Die Beste im Februar 2019: Judith Schalansky

"Nichts kann im Schreiben zurückgeholt, aber alles erfahrbar werden." - heißt es in Judith Schalanskys Buch "Verzeichnis einiger Verluste". Sammeln, archivieren, verschwundene Dinge retten und wiederbeleben: Schalansky verwebt Fakten mit Fiktion.

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Judith Schalansky

Die Welt ist voller Vergänglichkeit: so wird etwa erfahrbar gemacht, wie sich ein Kaspischer Tiger im Colosseum in Rom fühlt, wie das Atoll "Tuanaki" versinkt und was der Abriss des Palastes der Republik - des einstigen Zentrums der DDR - bedeutet. Weiters schreibt Schalansky über die verlorenen Liebeslieder der Sappho, über die vergessene Religion des Manichäismus, über den verschollenen Film "Der Knabe in Blau" von Friedrich Wilhelm Murnau und über das verbrannte Bild vom Hafen von Greifswald von Caspar David Friedrich. "Am Leben zu sein bedeutet, Verluste zu erfahren", weiß Judith Schalansky.

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"Wie alle Bücher", schreibt die vielfach ausgezeichnete Autorin im Vorwort, "ist auch das vorliegende von dem Begehren getrieben, Vergangenes zu vergegenwärtigen, Vergessenes zu beschwören, Verstummtes zu Wort kommen zu lassen und Versäumtes zu betrauern."

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Judith Schalansky: "Verzeichnis einiger Verluste"

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