Buchtipp: Daniel Wisser "Ein weißer Elefant"

Cover: Daniel Wisser DER WEISSE ELEFANT © Klever Verlag

Er ist 51, ehemaliger Leiter einer EDV-Abteilung und steht von einem Tag auf den anderen auf dem Abstellgleis.

Der Protagonist in Daniel Wissers neuem Roman ist ein "weißer Elefant" - also jemand, der seine Anstellung behält, dem jedoch sein Tätigkeitsfeld entzogen wird.
Wie schon in seinem letzten Buch "Standbye", so spielen auch in Daniel Wissers neuem Roman Sprache und Form eine zentrale Bedeutung. Anhand zweier namenloser Figuren, die manchmal auch zu einer verschmelzen, schildert Wisser die Geschichte vom Absturz seiner Hauptperson. Einst hat der „weiße Elefant“ das System, in dem der Einzelne nichts zählt, lange mitgetragen. Jetzt ist er selbst von der Rationalisierung betroffen. Nüchtern und ironisch zugleich beschreibt Daniel Wisser eine Arbeitswelt, die ihre Arbeiter abschafft und hinterfragt dabei absurde Beschäftigungsmodelle unserer Gesellschaft.


TV-Bericht: Karoline Thaler

Das Buch "Ein weißer Elefant" von Daniel Wisser ist im Klever Verlag erschienen und jetzt im Handel.

Ein weißer Elefant