Königsklasse

Der Pop-Star unter den Galeristen: Johann König
Die König Galerie in der ehemaligen Kirche St. Agnes gehört zu den angesagtesten Galerien Berlins.

(c) ORF

Mit 22 Jahren eröffnete Johann König seine erste Galerie in Berlin Mitte. Damals auf bescheidenen 22 m². Heute denkt er in größeren Dimensionen. 2015 pachtete König die einstige katholische Kirche St. Agnes in Berlin Kreuzberg, einen brutalistischen Brachialbau aus Beton. Mit seiner Familie lebt er im Pfarrhaus. Aus der Kirche hat er einen Kunsttempel gemacht. Die Vernissagen in der König Galerie werden vom jungen Publikum gestürmt.

(c) ORF

Johann König ist mit Kunst aufgewachsen. Sein Vater, Kasper König, hat als Kunstprofessor und Kurator viele Künstlergenerationen geprägt. Johann Königs Kindheit ist unbeschwert, bis er mit 12 Jahren einen tragischen Unfall mit einer Startschuss-Pistole erleidet und fast erblindet. Trotzdem will er Galerist werden.

(c) ORF

Mit geschätzten 450 Galerien gehört Berlin international zu den Städten mit der höchsten Galeriendichte. Als Kunstmarkthauptstadt gilt die Spree-Metropole trotzdem immer noch nicht. Johann König will trotzdem ganz hoch hinaus: Der 37jährige Sohn des renommierten Kurators Kasper König vertritt bekannte Künstler wie Erwin Wurm oder Katharina Grosse. 2016 eröffnete er eine Dependance in London.

(c) ORF

Seit 2017 betreibt die Galerie auch das hauseigene Merchandise-Label König Souvenir.

Der kulturMontag hat Johann König in Berlin getroffen.


TV-Beitrag: Christine Scheucher

Weiterführendes zum Thema: