12:00

Dokumentation

VPS 12:00

FRA 2007

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 59min

tv.ORF.at/matinee

matinee

Leidenschaft Bolero, Maurice Ravel

(c) ORF

Der Boléro gilt als eines der bekanntesten und am häufigsten interpretierten Werke der Orchesterliteratur und ist dennoch bis heute umstritten. Der Dokumentarfilm beleuchtet Ravels Leben und versucht dem Mysterium Boléro auf den Grund zu gehen.

(c) ORF/Arte France/BNF

Maurice Ravel

Ein kurzfristiger Auftrag der russischen Tänzerin Ida Rubinstein lieferte den Anstoß zur Komposition: sie bat ihren guten Freund Maurice Ravel, für sie ein spanisches Ballett zu schreiben. Ravel, der für gewöhnlich lange an seiner Musik feilte, war gezwungen, in kurzer Zeit ein tanzbares Opus zu liefern.

(c) ORF/Arte France

Er schuf ein musikalisch simples Werk ohne Anspruch auf Virtuosität. Die Basis der Komposition bildet ein rhythmisches Ostinato, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht. Darüber erheben sich zwei ständig wiederkehrende Themen, die weder variiert noch entwickelt werden. Der besondere Reiz des Stückes ergibt sich durch das Klangfarbenspiel, das aus der wechselnden Instrumentierung hervorgeht. Den Spannungsbogen über die etwas mehr als eine Viertelstunde dauernde Komposition liefert ein langes, progressives Crescendo.

(c) ORF/Arte France

Viele zeitgenössische Komponisten verachteten den Boléro. Ravel selbst hielt ihn für eine Provokation und war vom großen Erfolg seiner Komposition äußert verblüfft. Auf die Frage nach seinem Meisterwerk antwortete er lediglich: "Der Boléro natürlich. Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält."

Regie: Michel Follin