Hitlers Visionen: "Kulturhauptstadt des Führers"

NS-Kulturpolitik am Beispiel Linz

Als Vorhut auf "Linz 09" beleuchtet die Schau "Kulturhauptstadt des Führers" ab 17. September 2008 die NS-Kulturpolitik am Beispiel Linz.

In Linz habe er seine schönsten Jugendjahre verbracht, hier plante er seinen Ruhestand. Große Pläne hatte Adolf Hitler für die Stadt – und entsprechend erwartungsvoll zeigte man sich im "Heimatgau des Führers".

(c) Linz09 / Titze-Clodi. Oberösterreichsicher Musealverein, Jb. 88. B., Linz 1939

Hitlers Visionen

In einer Residenz auf dem Schlossberg wollte er einst auf die Nibelungenbrücke blicken, die er schon als 16jähriger geplant hatte.

Mit Errichtung der größten Kunst- und Gemäldegalerie der Welt, dem "Hitlerkundemuseum", sollte Linz zum kulturellen Mittelpunkt Europas werden, ein "deutsches Budapest" an der Donau. Denn – so Hitler – es wäre ja "eine unverzeihliche Parodie, wenn die Nachfahren Attilas und seiner Hunnen die schönste Stadt am Nibelungenstrom besäßen."

Wenig wurde von den hochtrabenden Plänen realisiert, die Fama aber will es, dass Hitler noch an seinen letzten Lebenstagen im Führerbunker vor den Modellen von "Groß-Linz" (im Bild o.) gestanden sei.

Susanna Schwarzer zeigt für den KULTURMONTAG, wie Linz heute aussähe, wären Hitlers Visionen Realität geworden.