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Länge: 45min

Wiederholung am
23.04.2018, 15:45

Expeditionen

Orientalische Gartenlust: Andalusien - Das Erbe der Mauren

Andalusien gehörte fast 800 Jahre lang zur islamischen Welt. Bis heute prägt diese Epoche die Gartenkultur in Südspanien. Bereits im frühen 8. Jahrhundert drangen Muslime in Südspanien ein, brachten dabei ihre kulturellen Schätze mit und verschmolzen siemit denen, die sie vorfanden. Die besetzten Gebiete hatten einen vielfältigen historischen und kulturellen Reichtum zu bieten: spanisch-christliche Wurzeln, römische und jüdische Einflüsse. Die muslimischen Eroberer assimilierten diese Kulturen und schufen die sogenannten maurischen Gärten Spaniens. Ihre Besonderheit in der islamischen Gartenkultur: Weil sie nicht in der Wüste waren, gab es keinen Grund, die Umgebung auszuschließen, und so wurden Blicke in die Landschaft eingeplant. Die bekanntesten Gartenanlagen finden sich in der Alhambra und im Generalife in Granada, sie zählen zu den touristischen Höhepunkten einer Andalusienreise. Die islamische Kultur steht hier ausschließlich für Schönheit und Exotik. Aber auch abseits dieser bekannten Pfade gibt es islamisch beeinflusste Gartenkultur. In der spektakulär gelegenen Stadt Ronda, die an einer 100 Meter tiefen Schlucht gebaut ist und einst ein attraktiver Ort für reiche Handelsfamilien war, entdecken wir die Gärten und des Palasts Casa del Rey Moro. In Granada eröffnen sich von den Carmen-Gärten spektakuläre Blicke auf die Alhambra. Und auch in Córdoba, Sevilla und Málaga entdeckt die Dokumentation orientalische Gartenlust, die heute ganz selbstverständlich zum kulturellen Erbe Europas gehört. (Doku 2016)