Lachen ist die beste Medizin

Humor in der Krise
Wir befinden uns im Jahre 2020 n. Chr. Die ganze Welt ist von Corona entsetzt und befindet sich in Schockstarre ... Die ganze Welt? Nein!

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Ein von unbeugsamen Künstlern- und Kulturschaffenden gebildetes Kollektiv hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Besatzung, die in den befestigten Lagern mit Ausgangssperren, Absagen und dem Allein-Sein zu kämpfen hat.

"Es ist schlimm, in einem Lande zu leben, in dem es keinen Humor gibt. Noch schlimmer ist es, in einem Lande zu leben, in dem man Humor braucht.", wusste schon Bertolt Brecht. Für seine Witze ist der deutsche Dichter nicht unbedingt bekannt, doch vielleicht schärft sein Humor den Blick für "finstere Zeiten".

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Im Angesicht der weltweiten Corona-Pandemie scheint er die beste Waffe im Leben zu sein, sind Karikaturisten wie Kabarettisten überzeugt. Eine Art Überlebensstrategie, um erschreckende Dinge messerscharf auf den Punkt zu bringen.

Humor ist das Antidot zur Moral, die unmittelbarer, vielleicht auch unüberlegter, auf ein Ereignis reagiert.

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Für Humor dagegen braucht man Zeit und Distanz und er ermöglicht Abstand, sagt der renommierte Humorforscher Willibald Ruch der Universität Zürich. Darf man aber eigentlich über alles scherzen, sind doch gerade Tabuthemen besonders reizvoll und herausfordernd?

Humoristische Äußerungen über den Holocaust, aber auch über 9/11 werden geächtet. Bei der gegenwärtigen Pandemie stehen wir erst am Anfang einer gesamtgesellschaftlichen Krise. Da fällt es noch leichter sich über notorische Hamsterkäufe von Toilettenpapier lustig zu machen. Eine Reportage aus der österreichischen Satire-Community über Realismus und Hoffnung und darüber, warum Humor vor Todesangst schützt.

TV-Beitrag: Stefan Schlager & Harald Wilde

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