|
|
 Sie kämpfen gegen Langeweile und Politikverdrossenheit. Wenn Komödianten in die Politik gehen, so wollen sie Humor und Kreativität, wo sonst öde Sitzungen und Aktenarbeit den Alltag lähmen. Die Wähler geben ihnen manchmal sogar eine Chance. Meist dann, wenn unkonventionelle Lösungen angesagt sind, wie das Weltjournal in einer Reportage zeigt. Jon Gnarr, Bürgermeister von Reykjavik und Beppe Grillo, Starkomiker und Parteichef in Italien, sie alle bringen ihr Publikum zum Lachen – auch außerhalb des Amtes.
Und selbst Politiker, wie Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, treten ins Scheinwerferlicht des Kabaretts. Meist geht es darum, die Scheinpolitik, die der Berufspolitiker so gerne pflegt, zu demaskieren. Es ist ein ambivalentes Verhältnis zwischen den Zwängen des Politikers und dem entlarvenden Humor des Kabaretts. Die beiden Weltjournal-Redakteure Julieta Rudich und Patrick Hafner haben die Protagonisten aus Comedy und Politik getroffen, und diese erzählen, wie gut sich aus dem vollen schöpfen lässt, wenn man erst einmal an der Quelle sitzt, aus der sich das Kabarett speist. |