Die Gesichter der ZIB 2

Armin Wolf. (Bild: ORF)

Armin Wolf

Armin Wolf moderiert die ZiB2 seit 2002 und ist darüber noch immer ein wenig erstaunt. Er wollte nämlich nie zum Fernsehen. Mittlerweile arbeitet er aber schon einige Zeit in der ZiB-Redaktion, konkret seit 1995, als er nach zehn Jahren Radio vom ORF-Funkhaus auf den Küniglberg wechselte. Weniger des Fernsehens wegen, sondern wegen des legendären "Inlandsreport"-Chefs Johannes Fischer, der ihn für die neugegründete ZiB2-Redaktion anwarb. Später gehörte Armin Wolf zum kleinen Gründungsteam der ZiB3 (heute ZiB24) und wurde deren erster Redaktionsleiter. 2001 wechselte er als Chefreporter in die ZiB2 zurück und sprang im Jahr darauf auch erstmals als Moderator ein. Seit 2007 ist er Hauptmoderator der Sendung und seit 2010 auch stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation. Für seine ZiB2-Interviews wird Armin Wolf häufig kritisiert ("Meine Kinder haben schon im Kindergarten gelernt, dass man andere Leute aussprechen lässt, Ihr Moderator offenbar nicht!"), manchmal gelobt und gelegentlich ausgezeichnet: u.a. als "Journalist des Jahres", mit zwei "Romys" als beliebtester Nachrichtenmoderator und dem Robert-Hochner-Preis. 2012 wurde er für Österreichs erfolgreichsten Twitter-Account zum „Onliner des Jahres“ gewählt.

Geboren wurde Armin Wolf 1966 in Innsbruck. Nach der Gründung einer Schülerzeitung an der Handelsakademie und nach zweieinhalb Jahren Lehrzeit im ORF-Landesstudio Tirol übersiedelte er als Außenpolitik-Redakteur zum Hörfunk nach Wien. Er berichtete u. a. aus Prag von der "Samtenen Revolution" 1989, aus dem Irak, Israel und Saudiarabien und von den ersten freien Wahlen in Südafrika. Nach einem Jahr als USA-Korrespondent in Washington D.C. versuchte er sich noch einmal an seinem abgebrochenen Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Zeitgeschichte. Bis zur Sponsion benötigte er gerade mal 29 Semester, bis zur Promotion schlanke 40. Seinen MBA an der Berlin School of Creative Leadership schaffte er dafür in der Mindestzeit, da war er allerdings schon 43. Heute unterrichtet er regelmäßig an Unis und Fachhochschulen, u.a. als „Theodor Herzl-Dozent“ für Journalismus an der Universität Wien. Die "Herzl-Vorlesungen" sind 2013 unter dem Titel "Wozu brauchen wir noch Journalisten?" als Buch erschienen (Picus-Verlag, Wien).

Armin Wolf ist mit der Journalistin Euke Frank verheiratet und lebt mit seiner Familie in Wien und im Waldviertel. Er liest viel, liebt Theater, Oper, Kino und Ö1 und reist sehr gerne. Seine Traumjobs - außer der ZiB2 - wären Toskana-Korrespondent oder Privatgelehrter, wahlweise auch Privatgelehrter in der Toskana. Nach Tirol kann er aufgrund mangelnden Integrationswillens (bekennender Nichtschifahrer und Wien-Fan) wohl nicht mehr dauerhaft zurück.

Lou Lorenz-Dittlbacher. (ORF)

Lou Lorenz-Dittlbacher

Lou (eigentlich Marielouise) Lorenz begann nach der Matura Latein und Französisch zu studieren und gab nebenbei Nachhilfe. Wirklich erfüllt hat sie diese Tätigkeit nicht: Pädagogische Aufgaben wurden gelöst, für persönliche Probleme der Kids blieb keine Zeit, und so beschloss die gebürtige Wienerin, einen anderen Berufsweg einzuschlagen.
Eine große Portion Neugierde und das Talent zum Schreiben führte die gebürtige Wienerin auf die journalistische Laufbahn: Nach dem Hochschulkurs für Europajournalismus an der Uni Wien arbeitete Lou Lorenz bei "Der Standard", "Kurier" und "Wirtschaftswoche". Ihre ersten Erfahrungen im Fernsehjournalismus machte sie bei einem Privatfernsehsender.

Seit 1999 arbeitet Lorenz beim ORF, zunächst als Präsentatorin und Gestalterin der "ZiB 3 Newsline". Sie gestaltete Beiträge für die Innenpolitik-Redaktion der "Zeit im Bild", u. a. als Live-Reporterin bei Wahlen. Lorenz moderierte die Kurzausgaben der "ZiB" sowie die "ZiB 3". Vor der Nationalratswahl 2008 präsentierte sie gemeinsam mit Roman Rafreider die Reihe "Wahl 08 - Ihre Frage", in denen die Spitzenkandidaten aller Parlamentsparteien Schülern aus ganz Österreich Rede und Antwort standen. In den letzten Jahren bis zu ihrer Karenz war sie Moderatorin der "ZiB 20" und der "ZiB 24", deren stellvertretende Sendungsverantwortliche sie auch war.