Alois Maier-Kaibitsch

Alois Maier-Kaibitsch (20. Mai 1891 in Leoben – 26. November 1958 in Klagenfurt) gilt als zentrale Figur für die Germanisierungspolitik in Kärnten. 1919 kämpfte er im Kärntner Grenzfindungskampf. Unmittelbar danach koordinierte er im Vorfeld des Plebiszits als stellvertretender Geschäftsführer des Kärntner Heimatdienstes die Pro-Österreich Propaganda. In der Folge übernahm er den KHD, ab 1924 Kärntner Heimatbund. Unter seiner Leitung wurde der KHD zu einer deutschnationalen Organisation.

Bereits am 1. Jänner 1934 trat Maier-Kaibitsch der illegalen NSDAP bei und war als deren nationalpolitischer Referent tätig. Ab dem 13. März 1938 war er zunächst Mitglied der Landesregierung, später wurde er als Referent für Volkstumsfragen ins Beamtentum übernommen.

Als Leiter der Volkstumsstelle war Maier-Kaibitsch auch für die zwangsweise Aussiedlung der Kärntner Slowenen mitverantwortlich. Innerhalb der SS stieg er bis zum Rang eines SS Standartenführers auf. Nach seiner Verhaftung nach Kriegsende wurde 1947 Anklage gegen ihn erhoben. Das Volksgericht verurteilte Maier-Kaibitsch am 31. Oktober 1947 zu einer lebenslangen Haftstrafe. Unmittelbar nach Unterzeichnung des Staatsvertrags suchte die Kärntner Landsmannschaft um eine Amnestierung an. 1956 wurde er krankheitsbedingt entlassen, zwei Jahre später verstarb er.