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80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg: "Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf die Reaktionen der Welt"

ORF/Bundesarchiv/Hans Sönnke

Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939: Soldaten zerstören den Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze in der Nähe von Danzig.

Zeitgeschichteschwerpunkt

ORF-Zeitgeschichteschwerpunkt „80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg“

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann der Zweite Weltkrieg – ein von Adolf Hitler entfesselter Krieg, der mit der Eroberung Polens beginnt und 1945 als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts enden sollte. Dem Krieg, der die Welt veränderte, widmet der ORF einen umfassenden Zeitgeschichteschwerpunkt.
ORF 2 (seit 30. August) und ORF III (seit 24. August) zeigen insgesamt zwölf TV-Neuproduktionen, darunter „Menschen & Mächte: Blutiges Edelweiß“ über österreichische Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg, „kreuz und quer: Schwester Courage“, der Dreiteiler „Mit Hitler im Krieg“ und der Zweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich“.
Zudem legen zwei von Tarek Leitner live aus dem ORF-Newsroom präsentierte „Menschen & Mächte“-Sondersendungen den Fokus auf die Ereignisse in den Bundesländern bzw. auf den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA.
Mit „dokFilm: Kulenkampffs Schuhe“, „Universum History: Widerstand im Reich der Mitte. Chinas Schindler“ und dem im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Spielfilm „Vor der Morgenröte“ mit Josef Hader und Barbara Sukowa stehen weitere drei ORF-Premieren auf dem Programm. Beendet wird der Schwerpunkt mit den zwei „Menschen & Mächte“-Neuproduktionen „Auf Wiedersehen Mama, auf Wiedersehen Papa“ und „Lebensborn – Die vergessenen Opfer“.
"Mit Hitler im Krieg: Überfall auf Polen...und Österreich? (3/4)"

ORF/Pammer Film

Kriegsbeginn in Polen. Polnische Infanterie, 1939

Das Fundament des totalitären Staates ist die Lüge. So beginnt auch die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts mit einer Propagandalüge. „Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“, verkündet Adolf Hitler am 1. September 1939. Um den Angriffskrieg zum Verteidigungskampf zu manipulieren, muss Polen als Aggressor und Verursacher des Krieges vorgeführt werden. Hitler, der Politik grundsätzlich und Außenpolitik im Speziellen ausschließlich vom Standpunkt der Unterwerfung betreibt, wird von Frankreich und England, den Siegermächten des Ersten Weltkriegs, erst nach dem Einmarsch in Polen militärischer Widerstand entgegengesetzt. Doch bis dahin ist die Wehrmacht zur besten Kampfmaschine Europas für zeitlich begrenzte, kurze Kriege hochgerüstet. Bis dahin ist ein ganzes Volk uniformiert, Österreich und das Sudetenland in „Blumenkriegen“ erobert und trotz gegenteiliger Versprechen auch der Rest der Tschechoslowakei geschluckt. Die in den westeuropäischen Staatskanzleien praktizierte Politik der Kompromisse, um den Frieden in Europa zu erhalten, die sogenannte „Appeasement“-Politik, ist mit der Unterwerfung Polens als endgültig gescheitert zu betrachten.

Vor dem großen Sterben an den russischen Fronten lag die Phase militärischer Erfolge, die Unterwerfung großer Teile Europas. Nicht erst ab 1941, im geplanten Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion, sondern bereits im September 1939 in Polen wird der Angriffskrieg zum Vernichtungskrieg. Die schnelle Eroberung europäischer Staaten wie Polen, Norwegen, Frankreich, Belgien, Niederlande oder Griechenland, die binnen weniger Wochen erfolgten Kapitulationen erweckten auch bei vielen Skeptikern vorerst den Eindruck der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht und ihres obersten Kriegsherrn. Nach der Unterwerfung Frankreichs befindet sich Hitler am Höhepunkt seiner Macht. Seine Stärke ist die militärische Schwäche seiner Gegner.

Hitler verordnet Aufrüstung und Krieg, um Deutschland von der „Schande der Friedensverträge“ zu befreien, vom sogenannten „Diktat von Versailles“. Doch schon bald sollte deutlich werden, dass man nach dem Ende dieses Krieges mit noch größerer Schande überhäuft sein würde. Zwischen 1938 und 1945 führt Hitler Blumenkriege, Grenzrevisionskriege, Revanchekriege, Wirtschaftskriege, Eroberungskriege, Rassenkriege und Vernichtungskriege.

Für jene Österreicher, die ab 1939 wie Schachfiguren an den unterschiedlichsten Fronten hin- und hergeschoben werden sollten, hatte das Leben im System von Befehl und Gehorsam bereits vorher begonnen. Die gleich nach dem Einmarsch deutscher Truppen einberufenen Rekruten werden durch eine auf Drill, Unterordnung und absolute Befehls- und Führertreue gebaute Ausbildung getrieben. Sie dient der Militarisierung der Gehirne. Psychologisch soll sie den Wunsch nach dem militärischen Ernstfall befördern.

Mehr als 1,2 Millionen Österreicher werden zur Wehrmacht eingezogen. Für rund 250.000 brachte der befohlene Fronteinsatz den Tod. Die meisten sollten während des Russlandfeldzugs sterben, ebenso während der Rückzugsgefechte gegen die immer größere Übermacht der Roten Armee. So mancher dachte, der Krieg werde wohl nach dem Polenfeldzug zu Ende sein, spätestens jedoch nach der erfolgreichen Eroberung Frankreichs. Doch aus der Hoffnung auf einen kurzen Waffengang sollten lange Abschiede von Freiheit und Zivilistenleben werden. Hitlers stetig in Bewegung gehaltene Gewaltspirale wird mit der Kriegserklärung an Amerika am 11. Dezember 1941 zum verordneten Massensterben in einem aussichtslosen Mehrfrontenkrieg.

Die nationalsozialistische Rassen- und Kriegsideologie ermöglicht das sanktionsfreie Ausleben von Sadismus und moralischer Anarchie, die Entkoppelung des soldatischen Handelns von den Prinzipien des Kriegsrechtes und der Humanität. Die einzige Gegenwirklichkeit bleibt das eigene Gewissen, die persönliche Moral. Wer all das zugunsten von Eid, Gehorsam und Befehlstreue über Bord wirft, begibt sich in einen mörderischen Kreislauf stetig steigender Tabubrüche.

Auf der anderen Seite versetzt der verordnete Frontkampf eine überwiegend junge Generation in permanente mentale Ausnahmezustände. Er wird zum elementarsten biografischen Bruch im Leben dieser Männer, bringt die Konfrontation mit Verrohung und den Abbau von Tötungshemmungen. Viele ehemalige Wehrmachtssoldaten haben über diesen inneren Konflikt bis zu ihrem Tod nicht geredet. Andere wiederum detailreich berichtet. „Sie müssen der Jugend diesen Krieg unbedingt in Erinnerung rufen, ihnen sagen, was Krieg überhaupt bedeutet, die meisten wissen ja gar nichts mehr davon“, meinte einer von vielen ehemaligen Wehrmachtssoldaten, die im Laufe der vergangenen Jahre von der „Menschen & Mächte“-Redaktion interviewt wurden.

Andreas Novak, Leiter der ORF-Zeitgeschichteredaktion

Der Zeitgeschichteschwerpunkt in ORF 2

Freitag, 30. August 2019
21.20 Uhr, ORF 2

Eine Dokumentation von
Robert Gokl
Anlässlich der 80. Wiederkehr des Gedenkens an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September setzt sich die Dokumentation mit österreichischen Kriegsteilnehmern zwischen 1939 und 1945 auseinander und damit gleichzeitig mit einem bis dato wenig beachteten Spezialkapitel – mit der 2. und 3., in der Heeresgebirgsjägerschule in Fulpmes gegründeten Gebirgsjägerdivision, die überwiegend aus Österreichern bestand und an allen Kriegsschauplätzen beginnend mit Polen zum Einsatz kam. Auch beim Frankreichfeldzug, speziell dann in Norwegen, beim Russlandfeldzug, an der Eismeerfront, bis zur Partisanenbekämpfung in der Slowakei 1945 ideologisch getragen vom ins 19. Jahrhundert zurückreichenden „Mythos der Gebirgsjäger und ihrer Tapferkeit“, gefestigt im Gebirgskampf in den italienischen Dolomiten zwischen 1915 und 1918 und letztlich pervertiert durch eine Reihe von Kriegsverbrechen während der NS-Jahre. mehr...
"Menschen & Mächte: Blutiges Edelweiß": Soldatenfriedhof in Narvik

ORF/Robert Gokl

Soldatenfriedhof in Narvik

Freitag, 30. August 2019
22.40 Uhr, ORF 2

Eine Dokumentation von
Mike Smith
Unter dem Codenamen „Weiße Maus“ fahndete die Gestapo nach der umtriebigen neuseeländischen Reporterin Nancy Wake – vergebens. Nachdem sie 1938 in Wien Zeugin der Brutalität des Hitler-Regimes geworden war, begann sie sich in Frankreich als Fluchthelferin zu engagieren. Sie wollte ihre Wahlheimat von den Nazis befreien: Dafür ließ sie sich in England zur Agentin ausbilden und kämpfte schließlich in der französischen Résistance. Nancy Wake wurde die meistdekorierte weibliche Militärangehörige der Alliierten. mehr...
"Universum History: Nancy Wake - Gejagt von der Gestapo"

ORF/TV Film International

Freitag, 30. August 2019
23.30 Uhr, ORF 2

Vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierter Spielfilm
Victor Kaufmann und Rudi Smekal sind Freunde seit ihrer Kindheit. Doch Victor landet im KZ und Rudi bei den Nazis. Als Rudi Victor aus dem KZ nach Berlin bringen soll, ändert sich alles. Der jüdische Gefangene wird zum SS-Mann und der Sturmbannführer zum KZ-Häftling. Ein Spiel mit vertauschten Rollen, ein Spiel um Leben und Tod. mehr...
"Mein bester Feind": Moritz Bleibtreu (Victor Kaufmann), Georg Friedrich (Rudi Smekal), Ursula Strauss (Lena)

ORF/Aichholzer Film/Petro Domenigg

Moritz Bleibtreu (Victor Kaufmann), Georg Friedrich (Rudi Smekal), Ursula Strauss (Lena)

Mit Moritz Bleibtreu (Victor Kaufmann), Georg Friedrich (Rudi Smekal), Udo Samel (Jakob Kaufmann), Marthe Keller (Hannah Kaufmann), Ursula Strauss (Lena) u. a.
Regie: Wolfgang Murnberger
Drehbuch: Paul Hengge
Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf die Ereignisse in den Bundesländern
Moderation: Tarek Leitner
'80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg' Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf die Ereignisse in den Bundesländern

ORF

Tarek Leitner

Samstag, 31. August 2019
17.05 bis 18.50 Uhr, ORF 2
Am 1. September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg und damit das größte Massensterben des 20. Jahrhunderts. Diesem letztlich weltgeschichtlichen Ereignis widmet der ORF einen Programmschwerpunkt – u. a. mit zwei von Tarek Leitner moderierten „Menschen & Mächte“-Spezialausgaben live aus dem Newsroom. Die erste Sendung beschäftigt sich mit den Kriegsereignissen in den Bundesländern, die damals „Reichsgaue“ genannt wurden. Was ist dort in den Jahren 1939–1945 geschehen? Wie hat man an der sogenannten „Heimatfont“ den Krieg überlebt? Vor allem in den Jahren, als der Krieg durch alliierte Luftangriffe gleichsam in jenes Land zurückkam, das ihn ausgelöst hatte. Eine zeitgeschichtliche Reise vom Bodensee zum Neusiedler See, die auch bisher wenig Bekanntes thematisiert.
Zu Gast im Studio sind die Historikerin Brigitte Bailer und der Historiker Stefan Karner.
'80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg' - Menschen & Mächte Spezial

ORF/Mauritius Images/SZ Photo Creative/Scherl

Bereitstellung starker deutscher Panzerverbände vor einem Angriff während des Feldzuges gegen Polen im September 1939

Orientierung
Sonntag, 1. September 2019
12.30 Uhr, ORF 2
Mit dem deutschen Überfall auf das katholische Polen begann vor 80 Jahren der Zweite Weltkrieg. Das ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die römisch-katholische Kirche in dieser Situation verhalten hat. Kirchenhistoriker Rupert Klieber beleuchtet sowohl die Position des Vatikans als auch die des österreichischen Klerus. Aber auch die Rolle der evangelischen Kirchen wird in den Blick genommen.
Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA
Moderation: Tarek Leitner
'80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg' - Menschen & Mächte Spezial

ORF/Mauritius Images/Alamy

Im goldenen Glanz eines pazifischen Sonnenaufgangs markieren Kreuze die Gräber amerikanischer Jungen, die ihr Leben gaben, um ein kleines Atoll auf dem Weg zu den Philippinen zu gewinnen. Ein Küstenwächter steht in stiller Ehrfurcht neben der Ruhestätte eines Kameraden. 1944.

Sonntag, 1. September 2019
20.15 bis 21.55 Uhr, ORF 2
Im zweiten „Menschen & Mächte“-Spezial werden die Kriegsereignisse in Europa durch Korrespondentenberichte analysiert: Hitlers Eroberungsfeldzüge in West-, Nord- und Südeuropa, der Feldzug gegen die Sowjetunion und die Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten mitsamt apokalyptischer Niederlage des „Dritten Reichs“ im Mehrfrontenkrieg im Mai 1945. Dazu kommen bisher wenig beleuchtete Themen wie die Schweiz im Zweiten Weltkrieg, die Kriegsfinanzierung, Österreicher im See- und Luftkrieg oder die Unterhaltung der Frontsoldaten durch Theatergruppen.
Die beiden Sendungen verstehen sich gleichzeitig auch als Psychogramm der Kriegsgeneration. Es moderiert Tarek Leitner, im Studio analysiert Hugo Portisch.
Sonntag, 1. September 2019
22.25 Uhr, ORF 2


Eine Dokumentation von Regina Schilling
„Einer wird gewinnen“, „Dalli Dalli“ oder „Die Peter Alexander Show“: Es waren die großen Fernsehhelden der 1960er und 1970er Jahre – Joachim Kulenkampff, Peter Alexander oder Hans Rosenthal –, die eine ganze Generation prägten. Eine Generation, deren Eltern über den Krieg schwiegen und sich lieber gemeinsam vor dem Fernseher der leichten Unterhaltung hingaben. In den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs ging es um harte Arbeit, Erfolg und Stabilität. Die Kriegserlebnisse wurden nicht zum Thema gemacht – weder von den eigenen Eltern noch von den großen Showmastern. Regisseurin Regina Schilling zeigt in ihrer preisgekrönten Dokumentation, wie die Traumata der Vergangenheit verschwiegen und verdrängt worden sind, und verbindet ihre persönliche Familiengeschichte mit der einer ganzen Generation. mehr...
"Kulenkampffs Schuhe": Hätten sie miteinander arbeiten können, wenn sie über ihre Vergangenheit gesprochen hätten.

ORF/Zero One Film

Hätten sie miteinander arbeiten können, wenn sie über ihre Vergangenheit gesprochen hätten.

Freitag, 6. September 2019
22.35 Uhr, ORF 2

Ein Film von Steven R. Talley
Im Zweiten Weltkrieg wurde nicht nur in Europa und Afrika gekämpft, auch Asien war Schauplatz von Kriegshandlungen und Massakern. So richteten japanische Soldaten im Dezember 1937 in Nanjing, der damaligen Hauptstadt der Republik China, ein Blutbad an und ermordeten Tausende Chinesen und Chinesinnen. Doch es gab in Europa und Asien Menschen, die mit großem Mut und Zivilcourage eingriffen. So rettete der deutsche Geschäftsmann John Raabe Tausende Menschen in Nanjing vor dem sicheren Tod. Und in Wien ermöglichte der chinesische Diplomat Feng Shan Ho den von den Nazis verfolgten Wiener Juden und Jüdinnen die Flucht nach Schanghai.
„Universum History“ zeigt ein außergewöhnliches zeitgeschichtliches Dokument, das dem Mut und der Courage der beiden Männer ein Denkmal setzt. mehr...
Widerstand im Reich der Mitte. Chinas Schindler

ORF/ZDF/NARA

Am 13. Dezember 1937 begann der Einmarsch der japanischen Truppen in Nanking (Nanjing).

Sonntag, 15. September 2019
23.05 Uhr, ORF 2


Vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierter Spielfilm
„Vor der Morgenröte“ erzählt aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er von den Nazis in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Der Film ist darüber hinaus eine beklemmend aktuell wirkende Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. mehr...
"Vor der Morgenröte": Josef Hader (Stefan Zweig), Aenne Schwarz (Lotte Zweig)

ORF/DOR Film

Josef Hader (Stefan Zweig), Aenne Schwarz (Lotte Zweig)

Mit Josef Hader (Stefan Zweig), Barbara Sukowa (Friderike Zweig), Aenne Schwarz (Lotte Zweig), Matthias Brandt (Ernst Feder), Charly Hübner (Emil Ludwig), André Szymanski (Joseph Brainin) u. a.
Regie: Maria Schrader und Jan Schomburg
Drehbuch: Maria Schrader
kreuz und quer: Schwester Courage
Dienstag, 24. September 2019
22.35 Uhr, ORF 2


Eine Dokumentation von Klaus T. Steindl
Ihr Widerstand gegen Zwangssterilisation und gegen die NS-Euthanasie gilt als einer der mutigsten Proteste der katholischen Kirche gegen das Nazi-Regime: Anna Bertha Königsegg, Vinzentinerin und Visitatorin des Ordens, agierte erstaunlich offen und dennoch geschickt gegen die Anweisungen des Terrorregimes. So gut sie konnte, stemmte sich die ausgebildete Krankenschwester gegen Abtransporte ihrer geistig behinderten Patienten in den sicheren Tod. Ein Film über eine außergewöhnliche Frau.
"kreuz und quer: Schwester Courage": Constanze Passin (Journalistin), Maria Happel (Anna Bertha Königsegg)

ORF/Meta Film

Constanze Passin (Journalistin), Maria Happel (Anna Bertha Königsegg)

Menschen & Mächte: Auf Wiedersehen Mama, auf Wiedersehen Papa
Dienstag, 5. November
22.35 Uhr, ORF 2


Eine Dokumentation von Robert Gokl
Als sich am 10. Dezember 1938 am Wiener Westbahnhof die Lokomotive in Bewegung setzte, bedeutete jeder zurückgelegte Kilometer für die in den Waggons sitzenden jüdischen Kinder ein Stück mehr Sicherheit, ja Lebensrettung. Das Ziel dieser in der historischen Diktion „Kindertransport“ genannten Reise war England. Bis Jahresende 1938 fahren sechs Züge ab. Zwischen 10. Dezember 1938 und 1. September 1939 rollen insgesamt 22 gegen Westen, Richtung Empire, aber auch in die Schweiz, nach Holland und Frankreich. Knapp 3.000 Mädchen und Burschen konnten bis zum Kriegsausbruch Österreich verlassen und vor Verfolgung und Deportation gerettet werden, ebenso Kinder aus Deutschland, der Tschechoslowakei und Polen. Rund 10.000 Kinder und Jugendliche entkamen so dem sicheren Tod. Der Film thematisiert die unterschiedlichsten Schicksale und Folgen der Kindertransporte. Vom Glückstreffern nach der Ankunft im Exilland bis hin zu Anpassungsproblemen und existenziellem Scheitern. Eines verbindet jedoch die unterschiedlichsten Biografien: Die ehemals als Abschiebung begriffene Abreise als Lebensrettung zu begreifen gelingt vielen, die durch emotionale Ausnahmezustände zu gehen hatten, erst im Erwachsenenalter.
Menschen & Mächte: Lebensborn – Die vergessenen Opfer
Donnerstag, 7. November 2019
22.30 Uhr, ORF 2


Eine Dokumentation von Robert Altenburger; Koproduktion ORF/BR
Die Zuchtanstalten der „arischen Kinder für den Führer“ – damals „Lebensborn“ genannt – waren von karitativen Einrichtungen, wie damals propagiert, weit entfernt. Sie dienten einerseits als „sexual-klinische“ Begattungsinstitute für die Zeugung von „Herrenmenschen“, den Ariern aus dem Labor. Andererseits wurde der von Heinrich Himmler gegründete „Lebensborn“ als Anlaufstelle für die Verschleppung und „Eindeutschung“ mittel- und osteuropäischer Kinder benötigt, aber auch als Geburtsinstitut für die Folgen der Seitensprünge von verheirateten SS-Angehörigen und NS-Funktionären. In der Dokumentation kommen ehemalige Lebensborn-Kinder aus Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien und Norwegen zu Wort. Denn die Lebensborn-Ideologie breitete sich mit Hitlers Angriffskriegen auf die eroberten westeuropäischen Länder aus. Die Betroffenen berichten vom Gefühl der geraubten Identität und der teilweise bis in die Gegenwart reichenden Suche nach ihrer wahren Herkunft.

Der ORF-2-Schwerpunkt im Überblick

Freitag, 30. August
  • Menschen & Mächte: Blutiges Edelweiß (21.20 Uhr, Neuproduktion)
  • Universum History: Nancy Wake – Gejagt von der Gestapo (22.45 Uhr)
  • Mein bester Feind (23.30 Uhr)

Samstag, 31. August
  • Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf die Ereignisse in den Bundesländern (17.05 bis 18.50 Uhr, Neuproduktion)

Sonntag, 1. September
  • Orientierung (12.30 Uhr)
  • Menschen & Mächte Spezial: Sondersendung mit Fokus auf den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA (20.15 bis 21.55 Uhr, Neuproduktion)
  • dokFilm: Kulenkampffs Schuhe (22.25 Uhr, ORF-Premiere)

Freitag, 6. September
  • Universum History: Widerstand im Reich der Mitte. Chinas Schindler (22.35 Uhr, ORF-Premiere)

Sonntag, 15. September
  • Vor der Morgenröte (23.05 Uhr, ORF-Premiere)

Dienstag, 24. September
  • kreuz und quer: Schwester Courage (22.35 Uhr, Neuproduktion)

Dienstag, 5. November
  • Menschen & Mächte: Auf Wiedersehen Mama, auf Wiedersehen Papa (22.35 Uhr, Neuproduktion)

Donnerstag, 7. November
  • Menschen & Mächte: Lebensborn – Die vergessenen Opfer (22.30 Uhr, Neuproduktion)


80 Jahre – 8 Neuproduktionen: ORF-III-Programmschwerpunkt

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, entfesselte Hitler mit seinem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg. ORF III widmet diesem Anlass ab 24. August an drei Wochenenden einen umfassenden „zeit.geschichte“-Schwerpunkt, der verschiedene Facetten beleuchtet. Acht ORF-III-Neuproduktionen rücken dabei vor allem den österreichischen Bezug in den Mittelpunkt: der Vierteiler „Mit Hitler im Krieg“, der Zweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich“ sowie die Dokus „Österreich privat – Die Kriegsjahre“ und „Sie nannten uns Helden“, die sich u. a. mit dem Alltagsleben der Österreicherinnen und Österreicher zur Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie mit der Rolle der österreichischen Soldaten unter der NS-Herrschaft beschäftigen.
Außerdem hat ORF III unter dem Motto „Geschichte erzählt von den Menschen, die sie erlebt haben“ im Rahmen des Gedenkjahres ein Zeitzeugen-Projekt gestartet und sich in einem großangelegten Aufruf auf die Suche nach den Geschichten gemacht, die die Österreicherinnen und Österreicher während der Kriegsjahre erlebt haben. Mehr als 120 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben sich bis jetzt bei ORF III gemeldet, um von ihrem Leben zu erzählen. Mit diesem Projekt sollen die Zeitzeugenberichte für die nachkommenden Generationen bewahrt werden und das kollektive Bewusstsein gestärkt werden, um einer Wiederholung der geschichtlichen Ereignisse entgegenzuwirken. Erste Berichte sind dabei bereits in den Dokumentationszweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich“ eingeflossen. mehr...
Samstag, 24. August
"Der Polenfeldzug":  Adolf Hitler

ORF/Spiegel TV

Adolf Hitler

Zum Auftakt des Schwerpunkts am Samstag, dem 24. August, begibt sich ORF III mit dem Dokuzweiteiler „Der Polenfeldzug“ von Michael Kloft an den Anfangspunkt des Zweiten Weltkriegs. Der erste Teil „Der Nervenkrieg“ (20.15 Uhr) zeigt die letzten Tage in Frieden und die geheimen Kriegsvorbereitungen im Deutschen Reich. Damit das Vorhaben gelingt, beginnt Hitler Scheinverhandlungen mit Frankreich und Großbritannien. Er will eine Intervention der beiden Großmächte verhindern und Deutschland somit einen Vorsprung verschaffen. Mit der Sowjetunion handeln die Nazis den „Hitler-Stalin-Pakt“ aus, mit dem sich die beiden Feinde auf die Aufteilung Polens einigen. Am Abend des 31. August 1939 fingieren die Nazis einen polnischen Angriff auf den Sender Gleiwitz und andere deutsche Orte, mit dem sie der Öffentlichkeit einen Kriegsgrund vorgaukeln. „Der Überfall“ (21.05 Uhr) schildert, wie am Morgen des 1. Septembers 1939 mittels stundenlangem Beschuss polnischer Stellungen der Zweite Weltkrieg ausgelöst wird. Gleichzeitig rücken deutsche Panzer- und Lastwagen-Kolonnen über die Grenze vor. Auf mehrere polnische Städte gehen die ersten Bomben nieder. Der „Polenfeldzug“ endet nach 36 Tagen am 6. Oktober 1939, als die letzten polnischen Truppen kapitulieren. Doch mit dem Überfall auf Polen erklären Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg.

Danach präsentiert die „zeit.geschichte“ die ORF-III-Neuproduktion „Sie nannten uns Helden“ (21.55 Uhr). Vom NS-Staat wurden sie für ihre Taten gefeiert. Ihr Mut auf dem Schlachtfeld oder ihre Mitgliedschaft in besonders angesehene Waffengattungen und Eliteeinheiten machte sie zu Helden des „Dritten Reichs“. Doch ihre anfängliche Euphorie über die leicht errungenen Siege der Wehrmacht wich, angesichts des Kriegsgrauens, herber Ernüchterung. Nach Luftkämpfen und Panzerschlachten in Russland, der Ukraine und Nordafrika erlebten die späteren Veteranen in aussichtslosen Rückzugsgefechten an allen Fronten den sinnlosen Tod von Millionen und den Untergang der ihnen damals vertrauten Welt. Offen und selbstkritisch berichten die einst Gefeierten in der Dokumentation von Claudia und Helmut Berg über ihre Verstrickungen und Fehleinschätzungen. Ihr Wunsch heute: Mahner und Aufklärer zu sein.
Samstag, 31. August
Einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren nähert sich die „zeit.geschichte“ dem Ereignis aus verschiedenen Blickwinkeln. Um 8.40 Uhr sucht ORF III in „Geheimnisse des Dritten Reiches“ den Keim allen Übels in „Hitlers Familie“. Danach folgen die von Barbara Necek gestaltete Dokumentation „Maginot gegen Siegfried – Verteidigungslinien des Zweiten Weltkriegs“ (9.25 Uhr), weiters das Dakapo des Zweiteilers „Der Polenfeldzug“ (10.25 bzw. 11.15 Uhr) sowie der Dokuvierteiler „Chronik des 3. Reichs“ (ab 11.555 Uhr) von Michael Kloft. In chronologischer Reihenfolge beleuchten die Folgen „1933–1935: Gleichschaltung“ (11.55 Uhr), „1936–1939: Der Weg zum Krieg“ (12.40 Uhr), „1939–1942: Krieg und Vernichtung“ (13.25 Uhr) und „1942–1945: Der Untergang“ (14.15 Uhr) die Schreckensjahre der NS-Herrschaft. Anschließend steht der Zweiteiler „Zweiter Weltkrieg“ mit „Der erste Tag“ (15.00 Uhr) und „Das erste Opfer“ (15.55 Uhr) von Christian Frey auf dem Programm.
Im Hauptabend präsentiert ORF III gleich vier Neuproduktionen. Den Anfang machen die ersten drei Teile des neuen ORF-III-Dokuvierteilers „Mit Hitler im Krieg“, der die unterschiedlichen Wege österreichischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg beleuchtet. „An Hitlers Seite“ (20.15 Uhr) von Hubert Nowak zeichnet den Weg der „Ostmark“ nach dem „Anschluss“ der österreichischen Soldaten in die deutsche Wehrmacht nach, der vom Einsatz österreichischer Gebirgstruppen bei der Besetzung Norwegens bis zum Tod Tausender Österreicher in Stalingrad geprägt war. Der zweite Teil „Opfer und Täter“ (21.10 Uhr), ebenfalls von Hubert Nowak, geht der Frage nach, warum sich Angehörige der Wehrmacht zu Werkzeugen der NS-Vernichtungsideologie machen ließen. Porträtiert werden einige der besonders „prominenten“ Kriegsverbrecher wie die Generäle Franz Böhme und Alexander Löhr, die im Nürnberger Prozess ebenso verurteilt und danach hingerichtet wurden wie die SS-Funktionäre Ernst Kaltenbrunner oder Arthur Seyß-Inquart. Andere, wie Generaloberst Lothar Rendulic, der erst später in Jugoslawien verurteilt und dann wieder entlassen wurde, sind Beispiele dafür, wie langsam die gesellschaftliche Aufarbeitung der Gräueltaten während des Krieges verlief. Der dritte Teil der Dokureihe „Mit Hitler im Krieg – Überfall auf Polen“ von Alfred Schwarz (22.00 Uhr) spricht die Erwartungen an, die Polen in den militärischen Widerstand gegen Hitler-Deutschland setzte. Denn während es in Polen keinen Zweifel darüber gab, dass gegen den historischen Erzfeind Deutschland Widerstand geleistet werden muss, erwartete man sich nicht die erfolgreiche Verteidigung Polens, sondern erhoffte sich bei eigenem Widerstand ein sofortiges Eingreifen Frankreichs und Englands. Doch die rasche militärische Unterstützung der beiden Westmächte blieb aus und Polen wurde zum ersten Opfer des Zweiten Weltkriegs.
"Mit Hitler im Krieg: Überfall auf Polen...und Österreich? (3/4)"

ORF/Pammer Film

Kriegsbeginn in Polen, Flugzeugbombe

Der Abend schließt mit der ORF-III-Neuproduktion „Österreich privat – Die Kriegsjahre“ (22.50 Uhr). Das Filmarchiv Austria hat mit landesweiten Aufrufen mehr als 100.000 Amateurfilme zusammengetragen, die das Alltagsleben zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zeigen. Regisseur Ernst A. Grandits bereitete den privaten Filmschatz auf – das Ergebnis ist ein Bild Österreichs abseits offizieller Berichterstattung oder beschönigter Propagandafilme, eine private Innenansicht des Zweiten Weltkriegs in der Alpenrepublik.
Sonntag, 1. September
Zum historischen Jahrestag zeigt die „zeit.geschichte“ ab 9.55 Uhr die Dakapos der ORF-III-Neuproduktionen vom Vortag, beginnend mit „Österreich privat – Die Kriegsjahre“ (9.55 Uhr) sowie die „Mit Hitler im Krieg“-Episoden „Überfall auf Polen und Österreich“ (10.45 Uhr), „An Hitlers Seite“ (11.30 Uhr) und „Opfer und Täter“ (12.20 Uhr). Ab 13.05 Uhr folgt der Dokuzweiteiler „Hitler und Churchill – Rivalen des Zweiten Weltkriegs“ von David Korn-Brzoza, der den Werdegang dieser zwei historischen Figuren gegenüberstellt. Ab 14.40 Uhr folgt das Dakapo des Dokuvierteilers „Chronik des 3. Reichs“.
"Hitler und Churchill – Rivalen des Zweiten Weltkriegs (2/2)": Winston Churchill, Adolf Hitler

ORF/ZED

Winston Churchill, Adolf Hitler

Samstag, 7. September
Zum Abschluss des Schwerpunkts stehen drei weitere Dokupremieren auf dem Programm. Die zweiteilige ORF-III-Neuproduktion „Die Kriegsjahre in Österreich“ von Karin Schiller blickt zurück auf die Zeit von 1939 bis 1945 und beschreibt die politischen Verhältnisse während der NS-Diktatur sowie die Auswirkungen, die der Krieg auf das Leben der Österreicherinnen und Österreicher hatte. Teil eins „Der Weg in den Krieg“ (20.15 Uhr) behandelt die ersten Jahre der Nazi-Herrschaft in der nunmehr „Ostmark“ genannten Region. Nach dem „Anschluss“ 1938 vollzieht sich die ideologische und wirtschaftliche Gleichschaltung Österreichs. Das Leben wird von der nationalsozialistischen Partei und Ideologie bestimmt, die Verfolgung von Juden, Oppositionellen und anderen Minderheiten beginnt und kostet unzählige Menschenleben. Die österreichische Wirtschaft bekommt die Aufgabe, für den aufziehenden Krieg zu rüsten. Mit dessen Beginn werden auch Österreichs Männer in die Wehrmacht eingezogen. Der zweite Teil „Der Krieg kommt ins Land“ (21.00 Uhr) schildert die immer dramatischere Situation in Österreich angesichts der Wende im Krieg. Spätestens ab dem Jahr 1943 scheint eine Niederlage des NS-Regimes unausweichlich, die Alliierten gewinnen mehr und mehr die Oberhand. Der Zweite Weltkrieg, der bis dato in teils weit entfernten Regionen tobte, erreicht nun das Deutsche Reich selbst – und gerade auch Österreich, dessen Industriefabriken riesige Mengen an Kriegsmaterial für Hitlers Armeen produzieren. Gleichzeitig verfolgen die Nazis weiter ihren wahnsinnigen Plan von der Vernichtung des Judentums und ermorden Zehntausende österreichische Jüdinnen und Juden.
"Die Kriegsjahre in Österreich: Der Krieg kommt ins Land (2/2)": Helga David

ORF/Pammer Film

Helga David

Den Abschluss des Schwerpunkts bildet schließlich der vierte Teil der Dokumentationsreihe „Mit Hitler im Krieg“. „Unter fremden Fahnen“ (21.55 Uhr) von Birgit Mosser-Schuöcker rückt den österreichischen Widerstand gegen Hitler ins Zentrum. Sie gefährdeten ihr Leben, obwohl sie es gerade erst gerettet hatten. Sie kämpften gegen Landsleute. Ihre Kameraden begegneten ihnen oft mit Misstrauen. Als sie nach dem Krieg als Sieger in die Heimat zurückkehrten, schlug ihnen Gleichgültigkeit oder Ablehnung entgegen. Wer waren die Männer und Frauen, die sich alliierten Armeen anschlossen, um ihre Heimat von der Nazi-Herrschaft zu befreien? Während des Zweiten Weltkriegs kämpften Wehrmachtsdeserteure und (meist jüdische) Flüchtlinge in den Reihen der Alliierten gegen das NS-Regime. Bis heute ist das Schicksal dieser Männer und Frauen in Österreich wenig aufgearbeitet. In der Dokumentation kommen ehemalige Soldaten und Historiker wie Peter Pirker zu Wort und zeichnen spektakuläre Einsätze wie die Operation „Greenup“ nach, die die Vorlage zum Blockbuster „Inglourious Basterds“ war.
"Mit Hitler im Krieg: Unter fremden Fahnen (4/4)": Operation Greenup, amerik. Spione österr. Herkunft.

ORF/Pammer Film

Operation "Greenup", amerikanische Spione österreichischer Herkunft.

Der ORF-III-Schwerpunkt im Überblick

Samstag, 24. August
  • Der Polenfeldzug (1/2): Der Nervenkrieg (20.15 Uhr)
  • Der Polenfeldzug (2/2): Der Überfall (21.05 Uhr)
  • Sie nannten uns Helden (21.55 Uhr, Neuproduktion)

Samstag, 31. August
  • Geheimnisse des Dritten Reiches – Hitlers Familie (8.40 Uhr)
  • Maginot gegen Siegfried – Verteidigungslinien des 2. Weltkriegs (9.25 Uhr)
  • Der Polenfeldzug (1/2): Der Nervenkrieg (10.25 Uhr)
  • Der Polenfeldzug (2/2): Der Überfall (11.15 Uhr)
  • Chronik des 3. Reichs, 1933–1935: Gleichschaltung (11.55 Uhr)
  • Chronik des 3. Reichs, 1936–1939: Der Weg zum Krieg (12.40 Uhr)
  • Chronik des 3. Reichs, 1939–1942: Krieg und Vernichtung (13.25 Uhr)
  • Chronik des 3. Reichs, 1942–1945: Der Untergang (14.15 Uhr)
  • Zweiter Weltkrieg – Der erste Tag (1/2) (15.00 Uhr)
  • Zweiter Weltkrieg – Das erste Opfer (2/2) (15.55 Uhr)
  • Mit Hitler im Krieg – An Hitlers Seite (1/4) (20.15 Uhr, Neuproduktion)
  • Mit Hitler im Krieg – Opfer und Täter (2/4) (21.10 Uhr, Neuproduktion)
  • Mit Hitler im Krieg – Überfall auf Polen (3/4) (22.00 Uhr, Neuproduktion)
  • Österreich privat – Die Kriegsjahre (22.50 Uhr, Neuproduktion)

Sonntag, 1. September
ganztags Dakapos und Dokumentationen zum Schwerpunkt (ab 9.55 Uhr)
  • Österreich privat – Die Kriegsjahre (9.55 Uhr, WH. v. Samstag)
  • Mit Hitler im Krieg – Überfall auf Polen (3/4) (10.45 Uhr, WH v. Samstag)
  • Mit Hitler im Krieg – An Hitlers Seite (1/4) (11.30 Uhr, WH v. Samstag)
  • Mit Hitler im Krieg – Opfer und Täter (2/4) (12.20 Uhr, WH v. Samstag)
  • Hitler und Churchill – Rivalen des Zweiten Weltkriegs (1/2) (13.05 Uhr)
  • Hitler und Churchill – Rivalen des Zweiten Weltkriegs (2/2) (13.55 Uhr)
  • Chronik des 3. Reichs, 1933–1935: Gleichschaltung (14.40 Uhr, WH v. Sa)
  • Chronik des 3. Reichs, 1936–1939: Der Weg zum Krieg (15.30 Uhr, WH v. Sa)
  • Chronik des 3. Reichs, 1939–1942: Krieg und Vernichtung (16.15 Uhr, WH/Sa)
  • Chronik des 3. Reichs, 1942–1945: Der Untergang (17.05 Uhr, WH v. Samstag)

Samstag, 7. September
  • Die Kriegsjahre in Österreich – Der Weg in den Krieg (1/2) (20.15 Uhr, Neuproduktion)
  • Die Kriegsjahre in Österreich – Der Krieg kommt ins Land (2/2) (21.00 Uhr, Neuproduktion)
  • Mit Hitler im Krieg – Unter fremden Fahnen (4/4) (21.55 Uhr, Neuproduktion)

Zeitgeschichteschwerpunkt barrierefrei im ORF

Ab Freitag, dem 30. August 2019, sendet der ORF seinen umfangreichen Zeitgeschichteschwerpunkt anlässlich „80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg“. Zahlreiche Neuproduktionen, Sondersendungen, Spezialausgaben und Live-Diskussionen widmen sich dem Zweiten Weltkrieg, der am 1. September 1939 mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen begann und 1945 in einem Europa als Trümmerhaufen endete.
In ORF 2 werden alle Sendungen des Weltkriegsschwerpunkts barrierefrei mit Untertiteln für das gehörlose und hörbeeinträchtigte Publikum ausgestrahlt. Den Anfang macht die „Menschen & Mächte“-Neuproduktion „Blutiges Edelweiß“ (30. August, 21.20 Uhr), die im ORF TELETEXT auf Seite 777 untertitelt wird. Am 31. August (17.05 Uhr) und 1. September (20.15 Uhr) folgen zwei von Tarek Leitner präsentierte „Menschen & Mächte Spezial“-Sendungen, live aus dem ORF-Newsroom, mit Fokus auf den Ereignissen in den Bundesländern bzw. auf den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA. Beide Sendungen werden ebenfalls untertitelt und zusätzlich in ORF 2 Europe live in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt. Außerdem mit Untertiteln werden im Programm ORF 2 der „dokFilm: Kulenkampffs Schuhe“ (1. September), „Universum History: Widerstand im Reich der Mitte. Chinas Schindler“ (6. September) und der ORF-kofinanzierte Spielfilm „Vor der Morgenröte“ (15. September) mit Josef Hader als Stefan Zweig ausgestrahlt sowie „kreuz und quer: Schwester Courage“ (24. September) über den Widerstand der Vinzentinerin Anna Bertha Königsegg. Den Schwerpunkt beenden am 7. November die beiden „Menschen & Mächte“-Neuproduktionen „Auf Wiedersehen Mama, auf Wiedersehen Papa“ über sogenannte „Kindertransporte“ nach Westen, durch die rund 10.000 Kinder und Jugendliche dem sicheren Tod entkamen, und „Lebensborn – Die vergessenen Opfer“.
Auch ORF III widmet sich dem Programmschwerpunkt mit zahlreichen Neuproduktionen und hat im Rahmen des Gedenkjahres ein Zeitzeugen-Projekt gestartet. Den daraus entstandenen Dokumentationszweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich", zu sehen am 7. September, um 20.15 und 21.00 Uhr in ORF III, wird ebenfalls mit Untertiteln ausgestrahlt.

Ö1-Schwerpunkt „80 Jahre Zweiter Weltkrieg“

 Ö1 - Sujet

ORF.at/Roland Winkler

In „Betrifft:Geschichte“ von Montag, dem 26., bis Freitag, den 30. August, jeweils um 17.55 Uhr in Ö1 erklärt der Medienhistoriker Fritz Hausjell, wie das NS-Regime die Bevölkerung auf den Weltkrieg einstimmte.

Im „Salzburger Nachtstudio“ am Mittwoch, dem 28. August, um 21.00 Uhr erinnern sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an jenen Schicksalstag, als der Zweite Weltkrieg ausbrach, selten gehörte Tondokumente belegen neue Facetten von Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg und Persönlichkeiten der Geschichtswissenschaft analysieren die Hintergründe von Genozid und Totalem Krieg.

„Dem Rad in die Speichen fallen“ lautet der Titel einer zweiteiligen „Logos“-Ausgabe, die sich mit der Frage beschäftigt, ob Krieg gerechtfertigt sein kann – am 31. August und am 7. September jeweils um 19.05 Uhr.

„Die Ö1 Jazznacht“ wirft am Samstag, dem 31. August, ab 23.15 Uhr einen Blick auf die andere Seite des Atlantiks zu jener Zeit: Während mit dem Überfall deutscher Truppen auf Polen in Europa der Krieg begann, belegte Glenn Miller mit seiner „Sunrise Serenade“ Platz 1 der Billboard Charts.

Religiös motivierter Pazifismus einst und heute ist Thema in „Lebenskunst“ am Sonntag, dem 1. September, um 7.05 Uhr.

Unter dem Titel „Helfen in Krieg und Frieden“ nimmt der Historiker und Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes Gerald Schöpfer in seinen „Gedanken für den Tag“ jene Menschen in den Blick, die bisweilen sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um Kranken und Verwundeten zu helfen – von Montag, dem 2., bis Samstag, den 7. September, jeweils um 6.56 Uhr.

„Der Volksempfänger – Mit Propaganda in den Zweiten Weltkrieg“ ist Thema des „Radiokollegs“ von Montag, dem 2., bis Donnerstag, den 5. September, jeweils um 9.30 Uhr in Ö1. Die Propaganda ist in antirepublikanischen Zeiten von immenser Bedeutung, im „Dritten Reich“ war sie der zentrale Faktor des Machtausbaus und der Machterhaltung. Dabei setzten die Nationalsozialisten die ganze Palette der damals zur Verfügung stehenden medialen Mittel ein: Presse, Plakate, Ausstellungen, Filme und das damals im Rang eines Massenmediums stehende Radio. Der Rundfunk wird zu DEM Propaganda-Instrument des „Dritten Reichs“. „Ganz Deutschland hört den Führer – mit dem Volksempfänger“ lautete eine damals übliche Werbung. In leichter Abwandlung des bekannten Slogans kann man sagen, Rundfunk in der Nazi-Zeit bedeutete: „Ein Volk, ein Reich, ein Rundfunk“. Joseph Goebbels, Hitlers Propagandaminister, kontrollierte persönlich das Programm, denn die Nazis wussten um die Bedeutung des populären Mediums, der Rundfunk sollte zu einem Hauptmittel der Propaganda werden. Schon bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 zeigte sich, wie die Nationalsozialisten das Radio einsetzen. Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky schrieb später: „Wir begannen im Rundfunk mit einer phantastischen Welle politischer Beeinflussung, Agitation und Propaganda in jeder Form.“ Die Hitler-Rede wurde zum Fixpunkt des Programms, davor und danach gab es das Wunschkonzert.

In der Musikviertelstunde des „Radiokollegs“ stehen von Montag, dem 2., bis Donnerstag, den 5. September, jeweils um 9.45 Uhr jüdische Lieder aus dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt. Hoffnung und Angst, Verzweiflung und der eiserne Wille zum Widerstand, Rachegelüste und schwarzer Humor – das sind nur einige der Emotionen, die osteuropäische Juden zwischen 1943 und 1947 in ihren Liedern zum Ausdruck brachten. Die einen dienten als Soldaten in der Roten Armee, andere überlebten von den deutschen Nationalsozialisten errichtete Ghettos in der Ukraine. „Hitler kann uns nur mehr in der Nacht umbringen, wenn wir von ihm träumen“, heißt es zum Beispiel in einem Lied von jüdisch-sowjetischen Soldaten. Ein anderes lobt Stalin als den „Helden“ und Bezwinger „fun Hitlern, dem farflukhtn daytshn“. Der derart gepriesene sowjetische Machthaber zeigte freilich wenig Interesse an der jüdischen Kultur. Die russischen Forscher, die die Lieder wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten und sammelten, wurden verhaftet und ihre Unterlagen konfisziert. Ein halbes Jahrhundert später gelang es der an der Universität Toronto in Kanada lehrenden Historikerin Anna Shternshis, eine neue Sammlung zu erstellen. 2017 entstand gemeinsam mit russischen und kanadischen Musikerinnen und Musikern das Album „Yiddish Glory“.

„Der Hitler-Stalin-Pakt und der Beginn des Zweiten Weltkriegs“ ist Thema des Historikers Hans Schafranek in „Betrifft: Geschichte“ von Montag, dem 2., bis Freitag, den 6. September, jeweils um 17.55 Uhr in Ö1.

Das „Journal-Panorama“ plant am 4. September um 18.25 Uhr eine Mittwochsrunde zum Thema „80 Jahre Ausbruch des Zweiten Weltkriegs“, bei der zwei Aspekte im Mittelpunkt stehen: Welche Themen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg beforschen junge Historiker und Historikerinnen heute und wo haben sie einen anderen Blick auf die Geschichte als ältere Generationen? Und welche Bedeutung hat der Zweite Weltkrieg heute noch für die einzelnen Nationen? In Polen ist er im kollektiven Bewusstsein anders abgespeichert als in Russland, den USA, in Deutschland oder Österreich. Auch 80 Jahre danach hat die Interpretation der damaligen Ereignisse großen Einfluss auf Selbstwahrnehmung und nationale Identität.

„Das vergessene SS-Polizeihaftlager Fort Breendonk“ ist Thema der „Dimensionen“ am Mittwoch, dem 4. September, um 19.05 Uhr in Ö1. Der bekannte österreichische Schriftsteller Jean Améry beschrieb in dem in viele Sprachen übersetzten Essay „Die Tortur“, wie ihn SS-Soldaten 1943 im belgischen Fort Breendonk folterten. „Es ist noch immer nicht vorbei. Ich baumele noch immer, zweiundzwanzig Jahre danach, an ausgerenkten Armen über dem Boden, keuche und bezichtige mich. Da gibt es kein ‚Verdrängen‘.“ Jean Améry – eigentlich Hans Maier – war einer der 32 Österreicher, die im KZ Breendonk inhaftiert waren. Hier wurden nicht nur führende Vertreter der belgischen Résistance festgehalten, sondern auch etliche österreichische Widerstandskämpfer. Dieses sogenannte Polizeihaftlager oder SS-Auffanglager ist fast vollständig erhalten geblieben, so wie die britischen Truppen es am 4. September 1944 vorfanden. Erstaunlicherweise ist Breendonk aber fast völlig unerforscht, meint Zeithistoriker Hans Schafranek. Der NS-Forscher hat in zehn Archiven in Belgien, Deutschland, Russland und Österreich recherchiert und erstmals ein umfassendes Bild der brutalen Haftbedingungen, der rund 3.600 Inhaftierten sowie der Täter entworfen. Er hat damit eine Leerstelle der österreichischen Erinnerungskultur geschlossen. Am 4. September 2019 jährt sich die Befreiung Breendonks durch alliierte Truppen zum 75. Mal.

Unter dem Titel „Die Opfer der NS-Euthanasie“ bringen die „Dimensionen“ (19.05 Uhr) am Donnerstag, dem 5. September, eine Bestandsaufnahme der Tarn- und Täuschungssysteme der NS-Euthanasie und werfen einen Blick auf den Umgang mit diesem dunklen historischen Kapitel.

Im „Ö1 Hörspiel“ (14.00 Uhr) ist am Samstag, dem 7. September, Bertolt Brechts episches Theater „Mutter Courage und ihre Kinder“ in Wienerischer Fassung zu hören. In der ORF-Produktion aus dem Jahr 1972 wirken Lya Dulizkaya, Elisabeth Danihelka, Wolfgang Gasser, Kurt Sobotka, Ossy Kolmann, Erwin Groß, Guido Wieland, Walter Gellert, Elisabeth Stiepl, Christian Futterknecht u. a. mit, Regie: Edwin Zbonek. Mutter Courage spielt im Dreißigjährigen Krieg. Sie, die Marketenderin, lebt vom Krieg. Der Krieg nimmt ihr ihre Söhne, am Tod des jüngeren wird sie durch ihre Profitgier mitschuldig. Dennoch bejaht die Courage den Krieg und hofft auf dessen Fortsetzung ... Brechts Theaterstück gilt als Warnung an die, die 1938/39 noch hofften, durch geschicktes Handeln mit dem Krieg umgehen zu können. Aus heutiger Sicht ist die „Courage“ ein Stück, das sich gegen Glaubenskriege und Nationalismen richtet.

Das Programm ist im Detail unter oe1.ORF.at/zweiterweltkrieg abrufbar.


ORF.at, ORF-TVthek und ORF TELETEXT

ORF.at begleitet den Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs mit einem „Vollformat“ – einer multimedial aufbereiteten Geschichte über die Ereignisse rund um den von Adolf Hitler befohlenen Angriff auf Polen, wo auch historische Beiträge, Audio- und Videomaterial integriert werden. Zu Wort kommen darin Zeit- und Augenzeug/innen. Mit Hilfe von Fachleuten werden die Ereignisse historisch eingeordnet. Darüber hinaus wird ORF.at im Rahmen seiner Berichterstattung weitere Aspekte der Ereignisse von 1939 beleuchten. Science.ORF.at wird ebenso redaktionelle Themenschwerpunkte bereitstellen.
ORF-TVthek-Videoarchiv „80 Jahre Zweiter Weltkrieg – Die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts“
Auf der ORF-TVthek werden Live-Streams und Video-on-Demand-Angebote aller Sendungen und Beiträge des ORF-Fernsehprogrammschwerpunkts bereitgestellt, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, und ein „Im Fokus“-Themenschwerpunkt eingerichtet. Darüber hinaus wird in der Rubrik „History“ das neue Videoarchiv „80 Jahre Zweiter Weltkrieg – Die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts“ bereitgestellt. Das neue Online-Archiv beinhaltet Video-Beiträge aus den vergangenen Jahrzehnten, die sich mit Beginn, Verlauf und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs befassen. Neben einzelnen Kriegsschauplätzen und Hitlers Aufstieg werden vor allem die Gräueltaten der Nationalsozialisten thematisiert. Dem Alltag der Zivilisten zu Kriegszeiten wird genauso Platz eingeräumt wie Widerstandskämpfern und deren Gegenwehr gegen das NS-Regime. Zeitzeugenberichte, mahnende Reden und Gedenkveranstaltungen stellen den gegenwärtigen Umgang mit Österreichs Vergangenheit dar und zeigen nach wie vor existierende Lücken in der Geschichtsaufarbeitung.
Anlässlich des 80. Jahrestages des Ausbruchs widmet sich auch der ORF TELETEXT der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. In der aktuellen Berichterstattung wird u. a. ausführlich über Gedenkveranstaltungen informiert, im Rahmen der Programminformationen ab Seite 300 werden darüber hinaus die Sendungen des ORF-Programmschwerpunkts angekündigt.

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