artist in residence am Mittwoch

„Integration: Die Kunst der Artikulation“ von Thomas Vau

Das Fernsehkunstwerk „Integration: Die Kunst der Artikulation“ von Thomas Vau beleuchtet Sprache und Artikulation in Bezug auf die Eingliederung von Migranten in moderne Gesellschaften.

Filme:

Mittwoch, 1. Jänner, 20.05 Uhr
Die Sendung im Internet: tvthek.orf.at

Im Rahmen des „Artist in Residence“-Programms präsentiert ORF III einmal im Monat zeitgenössische Fernsehkunst. Im Jänner zeigt der österreichische Künstler Thomas Vau sein Fernsehkunstwerk.

Nach der diesjährigen Neujahrsansprache von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer strahlt ORF III dieselbe Rede um 20 Uhr aus, verlesen von einer Staatsbürgerin mit nichtösterreichischen Wurzeln. Zusätzlich werden die letzten drei Neujahrsansprachen Dr. Heinz Fischers von 2011 bis 2013 als Rückschau im Spätabendprogramm ab 00.20 Uhr von weiblichen und männlichen Personen migrantischer Herkunft präsentiert. Der Künstler Thomas Vau stellt mit diesem Fernsehkunstwerk die Frage nach der Wirkung von Inhalten. Inwiefern ändert sich die Publikumswahrnehmung, wenn sich Artikulation und äußeres Erscheinungsbild ändern? Wie beeinflussen äußerliche Attribute wie Geschlecht, Hautfarbe, Kopftuch oder Turban das Identitätsgefühl des Publikums, wenn österreichische Staatsbürger_innen damit für einen Moment das höchste Amt bekleiden? Auch die allgemeine Wertigkeit von Mensch-Sein in einer Gesellschaft wird von Thomas Vau mit diesem Fernsehkunstwerk zur Diskussion gestellt.

Integration: Die Kunst der Artikulation!

ORF/Hans Leitner

Im Bild: Ruslana Berndl (Österreicherin mit ukrainischen Wurzeln).

Über den Künstler Thomas Vau

Immer wiederkehrendes Moment in den Arbeiten des jungen österreichischen Künstlers Thomas Vau ist das Aufbrechen von starren Mustern. In Thomas Vaus künstlerischen Produktionen und partizipativen Eingriffen werden soziale, räumliche, politische und ökonomische Starrheiten fokussiert, manipuliert und am Schluss modifiziert, um den vorhandenen gesellschaftlichen Status quo zu hinterfragen und einer Veränderung zu unterwerfen. Das angestrebte Ziel ist eine Verbesserung der Situation und der Prozesse durch künstlerische Interventionen. Thomas Vau setzt sich mit aktuellen Themen unserer globalen Gesellschaft, auftretende Konflikt- und Spannungsfelder sowie soziale Disharmonien auseinander. Sein Interesse gilt dem Zusammenspiel verschiedener kultureller Prozesse, Rohstoffpolitiken, Netzwerk-Kreativität, globaler Ökonomie bzw. Migrations- und Raumfragen.

Link:

www.thomasvau.com


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • A Film about the desire to make it work

    In ihrem Kurzfilm beschäftigen sich die beiden Medienkünstlerinnen Franziska Kabisch und Laura Nitsch mit dem Stimmverlust. Wie damit umgehen, wenn einem die Stimme versagt? Wie die eigene Stimme finden?

  • Wilma Calisir „(in)visible audience 1+1000“

    Die Filmemacherin und Künstlerin Wilma Calisir beleuchtet in ihrem crossmedialen Kunstprojekt das Medium Fernsehen am Schnittpunkt zum Publikum.

  • Noordungs Wien

    Leben im Weltraum - ein lang gehegter Traum der Menschheit. Um ihn wahr zu machen, muss man einige Probleme überwinden. Problemstellungen mit denen sich, wie unser ORF III Artist in Residence Ralo Mayer herausgefunden hat, schon ein Wiener vor 100 Jahren eingehend auseinander gesetzt hat.

  • Fabian Faltin und Bernhard Garnicnig „Ideas Worth Spreading Again“

    Fabian Faltin und Bernhard Garnicnig zeigen in ihrem 30-minütigen Film, dass auch Ideen der Jahrhundertwende etwas zu aktuellen Debatten beizutragen haben.