16:03

VPS 16:00

AUT

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 53min

UT

Wiederholung am
30.12.2017, 04:44

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Endstation Pension: Wo bleibt der Dank?

Nach jahrzehntelangem Arbeitseinsatz freuen sich die meisten Menschen auf den wohlverdienten Ruhestand, doch sie erwarten sich auch Anerkennung für das Engagement, das sie gezeigt haben und manche sind enttäuscht, da sie sich von ihrem ehemaligen Arbeitgeber oder auch dem Staat und der Gesellschaft insgesamt, nicht entsprechend gewürdigt fühlen.

Christine

Christine, 64, Verkäuferin in Pension aus Vorarlberg,

ist Mutter von fünf Kindern, und muss heute von einer kleinen Pension leben. "Und das obwohl ich sie trotz der Kinder immer arbeiten war", sagt sie. "Alleine von meiner Pension könnte ich nicht leben, ich bin froh, dass ich meinen Mann habe." Die Tatsache, dass nur drei von fünf Kindern bei den Pensionszeiten angerechnet wurden, findet die rüstige Pensionisten höchst ungerecht und meint: "Heute zahlen die Kinder, die mir nicht angerechnet wurden, doch auch in die Pensionskassa des Staates ein." Deswegen fordert sie: "Es sollte ein Müttergehalt geben, damit auch das Muttersein honoriert wird, weil Kindererziehung auch eine Arbeit ist."

Peter

Peter, 60, Logistiker bei einem Kommunikationsunternehmen in Pension aus Vorarlberg,

hat jahrzehntelang bei einem Unternehmen gearbeitet, bevor er von diesem überraschend in Frühpension geschickt wurde. "Ich habe immer mein Bestes für das Unternehmen getan, aber trotz meiner Bemühungen wurde ich von dem einen auf den anderen Tag in den Ruhestand geschickt. Ich konnte es gar nicht glauben", erinnert er sich. "Sich plötzlich nutzlos fühlen ist wirklich ein schlimmes Gefühl, und ich kann verstehen, dass manche Menschen an so einem Schicksalsschlag zerbrechen. Doch ich hatte das Glück, dass ich in meiner Familie gebraucht wurde."