Auf den Spuren des Palme-Mörders

Stieg Larssons Erbe
Vor mehr als 32 Jahren wurde einer der prominentesten Pazifisten der Welt, der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf offener Straße ermordet.

(c) SCANPIX SWEDEN / AFP

Bis heute ist der mysteriöse Fall ungelöst. Für ganz Schweden ist das Attentat ein Schock, die bislang gescheiterte Aufklärung ein nationales Trauma. Die Ermittlungen, die bis heute andauern führten zur RAF und PKK oder zu rechtsextremen Mitgliedern des schwedischen Geheimdienstes Säpo, die angeblich ein Mordkomplott gegen Palme geplant hatten.

1988 wurde der vorbestrafte Drogenabhängige Christer Pettersson als Täter der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Jahr später wurde er wegen Mangel an Beweisen freigesprochen. Eine Spur von damals führte nach Südafrika. Palme war ein vehementer Kritiker des damaligen Apartheid-Regimes und damit der südafrikanischen Regierung ein Dorn im Auge.

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Stieg Larsson, der schwedische Bestseller-Autor der Millennium-Trilogie versuchte bis zu seinem Tod im Jahr 2004 den rätselhaften Mord zu lösen, und hatte offenbar auch eine konkrete Spur. Im Archiv des Schriftstellers hat der Journalist Jan Stocklassa Dokumente, Briefe, Artikel und Bilder zum Fall Palme gefunden. Basierend auf Stieg Larssons Recherchen veröffentlicht Stocklassa nun das Buch "Stieg Lars-sons Archiv: Der Schlüssel zum Palmemord" und könnte dadurch tatsächlich zur restlosen Aufklärung beitragen.

TV-Bericht: Katja Deiß, Sandra Ölz

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