9:37

Dokumentation

VPS 9:35

DEU 2006

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 52min

Wiederholung am
04.12.2017, 02:14

tv.ORF.at/matinee

matinee

Paganinis Geheimnis

(c) ORF

Am 27. Mai 1840 starb Niccolò Paganini in Nizza. Bis heute hält sich sein Beiname "der Teufelsgeiger". Sein Spiel war so magisch, sein Aussehen so diabolisch, dass wilde Gerüchte über ihn kursierten.

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Mit seiner Kompostition "Le Streghe" eroberte Niccoló Paganini (Ingolf Turban) Italien

Es wurde behauptet, er hätte seine Frau ermordet, aus ihrem Darm Violinsaiten hergestellt und so mit dem Teufel einen Pakt geschlossen. Als er starb, verurteilte ihn die Kirche als Ketzer und ein christliches Begräbnis blieb ihm verwehrt. Über dreißig Jahre sollte es dauern bis sein Leichnam beigesetzt werden konnte.

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Niccoló Paganini ist nach seinen Konzerten in Mailand völlig erschöpft

Viele Rätsel um Paganini sind bis heute ungelöst. Was verursachte seine teuflische Erscheinung? Starb Paganini eines natürlichen Todes? Wie erlangte er seine Virtuosität? Mediziner vermuten heute, dass Paganini am "Marfan-Syndrom" litt, einer vererbbaren Genmutation, die zur "Spinnengliedrigkeit" und extremer Dehnbarkeit der Finger führt.

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Die Urenkel Niccoló Paganinis: Andrea Paganini (li.) und Stefano Paganini besuchen das Grab ihres Urgroßvaters

Seit dem Tod des Teufelsgeigers äußerte sich seine Familie nicht öffentlich zu ihrem berühmten Vorfahren. Für die Dokumentation brachen Stefano und Andrea Paganini aus Mailand jedoch ihr Schweigen.

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Dr. Beatrix Patzak, Direktorin Pathologisch-Anatomisches Bundesmuseum Wien

Die beiden Brüder wollten den Rätseln und Legenden um den Teufelsgeiger auf den Grund gehen. Der wissenschaftlichen Forschung stellten sie ihr Blut und eine Haarlocke Paganinis zur Verfügung und eine gerichtsmedizinische und humangenetische Untersuchung sollte helfen, Paganinis Geheimnis zu enthüllen.

Regie: Volker Schmidt