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"Dok 1: Rechts, Links - Wer braucht das noch?": Kandidaten Veronika und Konrad mit Hanno Settele am Set

ORF/Neulandfilm/Dorothea Neubacher

"Dok 1: Rechts, Links - Wer braucht das noch?": Kandidaten Veronika und Konrad mit Hanno Settele am Set

19.9. | 20:15

„Dok 1“ und „Talk 1“ über „Rechts, Links“

„Dok 1: Rechts, Links - Wer braucht das noch?“ und „Talk 1“ zum Thema „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Linkes Moralisieren oder rechtes Wehleid?“
Donnerstag, 19. September 2019
20.15 bzw. 21.05 Uhr, ORF 1
„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ – ORF 1 führt am Donnerstag, dem 19. September 2019, die „Rechts, Links“-Diskussion. In „Dok 1“ um 20.15 Uhr wagt Hanno Settele ein Experiment und chauffiert zwei Menschen, deren politische Einstellungen nicht unterschiedlicher sein könnten, quer durch Österreich. Die Dokumentation „Recht, Links – Wer braucht das noch?“ zeigt, wohin diese Reise zweier Menschen mit scheinbar unversöhnlichen politischen Standpunkten führt.
Danach, um 21.05 Uhr, greift Lisa Gadenstätter das Thema in „Talk 1“ auf und diskutiert über linkes Moralisieren und rechtes Wehleid mit Unternehmer und Autor Gerald Hörhan, Politiker und Sozialarbeiter Efgani Dönmez, Unternehmerin und Plus-Size Model Ina Holub sowie Journalistin Alexandra Stanic zum Thema „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Was man sagen darf und was nicht, ist für Peter Klien kein Thema.

Dok 1: „Rechts, Links – Wer braucht das noch?“ (20.15 Uhr)

Hanno Settele: „Was passiert, wenn eine selbstdefinierte ‚Linke‘ und ein selbstdefinierter ‚Rechter‘ drei Tage lang zusammen in einem Wohnmobil durch Österreich fahren (müssen)? Kommen zwei Menschen, deren Sympathien füreinander sich in engen Grenzen halten und deren politische Ansichten einander diametral gegenüberstehen, unter diesen Voraussetzungen vielleicht doch ins Reden? Wir haben dieses Experiment gewagt. Fast 1.000 Kilometer ging es über Landstraßen quer durch Österreich.“
Er ist ein bekennender Rechter, sie eine Linke. Die beiden wissen vor Reiseantritt nur voneinander, dass das Gegenüber völlig andere Werte, politische Ansichten, soziale Denkweisen und Lösungsansätze vertritt. Die linke Seite wird vertreten durch Veronika Bohrn-Mena, 33 Jahre alt, beschäftigt beim ÖGB. Ihr Gegenüber von der rechten Seite ist Konrad Weiß, 41 Jahre, selbständig im Bereich Unternehmenskommunikation, Publizist und ein ehemaliger Pressesprecher von Heinz-Christian Strache. Als „Dok 1“-Campingbus-Chauffeur bringt Hanno Settele seine Fahrgäste zum Reden. Zusätzlich macht er mit ihnen Zwischenstationen an besonderen Orten, wie einer Moschee in Graz. Wird unerbittliches Lagerdenken die Debatten bestimmen oder entwickeln die Reisenden auf engstem Raum gar Verständnis für die Argumente der/des anderen?
Die politische Einteilung in „links“ und „rechts“ entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich mit der Sitzordnung der Nationalversammlung. In der französischen Deputiertenkammer saßen links die „Bewegungsparteien“, deren Ziel es war, politisch-soziale Verhältnisse zu verändern, und rechts die „Ordnungsparteien“, die im Wesentlichen auf die Bewahrung der politisch-sozialen Verhältnisse hinwirkten. „Dok 1“ hinterfragt, welche Bedeutung diese politische Zuordnung heute noch hat.
"Dok 1: Rechts, Links - Wer braucht das noch?": Der Campingbus in dem die KandidatInnen und Hanno Settele zu Plätzen reisen, an denen sie ihre Ansichten auf den Prüfstand stellen müssen.

ORF/Neulandfilm

Der Campingbus in dem die KandidatInnen und Hanno Settele zu Plätzen reisen, an denen sie ihre Ansichten auf den Prüfstand stellen müssen.

Talk 1: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Linkes Moralisieren oder rechtes Wehleid?“ (21.05 Uhr)

Egal ob es um die Flüchtlingskrise geht, um Ausländerkriminalität, um den Klimawandel oder um Frauenrechte: Es gibt nur wenige Themen, in denen nicht ganz schnell die Rede vom Redeverbot ist: „Das und das darf man ja nicht sagen“. Oder anders: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Die politische Korrektheit ist längst zum Kampfbegriff zwischen Links und Rechts geworden. Wer heute politisch korrekt ist, gilt schnell als linker Gutmensch, wer dagegen ist, als rechter Recke. Wer sich in seinem Handeln und seiner Sprache politisch korrekt verhält, ist schnell der linke Moralist. Wer darauf pfeift, wird gleich ins rechte Eck gestellt. Doch wer verbietet uns eigentlich, etwas zu sagen, und kann uns das überhaupt jemand verbieten? Ist die politische Korrektheit ein ärgerliches Gesinnungsdiktat oder doch sinnvolle Anleitung für Respekt und Achtung im Miteinander? Brauchen wir für unser Zusammenleben Rede-Tabus oder verstecken wir so nur unbequeme Wahrheiten?
Zu Gast sind:
  • Gerald Hörhan, Unternehmer und Autor
  • Efgani Dönmez, Politiker und Sozialarbeiter
  • Ina Holub, Unternehmerin und Plus-Size-Model
  • Alexandra Stanic, Journalistin
"Talk 1": Lisa Gadenstätter

ORF/Roman Zach-Kiesling

Lisa Gadenstätter

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