16:02

VPS 16:00

AUT

Stereo

16:9

ORF 2 Europe

Länge: 54min

UT

tv.orf.at/karlich

Die Barbara Karlich Show

Kiffen auf Krankenschein: Das geht zu weit!

Ist Cannabis eine Einstiegsdroge, der gefährlichere folgen, ein harmloses Genussmittel, das den Alltag erleichtert, oder sogar ein wertvolles Arzneimittel, das bei Schmerzen, Depressionen und auch Krebs helfen kann? Die Meinungen darüber, ob Cannabis legalisiert werden soll, der Anbau der Hanfpflanze erlaubt und der Konsum der Produkte entkriminalisiert werden soll, gehen weit auseinander.

Toni

Toni, 51, Journalist aus Wien,

ist davon überzeugt, dass Cannabis keine Droge, sondern ein Heil- und Genussmittel ist. "Ich habe meinen ersten Joint mit dreizehn Jahren geraucht und bin nicht auf die schiefe Bahn geraten." Er wünscht sich auch, dass der Cannabiskonsum in Österreich entkriminalisiert wird und befürwortet eine Legalisierung. "Es darf nicht sein, dass jeder, der am Abend einen Joint raucht, wie ein Krimineller behandelt wird. Alkohol ist nachweislich viel schädlicher für die Gesundheit. Als Heilmittel sollte Cannabis in der Medizin auch viel mehr eingesetzt werden: Zur Behandlung von Migräne, Epilepsie, Depressionen, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Eine Liste, die lang fortgesetzt werden könnte."

Daniela

Daniela, 37, Kindergartenpädagogin aus Kärnten,

hält Cannabis für eine typische Einstiegsdroge und steht auch dem medizinischen Einsatz kritisch gegenüber. "Mein Vater war Krebspatient, aber eine Medikation mit Cannabis ist für uns nicht in Frage gekommen. Außerdem ist Cannabis noch viel zu unerforscht, um es auf Krankenschein zu verschreiben." Selbst hat Daniela noch keine Erfahrungen mit Drogen gemacht und sagt: "Von Drogen habe ich mich bewusst ferngehalten. Die Gefahren sind für mich immer an erster Stelle gestanden. Als Mutter bin ich auch davon überzeugt, dass es keinen ‚gesunden‘ Umgang mit Cannabis gibt."