Braun-Töne: Die Band "frei.wild" und ihr Volksempfinden

Musik, die krank macht?
Sie sähen ihre Feinde am liebsten in der Hölle schmoren, ihre Heimat aber sei noch nicht verloren. Nun, nicht alles, was sich reimt, ist Poesie.

Auf die martialische Inbrunst, mit der die Band "frei.wild" die heimatliche Scholle beschwört, machen sich viele ihren ganz eigenen Reim: Die deutsche Phono-Akademie jedenfalls strich die Südtiroler Rocker von der Nominierungsliste zum renommierten Musikpreis Echo und die Stadt Wels kippte ein bereits fixiertes Konzert.

Philipp Burger (c) EPA/BRITTA PEDERSEN

Dass Sänger Philipp Burger einst rechter Skinhead gewesen ist, wiegt vielen schwerer, als dessen Distanzierungen von der Nazi-Ideologie. Sind "frei.wild" nun also so harmlos wie sie sich geben oder wird hier rechtsextremes Gedankengut in den Mainstream eingeschleust? Begreifen junge Menschen überhaupt, welche Inhalte ihnen – manchmal schunkelig, manchmal punkig – um die Ohren gehauen werden? Und welche Gefahr stellt Rock von rechts generell dar?

Der Versuch einer Analyse im kultur.montag.

TV-Beitrag: Dietmar Petschl, Stefan Gavac

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