Die österreichische Film am Freitag

Brüder (2)

Im zweiten Teil von Wolfgang Murnbergers Trilogie werden die Stadler’schen Familienbande auf eine harte Probe gestellt - nicht zuletzt wegen Adrians literarischer Verarbeitung der Vatersuche.

Freitag, 5.4.2019, 21.50 Uhr
Wh. Sa, 13.4., 13.10 Uhr

Vier Jahre sind vergangen, seit die vergebliche Suche der Brüder Ernst, Ludwig und Adrian Stadler nach dem gemeinsamen Vater mit der Feststellung endete: „Mir drei sind trotzdem Brüder“.

Ernst ist inzwischen mit einer Kochsendung im Fernsehen berühmt geworden, von Iris, der Mutter seiner Zwillinge, lebt er getrennt. Ludwig betreibt ein gut gehendes bürgerliches Lokal, Adrian hilft dort in der Küche und zieht, wegen eines Seitensprungs von Freund Michael aus der gemeinsamen Wohnung geworfen, zu Ludwig ins Haus der Mutter. Nach wie vor prägt komisches Gezänk das Verhältnis der drei Brüder.

Als Adrian die Erlebnisse der Vatersuche in einem Roman verarbeitet und sich zwischen Ludwig und Iris zarte Bande entwickeln, scheint selbst die Belastbarkeit Stadler’scher-Familienbande endgültig ihre Grenzen überschritten zu haben und ihre Streitlust die einigende Kraft verloren zu haben.

Brüder 2

ORF/Ali Schafler

Erwin Steinhauer, Wolfgang Böck, Andreas Vitasek

Brüder 2

ORF/Ali Schafler

Andreas Vitasek, Erwin Steinhauer, Susa Meyer

Regie: Wolfgang Murnberger

Besetzung:
Wolfgang Böck (Ludwig)
Erwin Steinhauer (Ernst)
Andreas Vitásek (Adrian)
Susa Meyer (Iris Rovan)
Sylvia Eisenberger (Mutter von Iris)
Andrea Clausen (Dr. Barbara Vögel)
Wolfgang Michael (Michael Sigl)
Michael Pink (Daniel)
Ingrid Thurnher (Prominente)
Brigitte Kren (Krankenschwester)
Leo Lukas (Kellner)

Fernsehfilm, 2003


Weitere Sendungen dieser Reihe:

  • Der Bockerer

    Franz Antels und Rainer C. Eckes Klassiker des passiven Widerstands gegen das Regime der Nationalsozialisten aus dem Jahr 1981. Karl Merkatz wurde für die Darstellung des Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer beim Internationalen Filmfestival Moskau als „Bester Darsteller“ ausgezeichnet.

  • Wer früher stirbt ist länger tot

    Regisseur Marcus H. Rosenmüller erzählt humorvoll und dramatisch eine urbayerische Lausbubengeschichte zwischen alpenländischer Idylle und surrealen Tagträumen und stellt sämtliche Heimatfilm-Klischees auf den Kopf. Fritz Karl als Dorfwirt, der seinen Sohn auf dem Weg durchs rustikale Fegefeuer begleitet.

  • Amour Fou

    Das Drama wurde beim Österreichischen Filmpreis 2015 in den Kategorien „Bestes Drehbuch“ und „Bester Schnitt“ ausgezeichnet. Jessica Hausners Historienfilm handelt vom Doppelselbstmord des Schriftstellers Heinrich von Kleist und seiner Vertrauten Henriette Vogel.

  • Der Atem des Himmels

    Vor dem Hintergrund der größten Lawinenkatastrophe im Alpenraum erzählt Reinhold Bilgeri eine dramatische Liebesgeschichte. Der Film wurde ausgezeichnet mit dem Austria Ticket als einer der drei erfolgreichsten österreichischen Kino-Spielfilme 2010/11.