Heimat Österreich

Mariazeller Land - Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ötscher und Hochschwab

Im Mariazeller Land erzählen wilde Wasser, eindrucksvolle Schluchten und geheimnisvolle Höhlen uralte Geschichten über Dämonen, Hexenberge und sagenhafte Goldschätze - inspiriert von den Naturerscheinungen der Bergwelt.

Heimat Österreich: Mariazeller Land - Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ötscher und Hochschwab

Dokumentation, 2007

Mittwoch, 14.2.2018, 20.15 Uhr
Wh. 23.30 Uhr, Do 15.00 Uhr,
Sa 09.45 Uhr

Im Land zwischen Ötscher und Hochschwab im Grenzgebiet zwischen Niederösterreich und der Steiermark sind Fabeln und mystische Geschichten allgegenwärtig. Direkt vor den Toren des Wallfahrtsortes liegt der Erlaufsee. An manchen Tagen zeigt der ungewöhnlich klare See eigentümliche Farbspiele: große helle und dunkle Flecken erscheinen auf der Wasseroberfläche. Die Überlieferung erzählt, dass dort, wo der See silberhell wirkt, einst eine wunderschöne lebenslustige Müllerin von ihrem eifersüchtigen Mann ertränkt worden ist. Der Rasende richtet sich anschließend selbst, wovon die dunklen Flecken zeugen.

Universum
Mariazeller Land - Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ötscher und Hochschwab

ORF/Andreas Friess

Mariazell im Winter

Schon der Gründung der berühmten Basilika von Mariazell geht eine märchenhafte Geschichte voraus. Im Jahr 1157 wurde ein Benediktinermönch namens Magnus in die Gegend entsandt. Am Abend des 21. Dezember versperrte ihm eine Felswand den Weg. Der Mönch soll eine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue bei sich gehabt haben. Und erflehte von ihr Hilfe aus seiner misslichen Lage. Worauf sich die Felswand wie durch Zauberhand geöffnet haben soll. An seinem Ziel angekommen, platzierte der Mönch die Statue auf einem Felsen. Er machte sich unverzüglich daran, Holz und Reisig zu sammeln, um einen Unterstand für die Statue zu bauen, eine „Zelle“. An genau dieser Stelle soll heute die Basilika von Mariazell stehen. Und die geschnitzte Marienstatue wird bis heute als Gnadenmutter verehrt.

Universum
Mariazeller Land - Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ötscher und Hochschwab

ORF/AV Dokumenta

Höhlenforschung wie zu Kaisers Zeiten.

Mitunter hatte die Legendenbildung unbeabsichtigte Nebeneffekte und weckte den menschlichen Forscherdrang. Hartnäckig hielt sich etwa das Gerücht, dass mit sagenhaften Schätzen beladene „Venedigermandeln“ den Höhlen des Ötscher entstiegen sein sollen. Was das Interesse von Kaiser Rudolf II. (1552-1612) weckte - den nicht nur der Wissensdurst trieb, sondern wohl auch die Hoffnung, die klammen Staatskassen zu sanieren. Jedenfalls wurde im Jahr 1592 eine Expedition in das Innere der mysteriösen Ötscherhöhlen entsandt, die erste dieser Art überhaupt. Die Goldsucher fanden zwar keine Edelmetalle, aber immerhin hatten sie einen Großteil des Ötscher-Höhlensystems erkundet.

Dokumentation, 2007


Weitere Sendungen dieser Reihe:

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