Klima-Krimi: Umweltsünden für die Nachhaltigkeit

Neue Doku "Climate Crimes"
Die Zeitberechnungen divergieren: Während die einen meinen, es sei fünf vor zwölf, sagen andere, es habe bereits fünf nach zwölf geschlagen.

Tatsache ist: Gefahr ist im Verzug - gelingt nicht bald der Turnaround, kippt der Klimawandel endgültig in die Katastrophe. Nachhaltigkeit scheint da das Gebot der Stunde zu sein. Ein Thema, das auch beim so genannten Earth Summit, der 20. UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio zur Sprache kommen wird.

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Und ein Thema, das den Naturschützer Ulrich Eichelmann und den Filmemacher Christoph Walder intensiv beschäftigt. "Climate Crimes" heißt ihre Doku, in der sie Umweltsünden im Namen des Klimaschutzes enttarnen.

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So gilt etwa Biosprit als CO2-neutral, die EU hat beschlossen, seinen Anteil im Treibstoff auf 10 Prozent zu erhöhen. Um diese Vorgaben umzusetzen, müssen 6,9 Millionen Hektar – die doppelte Fläche Belgiens – für den Anbau umgewandelt werden.

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In Indonesien werden jährlich zwei Millionen Hektar Urwald gerodet, um Anbauflächen für Palmöl zu gewinnen. Preis dafür: Orang Utans verlieren ihren Lebensraum, tausende werden jährlich getötet.


Beim Geschäft mit sauberer Wasserkraft wird wenig Rücksicht auf Mensch und Umwelt genommen. 80 Millionen Menschen wurden bisher durch Wasserkraftwerke vertrieben. Tendenz stark steigend.


Der kultur.montag über Umweltsünden im Namen des Klimaschutzes. Gast im Studio ist Umweltschützer Ulrich Eichelmann.

TV-Beitrag: Monica Ladurner

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