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Krimi

VPS 23:59

USA 1968

Stereo

16:9

Länge: 1h 35min

UT

50 Jahre Columbo:

Columbo - Mord nach Rezept

("Prescription Murder")

AUFTAKT ZUR ORF-COLUMBO-WOCHE

Columbo-Fans aufgepasst! Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des kultigen Inspektors sendet der ORF von Montag bis Freitag jeweils eine ganz besondere Folge. In der heutigen allerersten Folge aus dem Jahre 1968 geht Columbo (Peter Falk) dem Mord an der Ehefrau des Psychiaters Dr. Ray Fleming nach.

50 Jahre Columbo

Kult-Ermittler Columbo feiert sein 50-jähriges Dienstjubiläum. Am 20. Februar 1968, einem Donnerstag, lief die allererste Folge (als 90 minütiges TV-Movie) mit dem Titel "Mord nach Rezept" ("Prescription Murder") über die amerikanischen Bildschirme.

Anlass genug, um eine Columbo-Woche ins Leben zu rufen und die ORF-Zuseher mit fünf Spezialfolgen der langlebigen Krimiserie zu verwöhnen. Von Montag, 19. Februar bis inklusive Freitag, 23. Februar 2018 steht jeweils um ca. 00:00 eine ganz besondere Episode auf dem Programm von ORF2.

• Mo/19.2./00:10: "MORD NACH REZEPT", 1968
(Pilot)

• Di/20.2./00:05: "EIN DENKMAL FÜR DIE EWIGKEIT", 1972 (Regie: Peter Falk)

• Mi/21.2./23:50:
"TÖDLICHE TRENNUNG", 1971
(Regie: Steven Spielberg)

• Do/22.2./00:05:
"DER TOTE IN DER HEIZDECKE" , 1993
(Gaststar Faye Dunaway gewann einen Emmy in der Rolle der elegante Mörderin Lauren Staton)

• Fr/23.2./23:30:
"DIE LETZTE PARTY", 2003
(die allerletzte Folge)

Ein Prosit auf den 50er: Faye Dunaway (Lauren Staton), Peter Falk (Insp. Columbo) in der Folge "Der Tote in der Heizdecke" aus dem Jahre 1993. (c)ORF/Universal

Im Bild: Peter Falk (Insp. Columbo), Gene Barry (Dr. Flemming).

Im Bild: Peter Falk (Insp. Columbo)(c)ORF/Universal

Die allererste Folge: 'Columbo - Mord nach Rezept'

Der ausgeleierte Regenmantel, die ewige Zigarre und die unsichtbare Ehefrau - bereits in Columbos erstem Auftritt (dessen Vorname übrigens immer ein Rätsel blieb) am 20. Februar 1968 auf dem Sender NBC waren fast alle Requisiten, die ihn über die nächsten 35 Jahre begleiten sollten, vorhanden. Der alte Peugeot und sein Hund namens 'Hund' kamen später dazu. Und selbstverständlich waren auch die wie zufällig hingeworfenen Bemerkungen à la "Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit" schon Teil seiner Ermittlungen.
ÜBER NACHT ZUM STAR
Der damals 40-jährige Italo-New-Yorker Peter Falk, der sich bereits seit Ende der 1950er Jahre eine solide Karriere im Film- und Fernsehgeschäft aufgebaut hatte, war von den Reaktionen auf sein Columbo-Debüt überwältigt. Doch die Fans mussten sich noch drei Jahre gedulden, ehe Peter Falk zum zweiten Mal den legendären Regenmantel überstreifte, und zwar in der Folge "Lösegeld für einen Toten", die am 1. März 1971 ausgestrahlt wurde.
PROMINENTE GASTSTARS
In den folgenden Jahren rissen sich Stars aus dem Showbiz um Gastauftritte in der Serie: darunter Schauspieler wie Leonard Nimoy, William Shatner, Gena Rowlands, Martin Sheen, Martin Landau, Faye Dunaway (am 22.2. in der Folge "Der Tote in der Heizdecke" zu sehen) und Musikgrößen wie Little Richard und Johnny Cash.

ZUM INHALT:

Der Psychiater Dr. Ray Flemming und seine Frau Carol geben eine Party anlässlich ihres zehnten Hochzeitstages. Die Ehe steckt in einer tiefen Krise. Carol erhofft sich von einer gemeinsamen Mexiko-Reise einen neuen Anfang. Mit seiner Geliebten Joan entwirft Flemming den perfekten Mordplan. Sein Alibi scheint sicher zu sein, doch bei seiner Rückkehr wartet Lt. Columbo mit einer Überraschung auf ihn.

DARSTELLER
Peter Falk (Columbo)
Gene Barry (Dr. Flemming)
Katherine Justice (Joan)
William Windom (Burt Gordon)
Nina Foch (Carol)
Regie: Richard Irving
Drehbuch: William Link, Richard Levinson
Kamera: Ray Rennahan
Musik: Dave Grusin

Im Bild: Peter Falk (Insp. Columbo)(c)ORF/Universal

"Da ist noch eine Sache ...''

Am 20. Februar 1968 lernte das US-Fernsehpublikum einen Inspektor (Lieutenant in den USA) mit einem völlig neuen Krimi-Konzept kennen, das bis heute die Zuschauer auch in der x-ten Wiederholung fasziniert. Zum Tatort kam er stets in seinem alten Peugeot-Cabrio 403, Baujahr 1959, mit zerknittertem Trenchcoat, rauchte ewig an einer billigen Zigarre, wirkte immer ein wenig zerstreut und beruhigte die Tatverdächtigen mit Sätzen wie: "Reine Routine, Sir". Das originelle Konzept der Serie, nämlich, dass der Zuseher bereits von Anfang an den Mörder kannte, ergab ein lustvolles Katz-und-Maus-Spiel - wie wird der Täter überführt werden?
JÄGER IN DER UPPER CLASS
Bevorzugtes Tatort-Terrain war die obere Mittelschicht in Los Angeles. Columbos Befragungen waren stets höflich und zurückhaltend, gerne verwickelte er den Täter in harmlosen Small-Talk, doch als Zuseher konnte man es kaum erwarten, bis der Mörder dem Inspektor endlich in die Falle ging.

Im Bild (v.li.): Peter Falk (Insp. Columbo), Gaststar Oskar Werner (Harold Van Wyck)(c)ORF/Universal

FÜNF DEUTSCHE SYNCHRONSTIMMEN
Die deutschsprachigen Fans mussten sich im Laufe der Jahre an fünf verschiedene Stimmen von "Columbo" gewöhnen. Das war vor allem den Ausstrahlungen auf verschiedenen Sendern, aber auch wechselnden Synchronstudios und diversen Verwertungen (wie zb. Video) geschuldet. Die bekannteste Stimme ist die des deutschen Schauspielers Klaus Schwarzkopf, der in den meisten Episoden zu hören ist.

PREISREGEN FÜR DIE KULTSERIE
Nach 10 Staffeln und 69 Folgen mit vielen Pausen dazwischen hängte Columbo mit seinem Auftritt in "Die letzte Party" am 30. Jänner 2003 seinen Trench endgültig an den Nagel. Die Serie erhielt sechs Golden-Globe-Nominierungen und eine Emmy-Nominierung im Jahre 1974 und wurde in 80 Länder der Welt verkauft. Peter Falk gewann für seine Darstellung von Columbo bei insgesamt neun Nominierungen im Jahre 1973 den Golden Globe als Bester TV-Schauspieler in der Kategorie Drama. Bei 10 Emmy-Nominierungen holte er sich vier Mal den Emmy als Bester TV-Hauptdarsteller in einer Dramaserie.

Im Bild: Gaststar Gena Rowlands (Elizabeth), Peter Falk (Insp. Columbo)(c)ORF/Universal

<i>Im Bild: Peter Falk (Insp. Columbo) (c)ORF/Universal</i>

Peter Falk (1927 - 2011)

Peter Falk wurde am 16. September 1927 als Sohn russisch-polnischer Eltern jüdischer Abstammung in New York geboren. Sein rechtes Auge verlor Peter im Alter von drei Jahren nach einer Krebserkrankung und wurde durch ein Glasauge ersetzt. Nach verschiedenen Jobs als Koch bei den Marines, Buchhalter und einem Abschluss in Politikwissenschaft von der Syrakuse University, bewarb sich Falk bei der CIA, wurde aber abgelehnt. Also versuchte sich der gescheiterte Geheimagent in der Schauspielerei. 1958 feierte der Schüler der Sanford-Meisner-Methode sein Spielfilmdebüt mit "Unter dem Sumpf" und erntete zwei Oscar-Nominierungen für seine Darstellungen in "Unterwelt" (1960) und in "Die unteren Zehntausend" (1961).

Durchbruch mit Columbo

Aber erst mit dem Pilot "Columbo: Mord nach Rezept" im Jahre 1968 gelang ihm der große Durchbruch. Mit fünf Emmys, einem Golden Globe und zahlreichen anderen Preisen avancierte der vierfache Familienvater zum internationalen Star. Neben seine Auftritten als Inspektor Columbo ließ es sich Falk aber keinesfalls nehmen, auch Filme zu drehen. Ob in Gastauftritten in Wim-Wenders-Filmen "Der Himmel über Berlin" und "In weiter Ferne, so nah!" oder als Märchen-Opa in Rob Reiners Komödie "Die Braut des Prinzen", Peter Falk war immer gern gesehener Gaststar namhafter Regisseure. Robert Altman besetzte ihn in "The Player", auch spielte er in vier Filmen seines Freundes, dem 1989 verstorbenen Schauspieler und Regisseur John Cassavetes.
Im Bild: Peter Falk auf Thomas Gottschalks Gästecouch bei "Wetten, dass ...?" am 22.2. 2003. Quelle:APA/dpa/Miguel Villagran

Bild: Peter Falk, alias Columbo, stellt seine Autobiographie "Just One More Thing - Stories from My Life by Peter Falk" am 10. Oktober 2006 in Hollywood vor. Quelle: APA/GABRIEL BOUYS / AFP

Malen zum Entspannen

Privat entspannte er sich am liebsten beim Malen und Zeichnen (von vornehmlich nackten Frauen). Von 1977 bis zu seinem Tod war Falk mit der um 23 Jahre jüngeren Schauspielerin Shera Danese (siehe Bild links) verheiratet. Die beiden hatten sich beim Dreh zur Columbo-Folge "Mord im Bistro" kennengelernt.

Am 23. Juni 2011 starb der Schauspieler im Alter von 83 Jahren in Beverly Hills. Der Schauspieler litt nach Angaben seiner Adoptivtochter unter Demenz und Alzheimer.
Im Bild: Peter Falk und seine Ehefrau Shera Danese bei den Golden Globe Awards in Beverly Hills am 16. Jänner 2006. Quelle:APA/AFP PHOTO/Susan GOLDMAN

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