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Lebensmittelverschwendung

Die weltweite Lebensmittelverschwendung ist seit Jahren ein häufig diskutiertes Thema. Jährlich wird auf der ganzen Welt tonnenweise Nahrung weggeschmissen, in Österreich sind es 760.000 Tonnen, die jedes Jahr auf dem Müll landen. Und das oft nur, weil viele Produkte ein Ablaufdatum haben. Doch dies bedeutet oft nicht, dass diese Lebensmittel bereits unverträglich und verdorben sind.

Mindesthaltbarkeit nicht gleich Ablaufdatum

Viele der entsorgten Nahrunsgmittel werden originalverpackt und nur deshalb weggeschmissen, weil sie abgelaufen sind. Das Ablaufdatum ist aber in Wirklichkeit nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Neben Milch-und Süßspeisen landen auch Obst und Gemüse täglich auf der Müllhalde. Eine unglaubliche Verschwendung, die nicht sein müsste meint die Umweltschutzorganisation Greenpeace: Denn viele Lebensmittel halten bedeutend länger als auf der Packung angegeben. Das hat Greenpeace auch bei einem Langzeit-Haltbarkeitstest nachgewiesen.

Testergebnisse

Bei diesem Test kam heraus, dass zum Beispiel Eier erst zweieinhalb Monate nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schlecht wurden. Und das Naturjoghurt hielt ganze sechs Monate bei sachgemäßer Lagerung, ohne sich sensorisch oder mikrobiologisch verändert zu haben. Trotz vieler Aufrufe zu weniger Verschwendung und mehr Wiederverwertung gibt es noch immer zu viele Länder auf der Welt in denen die Bevölkerung hungert.

Welche Unterschiede es bei den verschiedenen Datenangaben gibt und wie Sie Lebensmittel richtig lagern sollten, um diese lange genießbar zu halten erklären die Expertinnen in der Sendung.

Das Verbrauchsdatum findet man auf Produkte die schnell verderben wie Fleisch und Fisch. Das Mindesthaltbarkeitsdatum widerum auf Milchprodukte, Süßspeisen und anderem. Verbrauchsdaten seien ernst zu nehmen, da Fleisch und Fisch nach einigen Tagen Keime entwickeln, die gesundheitsgefährdend sein können, so Ingrid Kiefer. Will man Lebensmittel länger frisch halten, so solle man diese einfrieren und grundsätzlich auf Großpackungen und Unnötiges, das nicht auf der Einkaufsliste steht vermeiden, erklärt die Ernährungswissenschafterin.

Die „Guten Morgen Österreich“- Expertinnen

  • Nunu Kaller Konsumentensprecherin Greenpeace Österreich
  • Ingrid Kiefer, Österr. Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit