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"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)"

[M] ORF/Superfilm

22.2. | 20:15

David Schalkos internationaler TV-Event "M – Eine Stadt sucht einen Mörder"

ORF-eins-Premiere und Berlinale-Schwerpunkt in ORF und 3sat
ORF-Sendetermine:
17., 20. und 22. Februar 2019

jeweils 20.15 und 21.00 Uhr, ORF eins

6 x 50 Minuten
Nach internationalen Serienerfolgen wie „4 Blocks“ oder „Bad Banks“ ist es nun David Schalkos internationaler TV-Event, der im Programm der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin (7. bis 17. Februar 2019) seine Weltpremiere feierte. Gemeinsam mit einer handverlesenen Auswahl qualitativ hochwertiger Serien wurde die sechsteilige ORF-Serie „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ am Dienstag, dem 12. Februar, in der Reihe „Berlinale Series“ in der Sektion „Berlinale Special“ im Zoopalast präsentiert. mehr...
Und schon am 17., 20. und 22. Februar ist der topbesetzte, von ORF, TV NOW und Superfilm koproduzierte TV-Event jeweils in Doppelfolgen (um 20.15 und 21.00 Uhr) in ORF eins zu sehen.

Mit u. a. Altenberger, Liebmann, Eidinger, Rois und Kier

Eines der wichtigsten Werke der Filmgeschichte stand Pate für David Schalkos neuestes TV-Projekt: Gemeinsam mit einem mehr als hundertköpfigen Starensemble versetzt Schalko Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahr 1931 in das heutige Wien. Der gleichnamige internationale TV-Event erzählt das Drama einer Stadt, die nach einer Reihe von Kindermorden den Weg in die Zukunft finden muss. Vor der Kamera standen u. a. Sarah Viktoria Frick, Christian Dolezal, Verena Altenberger, Gerhard Liebmann, Dominik Maringer, Johanna Orsini-Rosenberg, Lars Eidinger, Sophie Rois, Murathan Muslu, Julia Stemberger, Stefko Hanushevsky, Bela B Felsenheimer, Thomas Frank, Moritz Bleibtreu, Michael Fuith, Udo Kier, Jeremy Miliker, Felix Römer, Florian Schillerwein, Marleen Lohse, André Pohl, Gabriela Hegedüs, Christoph Krutzler, Gabriel Barylli, Juergen Maurer und Brigitte Hobmeier.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Verena Altenberger (Mutter Elsie)

[M] ORF/TVNOW

Verena Altenberger, die im ORF-kofinanzierten (Film/Fernseh-Abkommen) Drama „Die beste aller Welten“ für ihre Hauptrolle als drogensüchtige Mutter mehrfach ausgezeichnet worden ist, steht auch für „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ als Mutter vor der Kamera – diesmal als die der entführten Elsie.

David Schalko zeichnet mit Evi Romen auch für die Drehbücher zu den sechs (in Wien und Umgebung gedrehten) 50-minütigen Folgen verantwortlich. Bereits bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2018 gab es erste Einblicke zu „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ im Rahmen der „Drama Series Days Conference“.
„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ ist eine Koproduktion von ORF, TV NOW und Superfilm mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria und des Filmfonds Wien. Den Weltvertrieb übernimmt die Münchner Beta Film.

Kurzinhalt

Wien. Tiefer Winter. Kinder verschwinden. Vorerst spurlos, dann werden ihre Leichen gefunden. Für die Boulevardpresse ein Fressen, für die Polizei eine Serie von Niederlagen. Politisch ein Problem und gleichzeitig die lang ersehnte Chance für den ambitionierten Innenminister. Die Unterwelt schaltet sich ein. Der Kindermörder muss gefunden werden, damit alle anderen schmutzigen Geschäfte ungestört weitergehen können.

Hintergrund

Mit „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ – zu sehen am Sonntag, dem 17. Februar, um 23.35 Uhr in ORF eins – aus dem Jahr 1931 hat der Wiener Fritz Lang die Filmwelt nachhaltig geprägt, gilt das Werk doch als Geburtsstunde gleich zweier Krimigenres: Zum einen der des Serienmörder-Kinos, zum anderen jener des klassischen Kriminalfilms, bei dem die polizeilichen Ermittlungen zur Aufklärung eines Verbrechens im Vordergrund stehen. Darüber hinaus ist „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ einer der ersten deutschen Tonfilme. Auch dank ungewöhnlicher Kameraperspektiven, bemerkenswerter Schnitte und seiner beachtlichen Authentizität galt Langs Film nicht nur damals als Meilenstein, sondern zählt bis heute zu den wichtigsten Werken der Filmgeschichte. In der Hauptrolle stand Peter Lorre vor der Kamera, dessen Interpretation des Kindermörders von der Kritik hochgelobt wurde und für ihn den internationalen Durchbruch bedeutete.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder":  Der Mörder Hans Beckert (Peter Lorre) und sein Opfer.

ORF/Degeto/WDR

Der Mörder Hans Beckert (Peter Lorre) und sein Opfer.

Im Gegensatz zum klassischen Krimi steht bei David Schalkos „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ nicht die Suche nach dem Täter im Fokus, sondern die Frage, was mit einer (bzw. der heutigen) Gesellschaft passiert, wenn ein Verbrechen von der Politik instrumentalisiert wird. Während Fritz Lang damals subtil auf die Umstände des Nationalsozialismus in Zeiten der Weimarer Republik aufmerksam machte, zeichnet die Neuauflage damit das Bild einer heutigen Gesellschaft, die auf dem Weg zur totalen Überwachung ist.

Drehorte: Wien und Umgebung

„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ wurde 65 Tage lang gedreht, rund 130 Sprechrollen wurden besetzt. Trotz Dreharbeiten im Winter lag nicht genügend Schnee für die Szenen im schneebedeckten Wien. So kamen rund 450 Tonnen künstlicher Schnee und Schneekanonen zum Einsatz.

Charaktere

Kommissarin (Sarah Viktoria Frick)
Der ungelöste Fall eines verschwundenen Mädchens lässt sie nicht los. Die neue Mordserie weist dieselbe Handschrift auf. Niemand glaubt ihr.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (3)": Sarah Viktoria Frick (Kommissarin)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Sarah Viktoria Frick (Kommissarin)

Kommissar (Christian Dolezal)
Die gescheiterte Ehe, der entfremdete Job, alles in seinem Leben ist eine Baustelle. Seine Tochter ist sein einziger Lichtblick.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (5)": Christian Dolezal (Kommissar)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Christian Dolezal (Kommissar)

Einsatzleiter (Murathan Muslu)
Ein Profi, der warten kann oder hart durchgreifen. Situationselastisch.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (3)": Murathan Muslu (Einsatzleiter)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Murathan Muslu (Einsatzleiter)

Polizeipräsidentin (Johanna Orsini-Rosenberg)
Erfolgreiche Pragmatikerin im Austarieren zwischen Politik und Unterwelt, bis der Innenminister ihr System ins Wanken bringt.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (3)": Johanna Orsini-Rosenberg (Polizeipräsidentin)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Johanna Orsini-Rosenberg (Polizeipräsidentin)

Psychologin (Julia Stemberger)
Eine starke Frau mit einem Hang zu starken Männern. Der eigene zählt nicht dazu. Man lebt, um zu helfen. Wenn das in Frage gestellt wird, ist Schluss mit Zuhören und Verstehen.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (6)": Julia Stemberger (Psychologin)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Julia Stemberger (Psychologin)

Innenminister (Dominik Maringer)
Shootingstar der Politik mit feiner Nase für das gesunde Volksempfinden und dafür, wie es gelenkt werden könnte, um seinen Zielen dienlich zu sein.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Dominik Maringer (Innenminister)

ORF/Superfilm

Dominik Maringer (Innenminister)

Mutter von Elsie (Verena Altenberger)
Kocht, wartet und ist mit allem überfordert. Vom eigenen Leid besessen.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (6)": Verena Altenberger (Mutter Elsie)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Verena Altenberger (Mutter Elsie)

Vater von Elsie (Lars Eidinger)
Geht fremd, bevor er nach Hause geht zu Frau und Kind. Und trotzdem ist es wichtig, dass die da sind, wo sie immer sind, weil sie da hingehören.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Lars Eidinger (Vater Elsie)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Lars Eidinger (Vater Elsie)

Verkäuferin (Marleen Lohse)
Elsies Vater ist ihr Ticket zur eigenen Familie. Das wird sie nicht mehr hergeben. Koste es, was es wolle.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Marleen Lohse (Verkäuferin)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Marleen Lohse (Verkäuferin)

Verleger (Moritz Bleibtreu)
News sind immer Fake News und daher immer richtig. Wahrheit ist ein Mangel an Kreativität. Der Influencer des Innenministers.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (4)": Moritz Bleibtreu (Verleger)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Moritz Bleibtreu (Verleger)

Die Wilde (Sophie Rois)
Königin der Unterwelt mit besten Verbindungen in alle Richtungen. Nur zaubern kann sie nicht. Das ist die Tragik ihres Lebens.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (2)": Sophie Rois (Die Wilde)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Sophie Rois (Die Wilde)

Bleicher Mann (Bela B Felsenheimer)
Eine rätselhafte Figur mit Zugang zum Feinstofflichen. Der Mann spürt und weiß auch etwas. Aber woher?
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Bela B. Felsenheimer (Bleicher Mann)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Bela B. Felsenheimer (Bleicher Mann)

Fuchspelzmann (Udo Kier)
Sieht vieles und fotografiert alles. Auch den Mörder.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1)": Udo Kier (Fuchspelzmann)

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

Udo Kier (Fuchspelzmann)

Mutter von Cosima (Gabriela Hegedüs)
Ihr verschwundenes Kind könnte das erste Opfer gewesen sein. Das interessiert sie aber nicht, denn für sie lebt es noch.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder (4)": Gabriela Hegedüs (Mutter Cosima Bacher), Sarah Viktoria Frick (Kommissarin)

ORF/Superfilm/Klaus Pichler

Gabriela Hegedüs (Mutter Cosima Bacher), Sarah Viktoria Frick (Kommissarin)

Schalko: „Ein sehr heutiger Stoff“

"M - Eine Stadt sucht einen Mörder": David Schalko

ORF/Superfilm/Ingo Pertramer

David Schalko

Nach den Publikumshits „Aufschneider“ und „Braunschlag“ und der international preisgekrönten Serie „Altes Geld“ näherte sich David Schalko für sein jüngstes ORF-TV-Projekt Fritz Langs legendärem Werk „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ an: „Natürlich überlegt man sich genau, ob man ein Remake von einem solchen Meisterwerk machen will. Aber dort, wo es sich an das Original anlehnt, ist es stets als Verbeugung zu verstehen. Es ist am Ende trotz dieser zweiten Ebene etwas radikal Eigenständiges geworden. Ein dunkles Schauermärchen, das am Vorabend einer noch dunkleren Zeit spielt.“

Und Schalko weiter: „Die Idee ist genial und passt wahnsinnig gut in das 21. Jahrhundert. Ich habe das Gefühl, dass das Thema, dieses Postdemokratische bzw. etwas, wo die Kontrolle des Menschen eine sehr große Rolle spielt und niemand genau weiß, wohin das führt, ein sehr relevantes ist. Das bzw. diese politische Instrumentalisierung, die bei Fritz Lang sehr stark vorkommt, thematisiert diese Serie auch. Deswegen ist das ein sehr heutiger Stoff für mich, der gerade durch den Vergleich zwischen der Stadt – als Hauptdarstellerin – damals und heute interessant wird. Ich möchte mich auch gar nicht mit Fritz Lang messen, das wäre völlig lächerlich. Wenn, dann ist es da und dort viel eher ein Tribut an Fritz Lang – aber wir wollten natürlich nicht den Film nachdrehen, sondern etwas völlig Eigenes daraus machen. Der Film wird zitiert, auch was Figuren, Stilistik, Milieus und Handlungsstränge betrifft, aber wir haben alles neu geschrieben, und so ist auch vieles anders.“
„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ ist eine Koproduktion von ORF, TV NOW und Superfilm mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria und des Filmfonds Wien. Den Weltvertrieb übernimmt die Münchner Beta Film.
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Live-Stream + Video-on-Demand
Die Serie ist nach der TV-Ausstrahlung jeweils sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand (jeweils zwischen 20.00 und 6.00 Uhr) und auch als Live-Stream abrufbar. Der Film ist als Live-Stream verfügbar.