Nach-Wehen: Sfax, arabische Kulturhauptstadt

Was wurde aus dem arabischen Frühling?
Die Hafen- und Industriestadt Sfax ist die zweitgrößte Stadt Tunesiens und wird im Juli 2016 Kulturhauptstadt der Arabischen Welt.

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Fünf Jahre sind vergangen, seit der Volksaufstand in Tunesien Präsident Ben Ali aus dem Land jagte und den Arabischen Frühling auslöste. Angesichts steigender Preise, hoher Arbeitslosigkeit und weiterhin grassierender Korruption, hat sich die anfängliche Euphorie jedoch verflüchtigt. Vor allem die jungen Tunesier sind enttäuscht; für viele heißt das Ziel jetzt Europa, anderen erscheint radikaler Islam als einziger Ausweg. Auf Terroranschläge folgen Repressalien statt Reformen – ein Teufelskreis.

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Doch die Zivilgesellschaft hat noch lange nicht aufgegeben. Die Mittelmeer-Hafenstadt Sfax 270 km südlich von Tunis setzt auf Bürgerbeteiligung, den Erhalt ihres kulturellen Erbes und Ermutigung künstlerischer Initiativen. Ab Juli 2016 wird die Stadt mit ihren rund 270.000 Einwohnern für ein Jahr die Kulturhauptstadt der Arabischen Welt.

Der kultur.montag hat sich in Sfax umgesehen und mit Künstlern und Kulturschaffenden gesprochen.


TV-Beitrag: Michaela Lehner

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