16:03

VPS 16:00

AUT

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 53min

UT

Wiederholung am
10.10.2017, 04:41

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Internet statt Wartezimmer: Diagnosen aus dem Netz

Immer mehr Menschen holen sich in Gesundheitsfragen Rat aus dem Internet. Während die einen es für äußerst nützlich halten, dort rasch Informationen über Krankheiten und medizinische Fachbegriffe zu erhalten, sehen andere es als gefährlich an, sich Behandlungsmethoden und Medikamente ohne Arztkontakt aus dem Internet zu besorgen.

Hubsi Kramar

Hubsi Kramar, 69, Schauspieler und Regisseur aus Wien,

bezeichnet sich selbst als Hypochonder. Aus diesem Grund erstellt er keine Selbstdiagnosen mit Hilfe des Internet, sondern nutzt es hauptsächlich als Informationsquelle. "Ich rate jedem Hypochonder, keinesfalls Krankheitssymptome online nachzuschlagen, sondern gleich zum Arzt des Vertrauens zu gehen. Menschen wie ich haben ja sofort alles, was man ihnen erzählt." Noch wichtiger als Information ist für ihn Prophylaxe. "Es wird leider viel zu wenig darauf geachtet, dass die Menschen gesund bleiben. Unser System produziert seine Kranken selbst."

Helga

Helga, 96, Schneiderin in Pension aus Salzburg,

nutzt das Internet als Informationsquelle, wenn sie über eine ärztliche Diagnose noch mehr wissen will. "Lange Zeit brauchte ich gar keine Ärzte und schon gar nicht das Internet, da ich bis vor ein paar Jahren kerngesund war. Dann erkrankte ich an Borreliose und wollte alles über die Krankheit wissen. Man muss sich auch im Alter noch über alles informieren und interessiert sein." Bezüglich Medikamente vertraut Helga jedoch nur ihren Ärzten. "Ärzte haben genug Wissen. Da muss ich mich nicht auch noch einmischen."