Generationenhaus

ORF

Alternative Lebensmodelle statt Kleinfamilie

Bis dass der Tod uns scheidet ist eine Redewendung, die nur mehr selten gelebt wird. Immer mehr im Trend sind dagegen alternative Lebensmodelle: Ob ausschließlich auf Senioren zugeschnittene Kleinstädte wie in den USA oder Öko-Gemeinschaften weltweit - das Leben wird immer bunter, auch in Österreich.

Anstatt im Alter alleine in viel zu großen Wohnungen oder Häusern zu leben entscheiden sich immer mehr Menschen für alternative Wohnformen. Aber auch Jüngere entscheiden sich bewusst gegen die konventionellen Lebensformen und suchen nach Alternativen.

Generationen unter einem Dach

Ein Modell ist das sogenannte Generationenhaus, das auf die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt baut. So können die jungen Generationen von den Erfahrungen der älteren profitieren und alleinstehende Seniorinnen und Senioren müssen nicht alleine ein Haus oder eine Wohnung bewohnen. Aufgaben im Haushalt könnten so außerdem altersentsprechend geteilt werden.

Ausstieg als Alternative

Andere wiederum wählen den Ausstieg aus der klassischen Gesellschaft und werden zu Selbstversorgern. Ein autarkes Leben auf einem Bauernhof, wo Lebensmittel selbst angepflanzt und geerntet werden, scheint für Junge besondere Attraktivität auszustrahlen.

Neue Formen entstehen

Aber auch neue Formen des Zusammenlebens entstehen durch engagierte Initiatoren. So gibt es zum Beispiel auch Senioren-Wohngemeinschaften, wo sich Ältere zu einem Wohnkonzept zusammenschließen und sich so Gesellschaft leisten.

Ob Bauernhof oder ein Wohnwagen-Park - die Möglichkeiten, abseits der Norm leben zu können, sind vielfältig. Genau wie das Leben selbst.

Talk zum Tagesthema

Zukunftsforscher Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen aus Salzburg sprach über die Veränderung der klassischen Familienstruktur. Er erläuterte, was die Faktoren für diesen Wandel sind.

Der „Guten Morgen Österreich“-Experte

  • Hans Holzinger, Zukunftsforscher