Flucht-Hintergrund: Traiskirchen. Das Musical

Polit-Theater mit Humor bei den Festwochen
Es ist Sommer 2015, das völlig überfüllte Flüchtlingslager in Traiskirchen wird zum Brennpunkt am Höhepunkt der Flüchtlingskrise.

(c) Christian Stangl

Ideologien treffen aufeinander. So genannte linke Gutmenschen auf rechte Identitäre. Irgendwo dazwischen die vor dem Krieg Geflüchteten. Und dann: Musik, Tanz und Liebesgeschichten.

(c) ORF

Als Musical bringt das KünsterInnen-Kollektiv "Die Schweigende Mehrheit" unter der Regie von Tina Leisch und Bernhard Dechant ein hochpolitisches Stück Zeitgeschichte auf die Bühne.

"Ich glaube durch die Musik, durch den Humor kann man sehr ernste Themen vielleicht viel schneller in einen Menschen hineinbringen", so Bernhard Dechant. "Volkstheater im besten Sinne", fügt Tina Leisch hinzu.

(c) ORF

"Traiskirchen. Das Musical." greift wahre Begebenheiten aus dem Lager auf, teils Skurriles, bisweilen Absurdes, oft Witziges - und möchte dabei ablehnende Reaktionen und Konflikte nicht ausblenden. Die Probleme Europas, ja der Welt, kommen in Traiskirchen zusammen.

Das KünstlerInnen-Kollektiv "Die Schweigende Mehrheit" gründete sich im Sommer 2015 als vielsprachige, internationale künstlerisch-politische Interventionsgruppe. Für das Stück "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene" wurde die Gruppe für den Nestroy-Preis nominiert. Viele der DarstellerInnen sind KünstlerInnen und SchauspielerInnen mit Fluchthintergrund. Rund die Hälfte hat zumindest für kurze Zeit im Flüchtlingslager Traiskirchen gelebt.

Der kulturMontag über die Uraufführung von "Traiskirchen. Das Musical." im Rahmen der Wiener Festwochen.

TV-Beitrag: Stefan Schlager