4:55

VPS 4:50

AUT

Stereo

16:9

Länge: 53min

UT

Wiederholung vom
15.06.2018, 16:02

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Lass doch endlich deine Schuldgefühle sein

Aus Unreife, Unüberlegtheit, oder einfach weil man eine Situation falsch eingeschätzt hat, begeht man manchmal Fehler, die auch nach langer Zeit noch an einem nagen. Wie soll man mit diesen moralischen Bedenken umgehen? Während einige von Barbaras Gästen behaupten noch nie Schuldgefühle gehabt zu haben, gestehen andere, dass sie manchmal von schlechtem Gewissen geplagt wurden.

Eva Maria

Eva Maria, 51, Stewardess aus Niederösterreich,

lernte gleichzeitig mit ihrer Freundin Barbara in jungen Jahren den Balletttänzer Peter kennen. Alle drei verbrachten viel Zeit miteinander. "Wir kannten ja nur die Schule und das Ballett", erinnert sich Eva, "und so kam es wie es kommen musste und Barbara verliebte sich in Peter. Sie erzählte mir das auch, aber ich war ja ebenfalls in Peter verliebt." Zweimal kam es in den folgenden Jahren zu einer kurzen Liaison zwischen Peter und Eva Maria, der später der Vater von Barbaras drei Söhnen wurde. "Meine Freundin Barbara versteht aber, dass auch ich Gefühle für Ihren Mann hatte.“ Eva Maria erklärt: "Es war mehr eine 'Welpenliebe' als alles andere." Aber trotzdem habe ich heute noch Schuldgefühle meiner besten Freundin gegenüber."

Roland

Roland, 46, Geomant aus Niederösterreich,

erzählt, dass er sein Leben lang immer viel gearbeitet hat. "Mir wurde schon in die Wiege gelegt, dass Arbeit immer an erster Stelle stehen muss. Lange Zeit hatte ich deshalb jedoch Schuldgefühle meiner Familie gegenüber." Roland erklärt, dass er kaum für seine Kinder da war, als sie klein waren. "Somit habe ich auch viel versäumt. Deshalb war auch unsere Ehe oft gefährdet, weil meine Frau sich lange wie eine alleinerziehende Mutter fühlte." Roland wusste zu diesem Zeitpunkt: "Ich muss etwas ändern, sonst verliere ich meine Familie, also habe ich einen Schlussstrich unter mein altes Leben gezogen. "Heute arbeite ich weniger, damit mehr Zeit für die Familie bleibt."