4:41

VPS 4:55

AUT

Stereo

16:9

Länge: 53min

UT

Wiederholung vom
09.02.2018, 16:02

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Kompromisse schaden der Beziehung

Ist es in jeder Beziehung notwendig Kompromisse einzugehen um eine Balance zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Partner zu finden, oder macht es keinen Sinn die eigenen Wünsche hintanzustellen, weil die Forderung nach Entgegenkommen und einer Änderung doch auch ein Zeichen dafür ist, dass man nicht so angenommen wird, wie man ist.

Helga

Helga, 39, Energetikerin aus der Steiermark,

war bereits zwanzig Jahre verheiratet bevor sie ihren heutigen Partner kennenlernte. "Ich lebte früher ein Leben geprägt von Kompromissen", erzählt sie. "Es war etwas, womit ich aufwuchs und es war völlig selbstverständlich für mich." Doch als sie nach der Scheidung ihren Ernst kennenlernte, lernte sie auch, dass eine Beziehung auch ganz anders funktionieren kann. "Denn Ernst versucht Kompromisse so gut es geht im Leben zu vermeiden. Ich habe dadurch nicht nur gelernt, mich mehr mit mir selbst zu beschäftigen und weniger den Partner in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auch die Kindererziehung viel entspannter zu sehen. Seitdem fühle ich mich sehr viel freier."

Helmut

Helmut, 52, gelernter Konditor aus Wien,

meint: "Eine Beziehung ohne Kompromisse kann nicht funktionieren", und er weiß, dass beide Partner manchmal nachgeben müssen. "Auch wenn man dann nicht immer hundert prozentig zufrieden damit ist, so ist ein Entgegenkommen dem Partner gegenüber ein Muss, um eine glückliche Ehe zu führen." Helmut hält es so, sagt er: "Ob es nun um den Autokauf oder um ein gemeinsames Hobby geht, die Meinung meiner Frau zählt für mich auf jeden Fall." Er könnte sich nicht vorstellen, mit einer Partnerin zusammen zu leben, die stur und egoistisch nur auf ihre eigenen Wünsche achtet. "Solche Menschen sind für mich beziehungsunfähig."