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Wir spielen für Österreich - Mozart@home

ORF/Andreas Hechenberger

Rolando Villazón

24.5. | 20:15

„Wir spielen für Österreich“: Fortsetzung der ORF-Konzertreihe mit „Mozart@home“ aus der Stiftung Mozarteum am 24. Mai in ORF III

Camerata Salzburg und Mozarteumorchester begleiten u. a. Villazón, Crebassa und Ottensamer; außerdem: musikalischer Gruß von Barenboim aus Berlin
Wir spielen für Österreich - Mozart@home

ORF/ORF III/fidelio

Barbara Rett, Rolando Villazón

Sonntag, 24. Mai 2020,
20.15 Uhr, ORF III
Nach drei erfolgreichen Live-Konzerten in Kooperation mit der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien und den Vereinigten Bühnen Wien aus dem ORF RadioKulturhaus wird die von ORF III initiierte Reihe „Wir spielen für Österreich“ nun mit einem weiteren musikalischen Event der Extraklasse fortgesetzt. Unter dem Titel „Mozart@home“ steht am Sonntag, dem 24. Mai 2020, um 20.15 Uhr im Rahmen von „Erlebnis Bühne LIVE“ in ORF III und auf der Klassikplattform fidelio, ein glanzvolles Konzertereignis in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum Salzburg ganz im Zeichen des weltberühmten Komponisten und seiner Geburtsstadt Salzburg.
Durch den Abend mit Auftritten hochkarätiger Künstlerinnen und Künstler, live-zeitversetzt aus dem prunkvollen Großen Saal des Mozarteums bzw. in Zuspielungen von bedeutenden Mozart-Schauplätzen, führen Startenor und Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón (im Konzertsaal) und ORF-Kulturlady Barbara Rett.
Für gesangliche Darbietungen sorgen neben Rolando Villazón u. a. die mit der Mozartwoche und den Salzburger Festspielen eng verbundene französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa, der gebürtige Salzburger Bariton Rafael Fingerlos und die US-amerikanische Sopranistin Andrea Carroll sowie der Bachchor Salzburg. Musikalischen Hochgenuss garantieren u. a. Klarinettist Daniel Ottensamer, Hornist Radovan Vlatković, weiters Violinist Emmanuel Tjeknavorian und Pianist Julius Zeman, die gemeinsam auf Originalinstrumenten Mozarts spielen werden.
Starpianist und Dirigent Daniel Barenboim konnte für eine musikalische Grußbotschaft aus Berlin gewonnen werden. Er spielt den 2. Satz aus der Klaviersonate KV 330. Weiters ist Nachwuchstalent Marie Sophie Hauzel mit einem Satz des Klavierkonzerts in A-Dur KV 414 zu erleben. Die Darbietung des 3. Satzes aus Mozarts letztem Klavierkonzert KV 595 musste Starpianist Rudolf Buchbinder aus terminlichen Gründen absagen.
Einen besonderen Auftritt bei „Mozart@home“ hat der Schauspieler und langjährige Salzburger „Jedermann“ Cornelius Obonya, der in Mozarts Geburtshaus aus den berührenden Briefen Mozarts an Vater Leopold lesen wird.
"Wir spielen für Österreich - Mozart@home": Cornelius Obonya

ORF/ORF III/Ernst Kainerstorfer

Cornelius Obonya

Großteils werden die Solistinnen und Solisten des Abends von Musikerinnen und Musikern der Camerata Salzburg und des Mozarteumorchesters Salzburg in musikalischer Einrichtung von Shane Woodborne begleitet.
Das Konzert wird als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung für sieben Tage als Video-on-Demand weltweit via ORF-TVthek (TVthek.ORF.at) bereitgestellt. Die Klassikplattform fidelio (www.myfidelio.at) präsentiert den Abend ebenfalls live bzw. anschließend auf Abruf in der Klassithek. Zur Einstimmung auf das Konzert bietet fidelio allen Klassikfans einen umfangreichen Themenschwerpunkt zur Stiftung Mozarteum Salzburg u. a. mit Produktionen von der Salzburger Mozartwoche wie „T.H.A.M.O.S“ (2019) und „Pùnkitititi!“ (2020), aber auch Archivschätze wie etwa Händels Orgelkonzerte mit Karl Richter aus 1971.
In 3sat ist das Konzert am Samstag, dem 8. August, (Uhrzeit wird noch bekanntgegeben) zu sehen.

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber:

„Ganz bewusst haben wir uns zu Beginn der Corona-Krise entschieden, trotz schwierigster Bedingungen gemeinsam mit unseren Kulturpartnern (Live-)Konzerte für unser Publikum zu produzieren und so das Bedürfnis nach dem intellektuellen Grundnahrungsmittel Kultur zu stillen. Der enorme Publikumszuspruch der ersten Konzerte unserer Reihe ‚Wir spielen für Österreich‘ hat gezeigt, dass gerade in Zeiten der Krise ein besonders hoher Bedarf an Live-Ereignissen aus Kunst und Kultur besteht. Daher erfüllt es mich mit großer Freude, dass ‚Wir spielen für Österreich‘ in Kooperation mit unseren Kulturpartnern in den Bundesländern eine Weiterführung erlebt. Unser erster musikalischer Exkurs führt in die Mozartstadt Salzburg, in den Konzertsaal der Stiftung Mozarteum Salzburg. Ich danke allen Beteiligten, allen voran Präsident Johannes Honsig-Erlenburg und Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón, deren Engagement ein solch qualitatives Programm unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen ermöglicht hat.“

Dr. Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum Salzburg:

„Wir freuen uns sehr, mit dem ORF ‚Wir spielen für Österreich: Mozart@home‘ bei uns in der Stiftung Mozarteum erstmals außerhalb von Wien umsetzen zu können. Das ist nicht nur ein besonderes musikalisches Lebenszeichen in unserer unsagbar konzertlosen Corona-Zeit. Das ist auch eine Botschaft an alle Menschen, mit der Musik Mozarts und den besonderen Eindrücken aus Salzburg den derzeit gar nicht erfreulichen Alltag ein wenig hinter sich zu lassen; zumindest auf die Dauer von Don Ottavios ‚Il mio tesoro‘ oder Mozarts verspielter Freude im 3. Satz seines Klavierkonzerts KV 595. Sie werden das Ihre finden!“

Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón:

„In dieser Zeit der großen Herausforderungen für uns alle ist es eine unbeschreibliche Freude für mich, die Musik Mozarts mit ihrer heilenden Kraft und Stärke zu den Menschen nach Hause zu bringen. Salzburg ist eine der wichtigsten Musikhauptstädte der Welt und in der Stiftung Mozarteum feiern wir den bedeutendsten Sohn der Stadt jeden Tag. Wir hoffen, dass wir den Menschen mit unserem Programm ‚Mozart@home‘ ein bisschen Licht schenken können. Wir können uns gerade nicht umarmen, aber in Mozarts Musik kommen wir dennoch alle zusammen. Und können gemeinsam lächeln.“

Violinist Emmanuel Tjeknavorian:

„Als der Komponist Hasse Mozart hörte, sagte er: ‚Dieser Knabe wird uns alle vergessen machen.‘ Das Wort ‚vergessen‘ möchte ich anders verwenden. Mit der Kraft von Mozarts Musik können wir gerade jetzt Leid und Not für wertvolle Augenblicke hinter uns lassen. Ich freue mich stets immens, auf Mozarts eigener und mir mittlerweile sehr vertrauter und geliebter Geige zu spielen. Mit diesem Instrument und der genialen Schöpfung habe ich die schöne Möglichkeit und Hoffnung, Menschen große Freude zu bereiten.“
"Wir spielen für Österreich - Mozart@home": Emmanuel Tjeknavorian

ORF/ORF III/Uwe Arens

Emmanuel Tjeknavorian

Das Programm des Abends im Detail:

Den Mozart-Abend eröffnen Andrea Carroll, Marianne Crebassa und Rafael Fingerlos mit dem Terzett „Soave sia il vento“ aus dem Mozart-Da Ponte-Klassiker „Così fan tutte“. Nach einem Satz aus Mozarts Hornquintett KV 407, interpretiert von Hornist Radovan Vlatković und Streichern der Camerata Salzburg und des Mozarteumorchesters Salzburg, sowie der musikalischen Videobotschaft Daniel Barenboims, sind der Salzburger Bariton Rafael Fingerlos und die US-amerikanische Sopranistin Andrea Carroll mit dem Duett „La cì darem la mano“, aus „Don Giovanni“ zu erleben.
Nach dem 2. Satz aus Mozarts berühmten Klarinettenquintett KV 581, dargeboten von Daniel Ottensamer und Streichern der Camerata Salzburg und des Mozarteumorchester Salzburg, singt die französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa „Parto, ma tu ben mio” aus der letzten Mozart-Oper „La clemenza di Tito“. Begleitet wird sie von Daniel Ottensamer und den Musikern von Camerata Salzburg und Mozarteumorchester, die auch beim Auftritt von Nachwuchspianistin Marie Sophie Hauzel mit einem Auszug des Klavierkonzerts in A-Dur KV 414 musizieren. Weiters interpretiert Rolando Villazón die Arie des Don Ottavio „Il mio tesoro intanto“. Der Bachchor Salzburg schließt im Konzertsaal mit einer A-cappella-Version des „Ave verum corpus“.
Während der Intendant der Mozartwoche Rolando Villazón durch das Programm im Konzertsaal führt, meldet sich Barbara Rett u. a. vor dem Wohnhaus Mozarts, in dessen „Tanzmeistersaal“ Emmanuel Tjeknavorian und Julius Zeman mit einer musikalischen Darbietung des Rondo aus der Haffner-Serenade KV 250 auf Mozarts Geige und Hammerklavier aufwarten. Weitere Schauplätze sind das Geburtshaus Mozarts, in dem Schauspieler Cornelius Obonya aus den berührenden Briefen Mozarts an Vater Leopold lesen wird, außerdem das Zauberflötenhäuschen im Bastionsgarten des „alten“ Mozarteums, das Mozart-Denkmal sowie der Mozartsteg.