Gespräch: Richard David Precht

Der Starphilosoph im Dialog mit Clarissa Stadler
Ein Aufschrei! Der Mann will die Alten schinden, im Rollstuhl zur Zwangsarbeit zerren.

(c) ORF

Richard David Precht ist zuletzt gründlich missverstanden worden, als er meinte, die so genannten Golden Agers gehören in die Pflicht genommen: Jene, die in den Wirtschaftswunderjahren groß geworden und heute noch fit genug dafür seien, sollten ein Sozialjahr leisten.

Es ist anzunehmen, dass Precht die Kontroverse freut. Der Universalphilosoph ist schließlich der Meinung, dass seinesgleichen nichts im Elfenbeinturm verloren habe, sondern sich in der Mitte der Gesellschaft ansiedeln müsse. Dort findet Precht seit einigen Jahren auch viel Gehör: In seinen Bestsellern macht er sich über Ich-AGs ebenso Gedanken, wie über die Liebe und brüchige Identitäten.

Ausschnitt Cover (c) Goldmann

Zuletzt durchstreifte er mit seinem Sohn Oskar Berlin und hörte ihm bei diesen Spaziergängen genau zu. Fazit: Kinder sind die eigentlichen Philosophen, nachzulesen in dem Band "Warum gibt es alles und nicht nichts?".

Im Gespräch mit Clarissa Stadler macht sich Precht Gedanken über die Irrtümer der Ökonomen, über den Verlust der Moral und über Lektionen in Sachen Verzicht, die man schon den Jüngsten erteilen sollte.


TV-Beitrag: Imogena Doderer

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