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Kati Grasse (als Katharina von Bora)

ORF/MDR/Andreas Lander

Kati Grasse (als Katharina von Bora)

4.4. | 22:35

„kreuz und quer“ über „Katharina von Bora – Nonne, Geschäftsfrau und Luthers Weib“

Außerdem: „Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“
Dienstag, 4. April 2017
22.35 Uhr, ORF 2


Untertitelung: ORF TELETEXT S 777
Als Martin Luther, der aufrührerische Mönch, die auf der Flucht befindliche Nonne Katharina von Bora heiratet, löst das einen Skandal aus. Als „Mönchshure“ muss sie sich beschimpfen lassen. Erst der Nachwelt gilt sie als kluge und geschäftstüchtige Vorzeigefrau der Reformation, die nach Luthers Tod tief fällt, gar „Bettelbriefe“ an Fürsten und Könige schreiben muss. „kreuz und quer“ – präsentiert von Doris Appel – zeigt dazu am Dienstag, dem 4. April 2017, um 22.35 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Katharina von Bora – Nonne, Geschäftsfrau, Luthers Weib“ – Ein Film von Lew Hohmann und Dirk Otto.
Um 23.20 Uhr holt der Film „Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“ von Thomas Furch und Florian Kröppel den Reformator und seinen lebensgefährlichen Kampf gegen die mächtigste Institution seiner Zeit in die Gegenwart.
22.35 Uhr: Katharina von Bora – Nonne, Geschäftsfrau und Luthers Weib
Ein Film von Lew Hohmann und Dirk Otto
Für die junge sächsische Adelige ist das Mittelalter am Karsamstag 1523 vorbei, als sie aus dem Kloster Marienthron in Nimbschen bei Grimma flieht. Seit 1515 mit Gott verheiratet, deutet sie die Zeichen der neuen Zeit auf ihre Weise: Bei Nacht flieht sie mit elf anderen Nonnen über die Klostermauer. Nach einer turbulenten Reise kommt Katharina mit ihren Gefährtinnen in Wittenberg an. Die meisten der ehemaligen Zisterzienserinnen werden sehr schnell verheiratet. Nur Katharina nicht. Sie lebt vermutlich im Hause des Bürgermeisters Reichenbach, dann bei Lucas Cranach und verliebt sich in den Nürnberger Patriziersohn Hieronymus Baumgartner, der in Wittenberg studiert. Doch der wird nach Hause zurückbeordert und dort standesgemäß verheiratet.
Nicole Janze (als Katharina von Bora)

ORF/MDR/Andreas Lander

Nicole Janze (als Katharina von Bora)

Nach einigen Wirren finden Katharina und Luther schließlich 1525, auf dem Höhepunkt des Bauernkrieges, zueinander. Katharina nimmt fortan Luthers Anwesen und die Finanzen in ihre Regie. Sie betreibt eine Burse, eine Pension für Studenten und verschiedene Güter. In nur 15 Jahren macht sie aus dem Hause Luther ein gut florierendes mittelständisches Unternehmen und aus ihrem Mann einen der größten Grundbesitzer Wittenbergs. Ihre Bildung, ihr Selbstbewusstsein, ihr Stolz, ihre Erfolge machen sie für die Nachwelt zur Vorzeigefrau der Reformation.
Nicole Janze (als Katharina von Bora) und Matthias Hummitzsch (als Martin Luther)

ORF/MDR/Andreas Lander

Nicole Janze (als Katharina von Bora) und Matthias Hummitzsch (als Martin Luther)

Schwere Krankheiten, die gemeinsamen Kinder, der Hass der Reformationsfeinde und die wirtschaftlichen Erfolge schweißen Katharina von Bora und Martin Luther zusammen. In vielen Texten hebt er hervor, dass sein Werk und das der Reformation nicht so gut gediehen wären ohne die tüchtige, sorgende und Anteil nehmende Käthe. „Sie hat allein die ganze Herrschaft in ihrer Hand“, bekannte Luther später einmal.
Matthias Hummitzsch (als Martin Luther) und Nicole Janze (als Katharina von Bora)

ORF/MDR/Andreas Lander

Matthias Hummitzsch (als Martin Luther) und Nicole Janze (als Katharina von Bora)

Sein Tod am 18. Februar 1546 hat dramatische Folgen für „die Lutherin“, obwohl er sie als Alleinerbin eingesetzt hat – ein absoluter Verstoß gegen Gesetz und Tradition und eine enorme Aufwertung der Ehefrau. Die Witwe muss gegen die patriarchalische Obrigkeit um Luthers Erbe kämpfen. Und schon ein halbes Jahr nach Luthers Tod flieht Katharina mit ihren Kindern nach Magdeburg, weil die Reformationsfeinde Wittenberg belagern.
Kati Grasse (als Katharina von Bora), Laura Berge (als Magarethe)

ORF/MDR/Andreas Lander

Kati Grasse (als Katharina von Bora), Laura Berge (als Magarethe)

Als sie nach der Flucht ins „Schwarze Kloster“ zurückkommt, ist ihre Lebensgrundlage zerstört, dann wütet 1552 erneut die Pest in der Stadt. Auf der Flucht vor der Epidemie verunglückt die 53-jährige Katharina mit dem Pferdefuhrwerk, erleidet mehrfache Hüft- und Knochenbrüche, von denen sie sich nicht mehr erholt. „Die Lutherin“, wie sie von ihrem Mann oft genannt wurde, stirbt am 20. Dezember 1552 in Torgau.
Nicole Janze (als Katharina von Bora)

ORF/MDR/Andreas Lander

Nicole Janze (als Katharina von Bora)

23.20 Uhr: Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte
Ein Film von Thomas Furch und Florian Kröppel
Was ist schiefgelaufen hinter den Mauern des Vatikans? Warum hat die Zentrale der Kirche den Mönch aus Wittenberg dermaßen unterschätzt? Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren eines Konflikts, der wie kein zweiter die europäische Geschichte und das christliche Selbstverständnis geprägt hat. Die Kritik Luthers am Ablass-Handel, an den „Höllengeschäften“, weitete sich bald zu grundlegen Reformforderungen aus, die schließlich zur Reformation führten. Die filmischen Reenactments mit modernen Requisiten holen die Handlung der Reformation in die Gegenwart. Alexander Beyer als Luther in Lebensgefahr macht den erbittert geführten Krieg um die Ausrichtung der katholischen Kirche erleb- und verstehbar. Wie würde Martin Luther heute handeln? Kann man heute nachempfinden, was es bedeutete, dass der Reformator mit Thesenanschlag und Buchdruck moderne Kommunikationsmöglichkeiten seiner Zeit nützte? Trotz aller Unterschiede zu heute spielt der Film – zum Teil mit Augenzwinkern – mit Vergleichen zur Gegenwart.
Martin Luther (Alexander Beyer) reist zu seinem Prozess.

ORF/makido film

Martin Luther (Alexander Beyer) reist zu seinem Prozess.

Die Geschichte der Reformation wird im Vorfeld des 500-Jahr-Jubiläums des Thesenanschlags (2017) somit erstmals aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet. Dabei stellt der Film die Ereignisse nicht nur in einen gesamthistorischen Kontext, er analysiert sie aus heutiger Sicht und erforscht, was die damals Handelnden hätten anders machen können oder sollen. So zeigen sich die Abläufe als das, was sie waren: als politisches und religiöses Drama, das mit vielen Wendepunkten, einer technisch-medialen Revolution und populären Namen versehen ist.
Thomas Furch und Florian Kröppel werfen somit neues Licht auf die Fakten und auf den damaligen Blickwinkel des Vatikans auf die Causa Luther. Ein exklusiver Zugang zu den vatikanischen Archiven ermöglicht dabei die Suche nach bisher unveröffentlichten Akten. Auf der einen Seite die Metropole Rom mit der mächtigen und reformunwilligen römisch-katholischen Kurie. Auf der anderen Seite das kleine Universitätsstädtchen Wittenberg mit dem katholischen Revolutionär und Umstürzler Martin Luther, der Neuerung und Verbesserung sucht.
In einem Brief erwähnt der Papst zum ersten Mal "Martinus".

ORF/makido film

In einem Brief erwähnt der Papst zum ersten Mal "Martinus".

Wissenschaftliche Expertise liefern namhafte Kirchenhistoriker, erfahrene Krisen-PR-Manager, Vatikan-Insider und Psychologen: Die evangelische Theologin und frühere Oberkirchenrätin Petra Bahr, der katholische Kirchenhistoriker Rolf Decot, der Kommunikationsexperte Kai vom Hoff und Christine Grafinger, die österreichische Handschriftenexpertin im Vatikanischen Geheimarchiv, analysieren jeden Schritt aus heutiger Perspektive, während in spannenden Spielszenen mit moderner Bildsprache erzählt wird, was genau wann in Rom und Wittenberg passierte.

Psychologin Karin Busch-Frankl.

ORF/makido film

Psychologin Karin Busch-Frankl.

Dieter Hermann als Johann Eck.

ORF/makido film

Dieter Hermann als Johann Eck.

Kommunikationsexperte Kai vom Hoff.

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Kommunikationsexperte Kai vom Hoff.

Alexander Beyer als Martin Luther.

ORF/makido film

Alexander Beyer als Martin Luther.

Tomaz Kovacic als Ablassprediger Johann Tetzel.

ORF/makido film

Tomaz Kovacic als Ablassprediger Johann Tetzel.

Kardinal Cajetan auf dem Weg zum Verhör Luthers.

ORF/makido film

Kardinal Cajetan auf dem Weg zum Verhör Luthers.

Der Petersdom: Das Prestigeprojekt wird durch den Ablasshandel finanziert.

ORF/makido film

Der Petersdom: Das Prestigeprojekt wird durch den Ablasshandel finanziert.

Tomaz Kovacic als Ablassprediger Johann Tetzel

ORF/makido film

Tomaz Kovacic als Ablassprediger Johann Tetzel

Christiane Wassertheurer spielt die Reporterin, die von der Disputation um Luther berichtet.

ORF/makido film

Christiane Wassertheurer spielt die Reporterin, die von der Disputation um Luther berichtet.

Vatikan Geheimarchiv

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Vatikan Geheimarchiv

Christine Grafinger im vatikanischen Geheimarchiv.

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Christine Grafinger im vatikanischen Geheimarchiv.

Johann Tetzel und seine Kollegen prüfen die Kontostände.

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Johann Tetzel und seine Kollegen prüfen die Kontostände.

Der Apostolische Palast: erbaut zur Zeit Luthers.

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Der Apostolische Palast: erbaut zur Zeit Luthers.

Petrus-Statue auf dem Petersplatz in Rom.

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Petrus-Statue auf dem Petersplatz in Rom.

Theologe Rolf Decot

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Theologe Rolf Decot

Luther verbrennt die Bannbulle des Papstes: öffentlich!

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Luther verbrennt die Bannbulle des Papstes: öffentlich!

Luther-Experte Volker Leppin.

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Luther-Experte Volker Leppin.

Martin Luther (Alexander Beyer) plagen Zweifel.

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Martin Luther (Alexander Beyer) plagen Zweifel.

Während des Aufsagers wird Luther zum Disputationsraum gebracht.

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Während des Aufsagers wird Luther zum Disputationsraum gebracht.

Theologin Petra Bahr

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Theologin Petra Bahr

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Live-Stream + Video-on-Demand
„kreuz und quer: Martin Luther“ ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.
Wiederholung auf ORF III Kultur und Information
„kreuz und quer“ steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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