Stimmungs-Bild: Aufstand der Zivilgesellschaft

Wie nachhaltig ist die Willkommenskultur wirklich?
Österreich im Frühsommer 2015: Landespolitiker zanken sich über Verteilungsquoten von Flüchtlingen,

Zeltstädte werden errichtet und demontiert, Bilder von desaströsen Zuständen im Lager Traiskirchen schockieren, dann geht das Parlament in die Sommerpause. Stillstand.

(c) Armin Weigel/dpa

Das Bild heute: eine unüberschaubare Menge an Freiwilligen wird in Bahnhöfen und Grenzorten aktiv. Lebensmittel und Decken werden verteilt, ärztliche Stationen wurden eingerichtet. Ohne staatliches Zutun entstand eine Infrastruktur der Hilfsbereitschaft – ein Triumpf der Zivilgesellschaft.

Auch Künstler und Kulturschaffende sind aktiv: Die Regisseurin Tina Leisch erarbeitet mit Flüchtlingen aus Traiskirchen eine Performance, "Maschek"-Drittel Peter Hörmanseder engagiert sich in sozialen Netzwerken.

(c) Andreas Gebert/dpa

Doch wird diese Willkommenskultur Einfluss auf die Stimmung der Gesamtbevölkerung haben – auf eine womöglich schweigende Mehrheit? Und was, wenn anstelle der Euphorie Erschöpfung unter den Freiwilligen Platz greift?

(c) APA/HERBERT NEUBAUER

Der kultur.montag bemüht sich um ein Stimmungsbild. Gast im Studio ist die Grande Dame des österreichischen Journalismus, Barbara Coudenhove-Kalergi. Als Osteuropa-Expertin wird sie auch die Oppositionshaltung jener Staaten analysieren, die der EU bei der Verteilung von Flüchtlingen Solidarität verweigern.


TV-Beitrag: Sandra Krieger, Julia Fellerer

Weiterführendes zum Thema:

(c) Brandstätter

Broschüre "Helfen macht uns zu Menschen"

Einen Überblick über die aktuelle Flüchtlingssituation sowie Infos über Möglichkeiten des Engagements gibt die Caritas mit der im Brandstätter Verlag veröffentlichten Broschüre "Helfen macht uns zu Menschen". Sie ist ab sofort kostenlos im österreichischen Buchhandel erhältlich.

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