CHRISTOPH WALTZ

Der österreichische Schauspieler mit deutschem Pass stieg dank seiner ikonischen Rollen in Quentin-Tarantino-Filmen zum zweifachen Oscar- und Golden-Globe-Preisträger auf.

Im Bild: Christoph Waltz bei der BAFTA Tea Party am 9.1.2016 (c)APA/AFP PHOTO/FREDERIC J. BROWN(c)ORF/LISA Film

Der am 4. Oktober 1956 in Wien geborene Schauspieler studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Lee Strasberg Theatre Institut in New York Schauspielerei. Mit 19 Jahren stand er erstmals am Züricher Schauspielhaus als „Amadeus“ auf der Bühne. Zahlreiche weitere Engagements folgten. Im TV überzeugte er in seiner Darstellung des Maximilian Kolbe in „Leben für Leben“ und machte in der Kino-Komödie „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ als frustrierter Romanautor auf sich aufmerksam.

Bayerischer Filmpreis mit Roy Black

Für die Darstellung des Roy Black in "Du bist nicht allein – Die Roy Black Story" wurde er 1996 bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels und 1997 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. 2002 und 2004 erhielt er den Grimme-Preis für "Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker" und "Dienstreise – was für eine Nacht". 2003 wurde er als bester männlicher Nebendarsteller mit dem Deutschen Fernsehpreis für "Jagd auf den Flammenmann" ausgezeichnet.

2x Oscar mit Tarantino
Doch der internationale Durchbruch stellt sich erst mit seiner vielschichtigen Darstellung des SS-Oberst Hans Landa in Quentin Tarantinos Kriegsfarce "Inglorious Basterds" ein, die ihm im Jahre 2010 den Oscar und den Golden Globe einbrachten. Nur drei Jahre später holte Tarantino ihn für seinen Neo-Western "Django Unchained" erneut vor die Kamera - und Waltz gewann seinen zweiten Golden Globe und Oscar.
Bond-Bösewicht Blofeld
Im Jahre 2015 besetzte ihn Regisseur Sam Mendes als James Bond-Bösewicht Stavro Blofeld im 24. und bislang letzten 007-Abenteuer "Spectre".

Christoph Waltz ist Vater von vier Kindern und mit Kostümbildnerin Judith Holste verheiratet.