16:02

VPS 16:00

AUT

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 54min

UT

Wiederholung am
28.09.2017, 04:46

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Wer sich die Welt nicht anschaut, bleibt kleinkariert

„Reisen ist fatal für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit“, sagte Mark Twain und auch andere Gelehrte und weitgereiste Weltbürger waren und sind sich einig, dass Reisen die Menschen weltoffener machen. Aber heißt das im Gegenzug, dass diejenigen, die lieber zu Hause bleiben, tatsächlich ‚kleinkariert‘ sind und es bleiben müssen?

Nina

Nina, 55, MitbegrĂĽnderin einer Familienplattform aus Salzburg,

hat schon viel von der Welt gesehen und ist sich ganz sicher, dass jemand, der auf Reisen geht auch nicht kleinkariert ist. "Wer reist merkt, wie gut er es in Österreich hat und wird automatisch weltoffener und toleranter. Wer andere Menschen verstehen will, muss auch andere Dinge erfahren haben." Über Touristen, die sich zum Beispiel in Italien über die Häuser, die nicht ordentlich verputzt sind, aufregen, kann ich nur den Kopf schütteln." Ninas Lebensphilosophie lautet dementsprechend: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die jener Menschen, die sich die Welt nicht angeschaut haben."

Ferdinand

Ferdinand, 67, Dachdecker in Pension aus Niederösterreich,

ist nur zu Hause wirklich glüklich, wenn er seine Hühner betreut und der vertraute Wald nicht weit weg ist. "Würde ich eine Reise geschenkt bekommen, bräuchte ich gar nicht lange zu überlegen. Ich würde sie sofort weiterschenken", sagt Ferdinand, der sein geliebtes Langenlois nicht oft verlassen hat. "Als ich zwei Mal am Plattensee zum Baden war, habe ich noch am selben Abend schon wieder meine Sachen gepackt und bin nach Hause gefahren", erinnert er sich. "Jedes Mal, wenn ich dann in Richtung Heimat fahre, geht mir das Herz auf, denn für mich gibt es keinen schöneren Ort auf Erden. Ich Langenlois bin ich geboren und in Langenlois werde ich sterben."