1:29

TV-Film

VPS 1:30

DEU 2017

Stereo

16:9

Länge: 1h 35min

UT

Wiederholung vom
02.01.2018, 20:14

Charité

Starbesetzter Event-Dreiteiler

Während Ende des 19. Jahrhunderts am Berliner Krankenhaus Charité bahnbrechende Forschung betrieben wird, verfolgt die junge Hilfsschwester Ida Lenze mutig ihren Traum, Ärztin zu werden. Mit Alicia von Rittberg, Justus von Dohnányi, Emilia Schüle u.v.a.

Historische Krankenhausserie

Film-Regisseur Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern", "Der bewegte Mann") entführt den Zuseher auf eine Reise in das Jahr 1888, als Berlins ältestes Krankenhaus, die "Charité", mit wegweisenden Forschungen Medizingeschichte schrieb. Unbestrittener Star unter den Ärzten war Robert Koch (Justus von Dohnányi), der den Erreger der Tuberkulose entdeckt hatte und fieberhaft an einem Heilmittel gegen die Krankheit arbeitete. Doch auch seine ehrgeizigen Kollegen Emil Behring (Matthias Koeberlin), Paul Ehrlich (Christoph Bach) und Rudolf Virchow (Ernst Stötzner) sind bestrebt, neben ihrem Lehrauftrag an der Klinik, ihre Studien voranzutreiben.

Für die Darstellung seiner Figuren versammelte Regisseur Sönke Wortmann eine prominente Besetzungsriege, mit allen voran Justus von Dohnányi als Prof. Robert Koch, Emilia Schüle als seine Geliebte und Matthias Koeberlin als ehrgeiziger Prof. Behring. Die 24-jährige Jungschauspielerin Alicia von Rittberg brilliert in der Rolle der Hilfswärterin Ida Lenze und wurde erst im November mit einem Bambi für ihre schauspielerische Leistung geehrt.

Im Bild: Alicia von Rittberg (M.), (linke Reihe v.u.n.o.) Matthias Koeberlin, Klara Deutschmann, Christoph Bach, Thomas Loibl. (rechte Reihe v.u.n.o.) Justus von Dohnányi, Emilia Schüle, Maximilian Meyer-Bretschneider, Ramona Kunze-Libnow, Ernst Stötzner(c)ORF/ARD/Nik Konietzny

Im Bild: Robert Koch (Justus von Dohnányi, l.) lässt sich als Selbstversuch Tuberkulin von Paul Ehrlich (Christoph Bach, r.) spritzen(c) ORF/ARD/Nik Konietzny

ZUR STORY

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die verarmte Arzttochter Ida Lenze (Alicia von Rittberg), die ihre Behandlungskosten als Hilfswärterin in der "Charité" abarbeiten muss. In 16-Stunden-Diensten pflegt sie die Kranken unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Ohne elektrisches Licht und ohne fließendes Wasser. Heimlich besucht Ida Vorlesungen, denn ihre große Liebe gilt der Medizin. Doch in Deutschland sind zu dieser Zeit Frauen zum Studium noch nicht zugelassen. Ein Medizinstudium in der Schweiz scheint die Erfüllung ihrer Träume zu sein. Wäre da nicht die Liebe. Der junge Medizin-Student Georg von Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider), der eigentlich lieber Künstler geworden wäre, macht ihr den Hof und Ida fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch da gibt es noch Dr. Behring (Matthias Koeberlin), der sie zwar mit seinen Launen und seiner Morphin-Abhängigkeit stark verunsichert, sie aber in ihrem Drang bestärkt, Ärztin zu werden. Genau wie sie brennt Dr. Behring für die Medizin und arbeitet wie besessen an einem Heilmittel gegen Diphterie. Der "Retter der Kinder", wie er später genannt werden würde, erhielt als erster den Nobelpreis für Medizin.

Im Bild: Hilfswärterin Ida (Alicia von Rittberg, l.) und Emil Behring (Matthias Koeberlin, r.) sind zu einem Notfall gerufen worden(c)ORF/ARD/Nik Konietzny

Authentisches Zeitkolorit

Neben den Handlungssträngen rund um Ida Lenze und dem Wettstreit unter den Forschern, werden auch gesellschaftspolitische Themen packend verarbeitet, wie die Formierung von gewerkschaftlichen Verbänden, genau so wie der übersteigerte Nationalismus und der wachsende Antisemitismus. Auch die heute unvorstellbaren Ungleichheiten zwischen Mann und Frau in der damaligen Zeit werden aufgeworfen. Frauen waren damals in Deutschland noch nicht für das Medizinstudium zugelassen. In der Schweiz, in der die Frauen erst 1971 das Wahlrecht bekamen, dagegen schon. Die Dreharbeiten für die deutsch-tschechische Ko-Produktion fanden in Prag und Umgebung statt, die Krankenhausszenen wurden in einem alten Lazarett gedreht.

(c)ORF/ARD/Nik Konietzny

Geschichtsträchtiges Krankenhaus

Die Charité - Ein Ort für (mittellose) Patienten mit den damals tödlichen Infektionskrankheiten wie Diphterie, Tuberkulose oder Typhus. Ein Ort, der mehrere Nobelpreisträger hervorbrachte, aber auch ein Ort, an dem Ruhm und Niederlage dicht beieinander lagen, wie Dr. Bering und auch Dr. Koch am eigenen Leib erfahren mussten.

Im Bild: Diakonissenoberin Martha (Ramona Kunze-Libnow, M.) beim morgendlichen Apell mit den Schwestern und Wärterinnen(c)ORF/ARD/Nik Konietzny

ZWEITE STAFFEL DERZEIT GEDREHT
Gute Nachrichten für alle, die wissen wollen, wie es mit der "Charité" weitergeht: Die Dreharbeiten für die zweite Staffel sind in vollem Gange. Die neuen Folgen rund um das Berliner Krankenhaus sind in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt.
NOMINIERUNGEN DEUTSCHER FERNSEHPREIS
Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am 26. Jänner 2018 in Köln geht "Charité" mit zwei Nominierungen ins Rennen, und zwar in den Kategorien 'Beste Drama-Serie' und 'Beste Ausstattung'.

Im Bild: Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, l.) gesteht Ida (Alicia von Rittberg, r.) erneut seine Liebe(c)ORF/ARD/Nik Konietzny

Kurzinhalt - Folge 1: 'Barmherzigkeit'

Dem Tode nahe, erreicht das verarmte Kindermädchen Ida Lenze das Berliner Krankenhaus Charité. Ihr Blinddarm ist entzündet. Stabsarzt Emil Behring könnte das Leben der jungen Frau retten. Er weiß über eine revolutionäre Operationstechnik Bescheid. Doch der karrierebewusste Mediziner will einen wichtigen Termin beim Institutsleiter Robert Koch wahrnehmen. Dieser hat sich mit Haut und Haaren dem Kampf gegen die Tuberkulose verschrieben, die er für eine bakteriologische Erkrankung hält. Ausgerechnet als seine Forschungen kaiserliches Interesse wecken, gerät Kochs Arbeit jedoch gefährlich ins Stocken.

DARSTELLER
Alicia von Rittberg (Ida Lenze)
Justus von Dohnányi (Robert Koch)
Maximilian Meyer-Bretschneider (Georg Tischendorf)
Matthias Koeberlin (Emil Behring)
Christoph Bach (Paul Ehrlich)
Ernst Stötzner (Rudolf Virchow)
Matthias Brenner (Ernst von Bergmann)
Thomas Loibl (Bernhard Spinola)
Emilia Schüle (Hedwig Freiberg)
Ramona Kunze-Libnow (Oberin Martha)
Klara Deutschmann (Schwester Therese)
Tanja Schleiff (Wärterin Edith)
Monika Oschek (Wärterin Stine)
Lucas Prisor (Kaiser Wilhelm II.)
REGIE
Sönke Wortmann

ORF/ARD

Sehen Sie den zweiten Teil

am 4. Jänner 2018, 20:15, ORF2

ORF-Premiere
"Charité - Das Licht der Welt"(2/3)

... und den dritten und letzten Teil

am 6. Jänner 2018, 20:15, ORF2

ORF-Premiere
"Charité - Götterdämmerung"(3/3)