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Seit 1971 bringt der 81-jährige Klaus Schwab die Spitzen aus internationaler Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Schweizer Bergdorf Davos zusammen. Zum ersten Mal in der fünfzigjährigen Geschichte des Weltwirtschaftsforums konnte ein unabhängiges Filmteam hinter den Kulissen des Imperiums dieser Megastiftung drehen. In bester House-of-Cards-Manier beobachtet das Team des Dokumentarfilms hinter verschlossenen Türen, wie Diplomatie funktioniert, wenn die Mächtigsten der Welt unter sich sind.

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Prof. Klaus Schwab, Gründer und Geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums

Klaus Schwab hat das Weltwirtschaftsforum gegründet und ist angetreten "die Welt zu verbessern".

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Jennifer Morgan von Greenpeace International

Jennifer Morgan von Greenpeace International begleitet das Weltwirtschafsforum seit Jahren und tritt im Film als Kritikerin auf. Sie hält dieses wohlklingende Narrativ für gefährlich, "weil es suggeriert, es sei die Absicht des Weltwirtschafsforums, die Welt zu einem besseren Ort zu machen". In ihren Augen sichere es jedoch nur den Status Quo der Eliten. Geprägt von der sozialen Marktwirtschaft, glaubt Schwab fest daran, dass die Probleme der Welt nur im Dialog gelöst werden können. Im Film sagt er: "Wenn sie Pfarrer einer Kirche wären, möchten sie, dass die Sünder am Sonntag in ihre Kirche kommen und möchten sie nicht aussperren."

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Dinner-Tafel mit Donald Trump, Prof. Klaus Schwab und Europas Wirtschaftselite beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2018

Die Kamera ist dabei, wenn sich Trump, Bolsonaro & Co. zu bilateralen Gesprächen mit Wirtschaftsführern zurückziehen, wenn diplomatische Konflikte in den verschachtelten Gängen des Kongresszentrums in Davos ausgetragen werden oder CEOs der weltgrößten Konzerne die Schulbank drücken und an komplexe Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz herangeführt werden.

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Veranstaltungsraum auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2018

Gleichzeitig begleitet der Film führende Mitarbeiter von Klaus Schwab nach Asien und Afrika, etwa beim Versuch durch nachhaltige Palmölprojekte in Indonesien die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen oder nach Ruanda, wo die Versorgung von Krankenhäusern mit Blutkonserven durch Drohnen erprobt wird.

(c) PierreJohne 2018

Prof. Klaus Schwab im Gespräch mit dem Premierminister Kanadas, Justin Trudeau.

Während der Dreharbeiten 2018 und 2019 ist die Welt in Aufruhr: Klimakrise, Brexit, Gelbwestenproteste auf Frankreichs Straßen, der brennende Amazonas-Regenwald und der Handelskrieg zwischen den Weltmächten USA und China.

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Prof. Klaus Schwab und Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro betreten die Bühne beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2019

Aber nicht nur eine neue Riege populistischer Führer wie Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro fordern Elite und Establishment heraus, auch eine neue Generation rebellischer Jugendlicher, angeführt von der Klimaaktivistin Greta Thunberg drängen in die Öffentlichkeit.

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Greta Thunberg, die schwedische Klimaschutzaktivistin, bei einer Veranstaltung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2019

Jennifer Morgan nutzt das exklusive Treffen, um Politiker und Wirtschaftsführer für mehr Klimaschutz zu gewinnen. Der Film wirft Fragen auf: Trägt die Vision von Klaus Schwab Früchte und kann das Weltwirtschafsforum zur Lösung der globalen Probleme beitragen? Oder ist es Teil des Problems und dient nur der Durchsetzung der Eigeninteressen der globalen Elite?

Regie: Marcus Vetter

DOKUMENTARFILM IN ÖSTERREICH

dok.at, die Interessensgemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm, ist der einzige professionelle Filmverband in Österreich, der sich gezielt für den Dokumentarfilm einsetzt.
Die Gruppe umfasst sowohl Regisseure und Regisseurinnen als auch Produktionsfirmen und versteht sich als film- und medienspezifische Lobby der Dokumentarfilmschaffenden in Österreich.

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