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ORF 2 Europe

Länge: 52min

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Wiederholung am
20.06.2017, 11:48

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Thema


Gefährliche Zecken – die schwierige Diagnose Borreliose

Als Pflegekind bei einer Kindesmörderin – Kampf um Entschädigung

Dem Wissen „nachspüren“ – das umstrittene Konzept der LAIS-Schulen

Kino im Pflegeheim – Zeitreise in die Jugend

Gefährliche Zecken – die schwierige Diagnose Borreliose

Mehr als 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben eine Zeckenschutzimpfung. Sie schützt vor der Hirnhautentzündung FSME. Doch die häufigste von Zecken übertragene Krankheit ist die Borreliose. „Was das Wissen um Borreliose betrifft, ist Österreich ein Entwicklungsland“, sagt Rudolf Buchinger.

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Der 65-Jährige hat sein Leben lang im Wald gearbeitet und unzählige Zeckenbisse erlitten. Dass er deshalb über Jahre Borreliose-Erreger im Blut mit sich getragen hat, wusste er lange nicht. Denn die Krankheit ist bei ihm erst ausgebrochen, als ein Arbeitsunfall und eine Krebs-Diagnose sein Immunsystem enorm geschwächt haben. Seither ist der ehemalige Gewichtheber auf Pflege angewiesen. Jahrelang sind seine Symptome von den Ärzten falsch diagnostiziert worden. Dr. Albin Obiltschnig aus Klagenfurt kennt das Problem. Der Handchirurg ist vor Jahren selbst nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankt und hilft seither Patientinnen und Patienten, die nicht nur unter dem Erreger, sondern auch unter Fehldiagnosen zu leiden haben. Wie gefährlich sind Zecken und wie kann man sich schützen? Andrea Poschmaier und Martin Steiner berichten.

Selbsthilfegruppen Borreliose:

NÖ: http://www.selbsthilfenoe.at/index.php/impressum-kontakt/links/22-shg/222-borreliose

K: http://www.borreliose-hilfe.at/

Als Pflegekind bei einer Kindesmörderin – Kampf um Entschädigung

Vor zwei Jahren macht Alois Oswald in seinem Jugendamts-Akt eine schreckliche Entdeckung: Seine Pflegemutter war eine verurteilte Kindesmörderin. „Es gibt keine einzige schöne Kindheitserinnerung“, sagt der 51-Jährige.

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Seine Pflegemutter schlägt ihn, fesselt ihn in einem dunklen Zimmer ans Bett, zwingt ihn, verschimmeltes Brot zu essen. Alois kommt in eine Sonderschule und immer wieder in die Psychiatrie. Er erzählt von prügelnden Kreuzschwestern und von sexuellen Übergriffen. Als junger Mann kommt er auf die schiefe Bahn, sitzt viele Jahre im Gefängnis. Heute hat er eine Frau und zwei Kinder. Jetzt will Alois Oswald das Land Steiermark und die Kirche klagen. „Die handelnden Personen leben nicht mehr, aber es gibt die Institutionen dahinter“, ist seine Anwältin Astrid Wagner zuversichtlich. Christian Zechner hat recherchiert.

Dem Wissen „nachspüren“ – das umstrittene Konzept der LAIS-Schulen

„Das Wissen ist in allen Kindern schon angelegt. Es muss sich nur richtig entwickeln können“, sagt Alexandra Liehmann. 2014 hat sie in Klagenfurt die erste von 20 LAIS-Schulen in Österreich gegründet.

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Dort gibt es keine Lehrer, sondern „Lernbegleiter“, oft ohne pädagogische Ausbildung. Auf der Homepage des LAIS-Instituts Klagenfurt sind wundersame Dinge zu lesen: „Mathematik lernen in vier Tagen“, „Lesen und Schreiben in einer Woche.“ Die Sektenberatung sieht eine Nähe der LAIS-Schulen zur Szene der „Staatsverweigerer“. Christoph Bendas hat recherchiert.

Kino im Pflegeheim – Zeitreise in die Jugend

„Viel haben wir nicht gehabt. In die Kirche haben wir gehen müssen – aber ins Kino gehen wäre gescheiter gewesen“, erzählt Theresia Kohlhuber aus ihrem harten Leben und schmunzelt.

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Heute, mit 93, lebt sie im Pflege- und Pensionistenwohnheim im steirischen Kindberg und taucht jeden Dienstag in eine heile Welt ein: in das Wohlfühl-Kino der Nachkriegszeit. Franziska Köck, die engagierte Leiterin, hat einen Lichtspielraum „wie damals“ eingerichtet: Mit Samtvorhängen, originalen Kinosesseln und sogar dem Duft eines alten Kinos. Mit den alten Filmen begeben sich die betagten Menschen auf eine Zeitreise in die eigene Jugend, berichtet Martin Steiner.

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