Jimmy Zurek: Sideburns

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Wissen Sie, warum die Haartracht Koteletten auf Englisch nicht etwa "cutlets", sondern "sideburns" heißt? Dieser Frage ist der Wiener Künstler Jimmy Zurek für seine aktuelle Schau "Sideburns" im Ausstellungsraum Anza nachgegangen.

Der Ausdruck geht zurück auf Ambrose Everett Burnside, General im amerikanischen Bürgerkrieg. Seinen exzentrischen Backenbart hat er bis zur Vollendung kultiviert und den Volksmund zur Verballhornung seines Namens verleitete. Zurek, ehemaliger Schüler der Angewandten der Meisterklasse von Christian Ludwig Attersee bedient sich in seinen riesigen Tuschzeichnungen gerne an Figuren aus der Geschichte. Aber auch an Idolen seiner Kindheit: so setzt der 37-jährige Künstler zum Beispiel "Frankenstein", “Invisible Man" und dem Werwolf ein Denkmal. Zwischen den schaurig schönen Horrorklassikern lässt Zurek seiner 2. Leidenschaft, der Musik Raum. Den Portraits von "Rockabillys" der 1980er Jahre, die dem Rock’n’Roll frönten und mit ihren Tollen für schmalzigen Retroschick sorgten, stellt Zurek eine Installation aus einem Schlagzeug gegenüber. Allerdings sorgt dabei nicht ein Drummer mit seinen Sticks, sondern ein Vibrator für den nötigen Groove.
Die Ausstellung "Sideburns" von Jimmy Zurek ist bis 12. Dezember im Ausstellungsraum Anza, Börsegasse 9, 1010 Wien zu sehen.

bis 12. Dezember

Ausstellungsraum Anza

Börsegasse 9
1010 Wien
Tel. 01/ 317 374 021
oder 0650/ 4736258

Öffnungzeiten:
Täglich 9.00 bis 16.00 Uhr