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„Liebesg’schichten und Heiratssachen – die Zwanzigste!": Elizabeth T. Spira

ORF/Hans Leitner

9.3. - 15.3.

In memoriam Elizabeth T. Spira ändert der ORF sein Programm

„Alltagsgeschichte“ am 9. März; Porträt und Nachruf in „Thema“ und im „kulturMontag“ am 11. März in ORF 2; Ö3-„Frühstück bei mir“-Spezial. Weitere ORF-TV-Programmänderungen: Doku „20 Jahre ‚Liebesg’schichten und Heiratsachen‘ – Das Geheimnis des Erfolgs“ und „Report“ am 12. März im ORF-2-Hauptabend; ORF III zeigt „Kultur Heute Spezial“ und vier „Alltagsgeschichten“ und Porträt am 15. März
Die langjährige ORF-Journalistin Elizabeth T. Spira ist in der Nacht auf Samstag (9. März) nach langer Krankheit verstorben. In memoriam Elizabeth T. Spira ändert der ORF sein Programm und zeigte bereits am Samstag, dem 9. März 2019, um 22.55 und 23.40 Uhr zwei Filme aus ihrer Dokumentationsreihe „Alltagsgeschichte“ („Das kleine Glück im Schrebergarten“ und „Am Würstelstand“).
Weiters zeigt „Thema“ am Montag, dem 11. März, um 21.10 Uhr in ORF 2 eines der letzten großen Interviews mit Elizabeth T. Spira, das sie im Juli 2018 gab. Und der „kulturMontag“ bringt am 11. März, um 22.30 Uhr in ORF 2 einen Nachruf und zeigt anschließend ebenfalls das Porträt „Elizabeth Toni Spira – Ich bin nicht wichtig“.
Der ORF gedenkt der ORF-Journalistin Elizabeth T. Spira mit weiteren ORF-TV-Programmänderungen: Am Dienstag, dem 12. März, um 20.15 Uhr in ORF 2 blickt der Film „20 Jahre ‚Liebesg’schichten und Heiratssachen‘ – Das Geheimnis des Erfolgs“ hinter das Phänomen der berühmten ORF-TV-Reihe. Anschließend um 21.05 Uhr zeigt der „Report“ den Beitrag "Elizabeth T. Spira im ‚Inlandsreport’".
Bereits am Montag, dem 11. März, um 19.45 Uhr widmet ORF III ein „Kultur Heute Spezial“ der renommierten Sendungsmacherin Elizabeth T. Spira. Außerdem zeigt ORF III am Freitag, dem 15. März ab 20.15 Uhr vier ihrer „Alltagsgeschichten“ sowie das Porträt „Elizabeth Toni Spira – Ich bin nicht wichtig“.
Ö3 widmete Spira ein Ö3-„Frühstück bei mir“-Spezial am Sonntag, dem 10. März, um 9.00 Uhr mit ganz persönlichen und berührenden Geschichten der verstorbenen ORF-Journalistin.

Mehr zu den Inhalten

„Thema“: Elizabeth T. Spira – ihr letztes großes Interview
Montag, 11. März, 21.10 Uhr, ORF 2
Die Erfolgsjournalistin Elizabeth T. Spira ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Mit ihren „Alltagsgeschichten“ und den „Liebes’gschichten und Heiratssachen“ erreichte sie Kultstatus - und ein Millionenpublikum. Im Juli 2018 gab Elizabeth T. Spira für „Thema“ ein großes Interview. Obwohl sie nicht mehr gesund war, wollte sie das Kuppeln zur Freude ihrer Fans auch nach 22 Jahren nicht lassen - die Staffel aus dem Jahr 2018 sollte ihre letzte gewesen sein: „So lange ich gesundheitlich kann, werde ich weitermachen“, sagte Spira damals, „ich will dort sein wo es menschelt. Ich liebe es, Geschichten über die normalen Leut‘ zu machen.“ Im persönlichen Gespräch mit Katharina Krutisch erzählte sie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Hermann Schmid, wie sie selbst die Liebe gefunden hat, was ihr im Leben wichtig ist und wie ihr der Journalismus geholfen hat, ihre Geschichte als jüdisches Flüchtlingskind zu verarbeiten. „Thema“ wiederholt dieses ausführliche Porträt. mehr...
Elizabeth T. Spira

ORF

„kulturMontag“: Nachruf und Porträt „Elizabeth Toni Spira - Ich bin nicht wichtig“
Montag, 11. März, ab 22.30 Uhr, ORF 2
Was für ein Leben: Als Kind österreichischer, kommunistischer Juden im britischen Exil geboren; aufgewachsen in der fremden Welt des Nachkriegs-Wiens. Ständig konfrontiert mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus, entschließt sich Elizabeth Spira – nach ihrem Studium – Journalistin zu werden. In den 70er Jahren erlebt der ORF durch seine junge, ambitionierte und neugierige Journalistin manche Sternstunde des politischen Fernsehens. Ob Fristenlösung, Antisemitismus, Kampf um Arbeitsplätze, der Kärntner Ortstafelkonflikt – Elizabeth Spira nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Ständig auf der Suche nach der Wahrheit, die im Verborgenen schlummert, eckt sie immer wieder an. Auch im ORF. Zweimal droht ihr der Rauswurf. Aber sie gibt nicht auf.
Und der Erfolg gibt ihr Recht: Romy, Nestroypreis, Staatspreis und jede Menge offizielle Ehrungen – zuletzt den renommierten Lessing-Preis für Kritik. Doch was viel mehr wiegt: sie wird von ihrem Publikum geliebt. Mit ihren „Alltagsgeschichten“ und später mit „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ wird sie zur Quoten-Queen des österreichischen Fernsehens. Regisseur und Kameramann Robert Neumüller begleitet Elizabeth Toni Spira bei ihren Gesprächen mit Kandidatinnen und Kandidaten der „Liebesg’schichten“, taucht aber ebenso ein in die für viele noch unbekannte Welt ihrer Jugend. Zu den Orten ihrer Kindheit in Glasgow und London, trifft mit ihr die Kindergärtnerin aus dem Anna-Freud-Heim in London, besucht mir ihr das jüdische Krakau und das stalinistische Nowa Huta. So manche filmische Rarität im ORF-Archiv wurde gefunden, der Film zeigt Ausschnitte aus ihren frühen Dokumentationen - die gesellschaftspolitischen Arbeiten aus den Anfangsjahren als junge Journalistin, und natürlich einige der größten Erfolge der „Alltagsgeschichten“. „Die Spira“ ist Allgemeingut geworden. Wer sie aber wirklich war, was sie dachte und wofür sie kämpfte – wird viele überraschen.
"Ich bin nicht wichtig - Elizabeth T. Spira im Porträt": Elizabeth T. Spira, Robert Neumüller

ORF/Milenko Badzic

Elizabeth T. Spira, Robert Neumüller

„20 Jahre ‚Liebesg’schichten und Heiratssachen‘ – Das Geheimnis des Erfolgs“
Dienstag, 12. März, 20.15 Uhr, ORF 2
Der Film begibt sich auf die Suche nach dem Phänomen „Liebesg’schichten“. Keine andere TV-Reihe reflektiert so gekonnt den Wandel von Werten und Rollenbilder in unserer Gesellschaft. Einstellung und Lebensweisen der Menschen haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert: Die Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Paaren ist selbstverständlich geworden, Frauen, die ihre Bedürfnisse nach Liebe und Sex ausdrücken, ebenso. Während früher schräge und skurrile Protagonistinnen und Protagonisten auf Partnersuche gingen, locken die „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ heute Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten an. Nicht verändert hat sich die Sehnsucht: Alle suchen die große Liebe und eine gut gelebte Partnerschaft. Soziologin Dr. Irmtraud Voglmayr spricht über veränderte Rollenbilder, Philosophin Katharina Lacina ergründet das Phänomen der Liebe, und die Psychologen Roland und Sabine Bösel erläutern Beziehungsdynamiken und die Sehnsucht nach stabilen und langlebigen Partnerschaften. Sendungsmacherin Elizabeth T. Spira hat so manche witzige Anekdote, aber auch berührende Momente aus der 20-jährigen Arbeit an diesem Erfolgsformat zu erzählen. Schauspielerin Lotte Tobisch, die Grande Dame des österreichischen Theaters, sieht in der Einsamkeit vieler – vor allem älterer – Menschen ein Erfolgsgeheimnis der Sendung.
Die Regisseurinnen Tanja Lesowsky und Jennifer Rezny lassen in ihrer Dokumentation 20 Jahre „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ Revue passieren und laden zum Nachdenken und Schmunzeln ein.
20 Jahre "Liebesg´schichten und Heiratssachen" - Das Geheimnis des Erfolgs

ORF/Wega Film

Elizabeth T. Spira

„Report“: Elizabeth T. Spira im Inlandsreport
Dienstag, 12. März, 21.05 Uhr, ORF 2
Anfang der 80er-Jahre hat sie als Politik-Journalistin in der Vorgängersendung des REPORT gearbeitet – und mit einer Story über die SPÖ-Burgenland und Landeshauptmann Theodor Kery für großes Aufsehen gesorgt. Ihr damaliger Chef, Peter Rabl erinnert sich an den Wirbel, den es danach in der Regierungspartei und im ORF gegeben hat. Eva-Maria Kaiser und Stefan Daubrawa blicken zurück.


ORF III zeigt vier „Alltagsgeschichten“, Porträt und „Dorfer spricht mit Elizabeth Spira“ am 15. März

„Alltaggeschichte: Liebling – Ich bin im Prater“ um 20.15 Uhr
In dieser Folge der „Alltagsgeschichte“ filmte Elizabeth T. Spira im Wiener Prater die Schönen der Nacht, die Strizzis und schlimmen Kids, ruhesuchende Pensionisten, Pferdenarren, Wettkönige und die anderen so genannten Pratermenschen.
Alltagsgeschichte: Liebling - ich bin im Prater

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Herbert Johann Oberländer, Praterbuden-Besitzer

„Alltagsgeschichte: Beim Heurigen“ um 21.00 Uhr
Für diese Folge der „Alltagsgeschichte“ drehte Elizabeth T. Spira mit Kameramann Peter Kasperak beim Heurigen in Wien. Beim Glaserl Wein geht manchem das Herz über.
„Elizabeth Toni Spira - Ich bin nicht wichtig“ um 21.50 Uhr
Elizabeth T. Spira gilt als die Dokumentaristin der österreichischen Seele. Sie ist die Fragende, die stets im Hintergrund blieb und Menschen in den Vordergrund stellte, die sonst nicht so oft zu sehen sind. Nun ändert sich die Perspektive, denn in diesem Porträt stand Spira selbst vor der Kamera und erzählte Regisseur Robert Neumüller aus ihrem Leben.
"Elizabeth Toni Spira - Ich bin nicht wichtig": Elizabeth T. Spira bei einer Donaufahrt

ORF/Wega Film/Robert Neumüller

Elizabeth T. Spira bei einer Donaufahrt

"Alltagsgeschichte: Das kleine Glück im Schrebergarten“ um 22.40 Uhr
In dieser Folge der „Alltagsgeschichte“ begibt sich Elizabeth T. Spira auf die Suche nach dem kleinen Glück im Schrebergarten. Sie drehte in Wien, wo es über 25.000 Schrebergärten gibt.
"Alltagsgeschichte: Das kleine Glück im Schrebergarten": Walter Filcz mit seiner Gartenzwergsammlung

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Walter Filcz mit seiner Gartenzwergsammlung

„Alltagsgeschichte: Am Würstelstand“ um 23.25 Uhr
In dieser Folge der Sendereihe „Alltagsgeschichte“ porträtiert Elizabeth T. Spira Stammkunden am „Würstelstand“. Sie drehte mit Kameramann Peter Kasperak in Wien und Linz.
Alltagsgeschichte: Am Würstelstand

ORF/Cosmos Factory/Peter Kasperak

Herr Franz am Würstelstand in Wien-Floridsdorf

Abschließend steht die Sendung „Dorfer spricht mit Elizabeth Spira“ (0.20 Uhr) auf dem Programm. Dafür tauschte Spira die Rollen und stellte sich den Fragen von Alfred Dorfer.

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