrich Orter

Ljerka Danon, die 87jährige Enkelin des Lokomotivführers der k.u.k. Bosna-Bahn.

Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

ORF/Friedrich Orter

Renovierung des kriegszerstörten k. u. k. Hotels Austria in Ilidza bei Sarajevo.

Bosnien, es war einmal Franz Josephs Land

ORF/Friedrich Orter

Der ehemalige k.u.k. Bahnhof in Ilidza bei Sarajevo, von dem Erzherzog Franz Ferdinand seine letzte Fahrt antrat.

Regiesseur: Fritz Orter
Dokumentation, 2016


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Mit Volldampf an die k.u.k. Riviera

    Ende des 19. Jahrhunderts reisten Adel und wohlhabendes Bürgertum an die österreichische Riviera, um ihr Feriendomizil in den mondänen Seebädern der Donaumonarchie aufzuschlagen. In luxuriösen Eisenbahncoupes strömte das noble Publikum ans Meer.

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